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	<title>im Interview auf meinsbh.de: &#187; Wirtschaft</title>
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	<description>Persönlichkeiten aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg</description>
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		<title>Ernst Pfister (Trossingen)</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 04:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ernst Pfister ist seit 14. Juli 2004 Wirtschaftsminister und bis 2006 Stellvertretender Ministerpräsident  des Landes Baden-Württemberg. Er ist am 28. April 1947 in Trossingen geboren und lebt dort mit seiner Familie. Nach dem Studium der Politikwissenschaften, Germanistik und Sportwissenschaften in Tübingen und Freiburg unterrichtete er ab 1975 am Hoptbühl-Gymnasium in VS-Villingen. Seit 1980 ist Herr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090212_ErnstPfister_Trossingen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-290" style="margin: 5px; border: 0px;" title="090212_ErnstPfister_Trossingen" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090212_ErnstPfister_Trossingen.jpg" alt="090212_ErnstPfister_Trossingen" width="135" height="150" /></a>Ernst Pfister ist seit 14. Juli 2004 Wirtschaftsminister und bis 2006 Stellvertretender Ministerpräsident  des Landes Baden-Württemberg. Er ist am 28. April 1947 in Trossingen geboren und lebt dort mit seiner Familie. Nach dem Studium der Politikwissenschaften, Germanistik und Sportwissenschaften in Tübingen und Freiburg unterrichtete er ab 1975 am Hoptbühl-Gymnasium in VS-Villingen. Seit 1980 ist Herr Pfister Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg, 1996-2004 war er der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion. Bis 2004 war er Mitglied des Gemeinderats und stellvertretender Bürgermeister der Stadt Trossingen.<br />
Vater von zwei Söhnen und Großvater von Zwillingen, Ernst Pfister, spielt in seiner Freizeit gerne Ziehharmonika und ist Ehrenpräsident des Deutschen Harmonikaverbandes (DHV).<br />
Außerdem ist er seit 26. Juni 2007 Aufsichtsratsvorsitzender der Landesmesse Stuttgart GmbH.<span id="more-289"></span></p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie kommen aus Trossingen. Wie beurteilen Sie die wirt­schaft­liche Situation der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg? </p>
<p><strong>Ernst Pfister:</strong> Die Produkte aus der Musikinstrumentenproduktion in meinem Heimatort Trossingen sind ein Beispiel für die wirtschaft­liche Robustheit und Solidität der Region Schwarz­wald-Baar-Heuberg: Sie erfreuen sich seit 150 Jahren weltweiter Bekannt­heit und decken von der Mundharmonika bis zum Konzertflügel viele Bereiche der Musikin­stru­men­tenpro­duktion ab. In dieser Region wurde die Industriege­schi­ch­te des Landes Baden-Württemberg mit gestaltet – von der Uhrenindustrie oder der Unterhaltungselektronik früher bis hin zur Medi­zintechnik, Feinme­chanik oder den Automobilzuliefererbereich heute sind.</p>
<p>Das lässt sich auch in der aktuellen wirtschaftlichen Situation dieses Wirtschafts­raumes erkennen, die sich sehr aussagekräftig in der Beschäftigungslage widerspie­gelt. Sie ist zugleich der Bereich, der die Mitbürgerinnen und Mitbürger am stärksten bewegt. Die Zahl der versicherungs­pfli­ch­tig Beschäftigten hat in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg in den Jahren 1999 bis 2007 fast doppelt so stark zugenommen als im Durchschnitt des Landes: Die Beschäftigung nahm in der Region in diesen Jahren um 4,4% zu, wäh­rend sie im Land um 2,4% stieg. Das Produzierende Gewerbe konnte in der Region immerhin noch ein Beschäfti­gungs­plus von ca. 1% in diesem Zeitraum verbuchen, während die Landesentwick­lung sogar einen Beschäftigungsabbau von -7,4% hinnehmen musste.</p>
<p>Das ist natürlich mit ein Ergebnis davon, dass wir in der Region wettbewerbsfähige Branchen, Technologien und Marktfelder finden, in denen mit unterschiedlicher In­tensität zusammengearbeitet wird. So ist im Wirtschaftsraum Schwarzwald – Baar -Heuberg eine Vielzahl von Automobilzulieferer ansässig. Gerade die Hochfläche des Großen Heubergs mit Gosheim als größerem Zentrum stellt eine räumliche Konzen­tration der Drehteilehersteller dar. Hier sind Firmen vertreten, die in ihrer Sparte im Bereich der Automobilzulieferer sogar als Weltmarktführer gelten können. Aus metall­gebundenen Zulieferbetrieben der Automobilindustrie haben sich in den letzten Jah­ren immer mehr leistungsfähige Kunststoff verarbeitende Betriebe entwickelt, die da­durch dem Cluster Kunststoffverarbeitung immer mehr Gewicht in der Region ver­schaffen.<br />
 <br />
Neuere Entwicklungen im Bereich der faserverstärkten Kunststoffe öffnen dem Clu­ster neue Perspektiven. Know-how-Transfer neuester Technologien und sichern den Vorsprung der Unternehmen im Sondermaschinenbau wie auch im Werkzeugma­schinenbau auf den Weltmärkten. Eine über hundertjährige Tradition und Verknüpfung vieler Betriebe untereinander haben im Cluster Feinwerktechnik/Mikrotechnik/Mikrosystemtechnik  Produktions­stätten entstehen lassen, die ihren Anspruch bis heute dokumentieren. Sie fand ihre unmittelbare Fortsetzung in der Mikrotechnik, in der heute mehrere hundert Betriebe Mikro- und Präzisionsbauteile fertigen. Dieses Zusammenspiel von Produkten unter­schiedlicher Marktfelder mit ihren jeweiligen Unternehmen und Beschäftigten sowie den Partnern aus Wissenschaft und Verwaltung bildet auch künftig das Rück­grat dieses Wirtschaftsraumes.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wie stark ist die Region von der Finanzkrise betroffen?  </p>
<p><strong>Ernst Pfister:</strong> Natürlich kann die Region von den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Kon­junk­turkrise nicht verschont bleiben. Eine konkrete Zuordnung der dadurch verursachten Umsatz- oder Beschäftigungseinbußen ist aber statistisch nicht möglich. Wir ha­ben in diesem Wirtschaftsraum &#8211; wie überall im Land &#8211; Insolvenzfälle. Doch die meisten Unternehmen tun alles, um ihre Be­schäf­tigten  zu halten. Das ist verantwortlich. Und sie bilden seit Jahren auf sehr hohem Niveau aus. Auch das ist verantwortlich und weitsichtig zugleich, denn  nur so können die Firmen dem künfti­gen Fachkräftemangel vorbeu­gen. Schließlich rührt diese solide Form einer Firmen­politik auch und sehr entscheidend das Ergebnis daherm dass diese Region geprägt ist von familiengeführten kleinen und mittleren Unternehmen, die noch einen direk­ten Bezug zu ihren Firmenangehöri­gen haben.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wie kann sich die Finanzkrise und die Rezession auf die Arbeitslosenquote in der Region auswirken?<br />
<strong>Ernst Pfister: </strong>Finanzkrise und Rezession führen stets dazu, dass Unternehmen aus dem Markt ausscheiden.  Aktuell können wir jedenfalls noch keine allzu starken Veränderungen in der Beschäftigungslage der Region feststellen. Vielmehr lag die aktuelle Arbeitslo­sen­qu­o­te in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg im Bereich der Agentur für Ar­beit Rottweil mit 4,4% leicht unter dem Landesdurchschnitt von 4,7% und im Bereich der Agentur für Arbeit Villingen-Schwenningen mit 5,1% leicht darüber. Bei einem Anteil des Produzierenden Gewerbes von ca. 54 % der versicherungspflich­tig Be­schäftigten gegenüber 41 % im Landesdurchschnitt ist die Frage nach den Auswir­kungen der Finanz- und Konjunkturkrise berechtigt, zumal die Industrie in der Regel zuerst in Mitleidenschaft der konjunkturellen Entwicklung gerät.<br />
Die Landesregierung wird ergänzend zur Bundesregierung ein Sonderprogramm mit einem Umfang von 1 Mrd. € auf den Weg bringen. Neben öffentlichen Investitionen zählt dazu ein deutlich erweiterter Rahmen für Bürgschaften und Beihilfen. Mit dem Einsatz der L-Bank Förderprogramme konnten wir in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg mit rund 808 Mio. € zinsverbilligten Darlehen und ca. 670 000,-€ Zuschüs­sen in fast 4000 Fällen (!) in den Jahren 2000 bis 2007 zur Sicherung von ca. 67 600 Arbeitsplätzen und zur Schaffung von ca. 4 400 neuen Arbeitsplätzen beitragen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Ist ein Politiker der Schwarzwald-Region anders als einer aus, sagen wir mal- Berlin? Gibt es besondere Charakterzüge bei einem Schwarzwälder?</p>
<p><strong>Ernst Pfister:</strong> Von „besonderen Charakterzügen“ würde ich nicht sprechen. Und ein Vergleich mit Politikern aus Berlin ist schon deshalb schwierig, weil sich in der Bundeshauptstadt Politiker aus ganz Deutschland zusammenfinden, darunter auch viele, die ihre Wurzeln in Baden-Württemberg haben. Fakt ist, Baden-Württemberg liegt in der Mitte Europas und die Wirtschaft ist stark exportorientiert . Das färbt natürlich auf die Menschen ab. Wer vom Handel lebt, der lernt, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und neigt zur Weltoffenheit. Dies gilt für meine Heimatregion in besonderem Maße. Von Trossingen ist man in einer Autostunde in der Schweiz und auch nach Frankreich ist es nicht viel weiter.  Einem Trossinger oder Donaueschinger sind die Städte Basel und Straßburg deshalb auch häufig vertrauter als Stuttgart oder Frankfurt.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Ist die Region Ihrer Meinung nach ein attraktiver Ferienort für die Touristen, Urlauber etc. ?</p>
<p><strong>Ernst Pfister:</strong> Die Region vereint Teile unserer bekanntesten Ferien- und Erholungslandschaften wie dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb und ist meiner Meinung nach auch eine für Touristen attraktive  Region mit einem hohen Erholungs- und Freizeitwert. Die Region zählt über 2 Mio. Übernachtungen und rund 10 Mio. Tagesausflügler und Geschäftsreisende jährlich. Insbesondere die nach dem Kurortegesetz höherprädikatisierten Orte, das sind Heilbäder, Heilklimatische Kurorte und Kneippkurorte im intensiv touristisch geprägten Schwarzwald-Baar-Kreis wie Bad Dürrheim, Königsfeld, Schönwald, Triberg und Villingen-Schwenningen sowie die acht Luftkurorte in der Region sind mit ihrem Angebot von besonderem Gewicht für den Übernachtungstourismus in der Region. Regionale Freizeiteinrichtungen und –angebote sind sowohl als Ziel für Ausflüge von Gästen in der Region als auch zur Anziehung von Tagestouristen attraktiv und von beträchtlicher Bedeutung. Beispielhaft wären zu nennen: Die Ausflugsziele Triberger Wasserfälle, die Sauschwänzlebahn und Wutachschlucht in Blumberg, der Donauberglandweg, das Solemar in Bad Dürrheim, das Freizeit- und Thermalbad TuWass in Tuttlingen, der Familien-Freizeitpark Villingen-Schwenningen, der Freizeitpark Hardt, Erlebnisbäder in Bad Dürrheim und Rottweil, das Wasserschloß in Sulz a.N., das Wintersportangebot und Loipen rund um Schönwald-Schönach, das Freilichtmuseum in Neuhausen ob Eck, das Deutsche Uhrenmuseum in Furtwangen oder Städteziele wie Villingen &#8211; Schwenningen, Rottweil und Donaueschingen mit Schloß und Donauquelle aber auch Sport- und Kulturveranstaltungen wie z.B. das Internationale Reitturnier in Donaueschingen, die Wintersportveranstaltungen in Schonach und Schönwald sowie die Musiktage in Donaueschingen und weitere überregionale kulturelle Veranstaltungen wie das Klassik-Konzertfestival „Sommersprossen“ in Rottweil und das Jazzfestival Villingen-Schwenningen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Die Region versucht durch unterschiedliche Veranstaltungen, wie z.B. die Landesgartenschau 2010, mehr auf sich aufmerksam zu machen. Welche Bedeutung hat es für die Zukunft der Region ? Glauben Sie, dass der hohe Aufwand sich lohnt ?</p>
<p><strong>Ernst Pfister:</strong> Mit ihren Übernachtungszahlen liegt die Region an 9. Stelle unter den Regionen des Landes. Der Tourismus birgt nach meiner Einschätzung noch deutlich mehr Potenzial für die Region. Er ist Teil der in der Region zunehmend an Gewicht gewinnenden Dienstleistungen und ein wichtiger Image- und Wirtschaftsfaktor für die Region. Er ist als so genannter „weicher Standortfaktor“ bedeutsam für die Standortqualität auch für andere Branchen und generiert als harter Standortfaktor selbst Arbeits- und Ausbildungsplätze. Vor diesem Hintergrund halte ich es für richtig und wichtig, dass sich die Region gerade auch in dem harten touristischen Wettbewerb mit Veranstaltungen wie z.B. der Landesgartenschau 2010 besser ins Licht zu rücken versucht. Zu dieser Landesgartenschau in Villingen-Schwenningen werden ca. 1 Mio. Besucher erwartet. Dies bedeutet eine große Chance zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der Region. Im Übrigen bedeutet in der Regel allein die Infrastrukturkomponente im Hinblick auf die Stadtentwicklung einen dauerhaften Gewinn für Landesgartenschau-Orte.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Welche Rolle nimmt die Region in der gesamten Wirtschaft Baden-Württembergs ein? <br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Ernst Pfister:</strong> Der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg  steht und fällt &#8211; nicht nur in der aktuellen weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise &#8211; mit der Qua­lität der einzelnen Wirtschaftsstandorte im Land mit ihren Unternehmen, Beschäftig­ten und Partnern in Wissenschaft, Bildung, Verbänden und Verwaltung. Mit dieser Region, in der die Industrie ein unverzichtbarer Wirtschaftspfeiler ist, haben wir einen wett­­bewerbsfähigen Innovationsknoten. Das belegen nicht nur die bereits von mir be­nannten Branchen und Cluster, sondern auch die Innovationspotenziale in diesem Wirtschaftsraum. Ein Highlight dieser Region, das Tradition,  Fortschritt und Wettbewerbsfähigkeit in sich vereinigt, ist die Medizintechnik. Mehr als 400 Firmen, in der Mehrzahl kleine handwerklich ausgerichtete Werkstätten, aber auch international ausgerichtete Un­ternehmen prägen dieses bundesweite Zentrum der Medizintechnik. Es spricht für sich und für die hohe Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Clusters Medi­zintechnik, dass im  Wettbewerb des Wirtschaftsministeriums zur Stärkung regionaler Cluster in Baden-Württemberg das Projekt &#8220;Aufbau und Funktionalisierung der MedCa­re TechArea Clustermanagementstruktur&#8221; aus dem dortigen Raum von einer unabhängigen Jury aus 36 An­trä­gen mit elf weiteren Anträgen zur Prämierung ausgewählt wurde. Nach eigener Ein­schätzung in dieser Region kann man weitere aufstrebende Cluster in der Um­welt- und Energie­technik, in der Virtuellen Realität oder in der Logistik erkennen, die erneut die engen Zu­sammenhänge zwischen Industrie, Technik und Dienst­leister bestätigen.<br />
Der Verein MicroMountains Network  oder das Kompetenzzentrum Minimal Invasive Medizin &amp; Technik, eine der ersten Clusterinitiativen in der Medizintechnik in Deutsch­­­land  oder die seit 30 Jahren bestehende Interessengemeinschaft der  Dreh­tei­le­hersteller bestätigen  die allseits akzeptierte Erkenntnis, dass die innovativen He­rausforderungen auf den Weltmärkten weitere Kooperationen, Vernetzungen und Cluster erfordern.<br />
Zusammen mit den bereits genannten Industriekernen und Dienstleistern in dieser Region Schwarzwald –Baar &#8211; Heuberg  verfügt sie über herausragende Potenziale: die Hochschule Furtwangen, die International Business School Tuttlingen, das Institut für Mikro- und Informationstechnik, die MicroMountains Applications AG oder auch die Staatliche Musikhochschule in Trossingen.<br />
Die Landesregierung hält weitere Netzwerke und Clusterinitiativen für wichtig, um die Wettbewerbsfähigkeit der baden-württembergischen Wirtschaft international weiter auszubauen, gerade auch über einen offensiven Ausbau der Clusterpolitik oder über gezielte regionalpolitische Maßnahme. So hat das Wirtschaftsministerium dafür ge­sorgt, dass die Stadt Villingen-Schwenningen in die Europäische Strukturfondsför­derung &#8220;Regionale Wettbewerbsfähigkeit 2007 bis 2013 &#8221; einbezogen wurde und nun die Chance hat, mit Hilfe von Mitteln aus dem Europäischen Regionalfonds die Wettbe­werbs­fähigkeit ihres Wirtschaftsstandorts auszubauen. Eine Chance, die offensiv genutzt werden sollte.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Naturbedingt bietet die Region mehrere Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, so wie Wandern oder Fahrradfahren u.Ä.. Wie gestalten Sie Ihre Freizeit in der Heimat, wenn Sie überhaupt dazu kommen?</p>
<p><strong>Ernst Pfister:</strong> Freizeit ist für mich ein Luxusgut. Aber: Ich habe den Vorteil, dass ich in einer Autostunde am Bodensee, im Schwarzwald oder auf der Schwäbischen Alb sein kann. Wann immer möglich nutze ich diese Möglichkeiten. Wandern über die Schwarzwaldhöhen, Skifahren fast vor der Haustüre, Schwimmen im glasklaren Bodensee – und dazu noch die kulinarischen Genüsse im Genießerland Baden-Württemberg. Dies alles sind wunderbare Möglichkeiten, Abstand zu gewinnen von der aufgeregten Politikszene und neue Kraft zu tanken.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie spielen Akkordeon, sind Ehrenpräsident des Deutschen Harmonika-Verbands e.V. Woher kommt die Begeisterung dafür?</p>
<p><strong>Ernst Pfister:</strong> Neben der Politik sind Sport und Musik meine großen Leidenschaften. Wer in der Musikstadt Trossingen geboren und aufgewachsen ist, der kann sich der Musik nicht entziehen. Akkordeon, Mundharmonika, Klavier und Gitarre, das habe ich in jungen Jahren ordentlich gelernt. Noch heute bin ich meiner Mutter dankbar, dass sie mich – manchmal mit Druck &#8211; dazu angetrieben hat. Viele fröhliche Stunden in Ski- und Wanderhütte haben mich dafür belohnt. Mein Ziel: Jedes Kind sollte in der Grundschule ein Instrument lernen: aus meiner Sicht wäre dies auch ein wirtschaftspolitischer Beitrag zum Lernziel „Kreativität“. Um dieses Ziel zu befördern, war ich 20 Jahre Präsident des Deutschen Harmonika-Verbandes, des zweitgrößten deutschen Laienmusikverbandes.</p>
<p> </p>
<p>&#8211;<br />
Dieses Interview wurde von den Studierenden der Hochschule Furtwangen, Fakultät Wirtschaft im Rahmen einer Projektarbeit am 12.02.09  per Email geführt.</p>
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		<title>Prof. Alexander Doderer (Villingen-Schwenningen)</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 09:52:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alexander Doderer, 1954 in Stuttgart geboren, ist seit 1991 in unserer Region tätig. 1962 zog er mit seinen Eltern für 11 Jahre nach Tuttlingen. Nach seinem Abitur, Zivildienst und einem Studium in Freiburg zog er 1991 beruflich nach Königsfeld im Schwarzwald. Seit 1989 ist er selbstständig. 1994 gründete er das Unternehmen Gruppe Drei in Villingen-Schwenningen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/08/090110_prof-alexander-doderer_vs_klein.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-262" style="border: 0pt none; margin: 5px;" title="090110_prof-alexander-doderer_vs_klein" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/08/090110_prof-alexander-doderer_vs_klein-150x150.jpg" alt="090110_prof-alexander-doderer_vs_klein" width="150" height="150" /></a>Alexander Doderer, 1954 in Stuttgart geboren, ist seit 1991 in unserer Region tätig. 1962 zog er mit seinen Eltern für 11 Jahre nach Tuttlingen. Nach seinem Abitur, Zivildienst und einem Studium in Freiburg zog er 1991 beruflich nach Königsfeld im Schwarzwald. Seit 1989 ist er selbstständig. 1994 gründete er das Unternehmen <a href="http://www.gruppedrei.com/" target="_blank">Gruppe Drei in Villingen-Schwenningen</a> und 2001 am Bodensee, welches zu den TOP 20 Dienstleistern des Landes Baden-Württemberg zählt. Nicht nur ist er als Unternehmer tätig, sondern des Weiteren ist er Vorsitzender des Vorstandes Wirtschaftszentrum Schwarzwald-Baar, Hochschullehrer und Referent. 2006 gründete er den <a href="http://www.mc-sb.de/" target="_blank">Marketing-Club Schwarzwald-Baar e.V.</a> Er lebt mit seiner Familie am Bodensee.<span id="more-258"></span><strong>meinsbh.de:</strong> Sie sind fest mit unserer Region verbunden und unternehmerisch tätig darin. Was ist der Grund für das viele Engagement?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg verfügt über so viele Attraktivitäten, die seit vielen Jahrzehnten unter Wert „verkauft“ werden – da kann man nicht still sitzen und zusehen. Einerseits treibt mich die Leidenschaft als Unternehmer, andererseits sehe ich die Notwendigkeit auch wirklich etwas zu machen und nicht nur zu reden. Freilich wünsche ich mir für mein Unternehmen schon eine Umgebung, die mit ihrem Image auch qualifizierte Fachkräfte anlocken kann. Dafür versuche ich mich ebenfalls einzusetzen, wenngleich es manchmal so scheint, als mache man sich damit eher Feinde.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie bekommen Sie so viele Aufgaben gemeistert und haben dazu noch Zeit für Ihr Privatleben?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer:</strong> Was meinen Sie mit Privatleben? Meine Frau und ich trennen nicht zwischen Beruf und Privatleben. So gesehen verstärken wir uns gegenseitig. Zudem habe ich das große Glück, eine Vielzahl sehr guter und engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um mich haben zu dürfen, die mich unterstützen. Das gibt Kraft!</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Ihr Unternehmen zählt zu den TOP 20 Dienstleistern unseres Bundeslandes. Was für Erfahrungen haben Sie auf Ihrem Lebensweg gesammelt, die Sie bei dem unternehmerischen Erfolg weiterbrachten?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Erfolg ist immer relativ. Ich hatte allerdings eine sehr glückliche Kindheit und liebevolle Eltern – das hält ein eben lang vor. Später, in der Jugend, es war in den frühen 70er Jahren konnte ich mich aber auch leidenschaftlich mit ihnen streiten. Ich habe gelernt, einer Haltung treu zu bleiben und dafür auch zu kämpfen. Die späteren Studienschwerpunkte pädagogischen Psychologie und Didaktik, tragen heute wahrscheinlich aber am weitesten.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie halten auch Vorträge. Wieso ist es für Sie wichtig Mitmenschen und Studenten zu beratschlagen und zu belehren? Geben Sie Ihnen wichtige Tipps mit auf den  Weg, die ihnen im Berufsleben weiterhelfen können?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Ja, ich befürchte Sie haben mit Ihrer Frage etwas ausgedrückt, das ich eigentlich nicht für mich in Anspruch nehmen möchte: belehren. Ich weiß aber sehr genau, dass vielfach dieser Eindruck entsteht. Leider!<br />
Im Grunde geht es mir nicht um Sendungsbewusstsein oder so etwas. Ich möchte mit Menschen in Dialog treten und durch diesen Dialog jeden Tag eine Stück weiterkommen. Ich denke, wir sind es dem Wunder des Lebens einfach schuldig, dass wir aktiv und in stetem Bestreben zum Besseren unterwegs sind.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie sind Vorsitzender des Wirtschaftszentrums Schwarzwald-Baar (WSB). Welche wirtschaftlichen Ziele verfolgen Sie innerhalb der Region?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Man wirft mir ja vor, mit dem WSB eine Konkurrenzveranstaltung zur IHK, den Wirtschaftsförderungen usw. ins Leben gerufen zu haben. Das ist aber gar nicht der Fall!<br />
Hier haben sich vor einigen Monaten ein paar aktive Unternehmerinnen und Unternehmer mit dem Landrat getroffen und ihre Identifikation mit dem Landkreis bekräftigt. Sie alle treibt übrigens die gleiche Energie: der Schwarzwald-Baar-Kreis muss seine Attraktivitäten besser vermarkten, damit Fachkräfte, junge Familien und Gründer auf diese herrliche Gegend aufmerksam werden und sie nicht ins Abseits gerät.<br />
Es geht dabei nicht um die Region als diffuse Einheit, es geht um den Landkreis Schwarzwald-Baar.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was ist das Besondere an unserer Region und wie würden Sie die wirtschaftliche Lage beschreiben?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Das Besondere am Schwarzwald-Baar-Kreis ist zunächst seine geografische Lage, in weiten Teilen auf einem sonnenreichen Hochplateau, seine Luft- und Wasserqualität, die großen Wälder, ja, man könnte sagen: diese ganze Lebensqualität zum attraktiven Preis.<br />
Wirtschaftlich steht der Kreis nicht schlecht da aber seine Zukunftsaussichten sind<br />
auch nicht überragend. Allein die Abwanderung junger talentierter und kreativer Menschen gibt mir sehr zu denken</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie sind Sie auf die Idee gekommen den Marketing Club Schwarzwald-Baar e.V. zu gründen und welche Ziele verfolgen Sie und weitere Mitglieder?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Die Gründung eines Marketing-Clubs lag eigentlich auf der Hand. Bis 2006 war der Raum Schwarzwald-Baar-Heuberg in der Deutschen Marketinglandschaft so etwas wie ein weißer Fleck. Heute versammelt der MC immerhin über 70 Mitglieder aus den meisten namhaften Unternehmen der Region. Sie alle haben zum Ziel, das Marketingbewusstsein in der Gesellschaft zu schärfen. Wenn man die aktuelle Situation der Automobilindustrie reflektiert, ist das ja auch wichtiger denn je.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Welche positiven Auswirkungen hat es auf die Unternehmen in unserer Region?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Der MC ist ein berufsspezifischer Club. Er bietet eine Plattform für alle im Marketing tätigen Menschen der Region. Zudem ist er eine Art Andockstation zum Marketinggeschehen in der Republik über die automatische Mitgliedschaft im Deutschen Marketingverband mit insgesamt 16.000 Mitgliedern. Gerade diese Verbindung scheint mir besonders wichtig zu sein.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Welche Aufgaben erfüllen Sie selber und welche geben Sie an die Arbeitnehmer ab?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Wie gesagt: ich habe sehr gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mich in vielerlei Hinsicht organisatorisch und operativ komplett entlasten. Strategische und konzeptionelle Arbeiten sowie das gesamte Vortragswesen ist meine Sache. Speziell für die Arbeit im Marketingclub gibt es ja den Geschäftsführer Oliver Hupp und die Geschäftsstelle betreut unsere jüngste Tochter Carolin.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was sind Ihre Ziele und Wünsche in naher Zukunft?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Gesundheit selbstverständlich für unsere Familie, die Firma und mich. Ferner wünsche ich mir, dass die aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten speziell der Automobilindustrie an Baden-Württemberg, am Landkreis Schwarzwald-Baar im Speziellen einigermaßen glimpflich vorübergehen. Ich wünsche mir aber auch, dass wir hier alle lernen, vielmehr mit einander zu reden und weniger über einander oder gar gegeneinander.<br />
&#8211;</p>
<p>Dieses Interview wurde von Suzana Vrucinic im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 10.01.09 per Email geführt.</p>
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		<title>Rudolf Kastner (Triberg)</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 15:32:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Interview mit Rudolf Kastner (Triberg)" href="http://meinsbh.de/blogs/interviews/files/2008/11/rudolf-kastner_egt-triberg.jpg"></a>
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</a>
</p>
<p>Rudolf Kastner startete seine berufliche Laufbahn nach erfolgreichem Studium der Elektrotechnik beim Siemens-Konzern. Er kam 1993 als Geschäftsführer zur EGT. Im Juni 1999 wurde die frühere Elektrizitäts-Gesellschaft <a title="Stadt Triberg" href="http://www.triberg.de">Triberg </a>GmbH zur EGT Holding AG umgewandelt und Rudolf Kastner zum Vorstand berufen. Kastner ist Miteigentümer und Vorstandsvorsitzender der heutigen <a title="egt Triberg, Rudolf Kastner im Interview" href="http://www.egt.de">EGT AG</a>. Neben vielfältigen Funktionen als Aufsichtsrat und Gesellschafter innerhalb der EGT Unternehmensgruppe ist Rudolf Kastner Aufsichtsratsvorsitzender der <a title="http://www.vb-triberg.de/" href="http://www.vb-triberg.de/">Volksbank Triberg eG</a> sowie Beirat weiterer mittelständischer Unternehmen.<span id="more-80"></span><strong>meinsbh.de: </strong>In der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg sind viele erfolgreiche mittelständische Unternehmen ansässig. Worin sehen Sie die Vorteile solcher Unternehmen im Vergleich zu großen Konzernen?</p>
<p><strong>Rudolf Kastner:</strong> Mittelständische Unternehmen, die oft inhabergeführt sind, zeichnen sich in der Regel durch das Verfolgen langfristiger Strategien aus. In großen, von angestellten Managern geführten Konzernen werden überwiegend nur kurzfristige Ziele verfolgt, was oftmals fatale Folgen hat.  Unsere Region ist wirtschaftlich nahezu ausschließlich von mittelständischen Unternehmen geprägt. Diese Struktur sorgt in unserer Region, trotz der Globalisierung und der Anziehungs-kraft der Metropolen, für eine große Stabilität am Arbeitsmarkt.</p>
<p>Mittelständische Unternehmen sind schnell und flexibel. Ein gut funktionierendes Netzwerk mit  Forschungs- und Entwicklungszentren ist ein wichtiger Baustein für hohe Innovationskraft, die sie auf Grund ihrer Strukturvorteile im Vergleich zu großen Konzernen schneller in Produkte und Dienstleistungen und damit in wirtschaftlichen Erfolg umsetzen können.</p>
<p>Darüber hinaus bietet der Mittelstand seinen Mitarbeitern ein breites Aufgabenspektrum, größeren Gestaltungsspielraum durch weniger Hierarchie und Bürokratie sowie schnellere Aufstiegschancen bis in die Geschäftsleitung. Das fördert die Motivation und auch die Bindung der Mitarbeiter ans Unternehmen.</p>
<p>In mittelständischen Unternehmen ist letztendlich auch eher eine werteorientierte, ethische Unternehmensführung anzutreffen, die sich insbesondere in Respekt und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern äußert. Auch das ist eine wichtige Grundlage für höheren wirtschaftlichen Erfolg.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Die EGT gehört zu den „Top100“ Innovatoren. Für welche innovativen Leistungen wurde die EGT ausgezeichnet? Wie wichtig ist, Ihrer Meinung nach, Innovation für ein Unternehmen allgemein?</p>
<p><strong>Rudolf Kastner: </strong>Unser wachstumsstärkster Geschäftsbereich Energiehandel wurde bereits viermal in Folge mit dem Innovationspreis TOP 100 für mittelständische Unternehmen ausgezeichnet.<br />
Maßgebend für die Auszeichnungen waren insbesondere die hohe Innovationsleistung bei der Entwicklung von Dienstleistungen und Produkten sowie die Umsetzungsstärke, aus den Innovationen schnellen wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen.</p>
<p>Innovation ist der Motor für Erfolg und Wachstum eines Unternehmens. Es geht dabei aber nicht nur um Innovation von Produkten, um im Wettbewerb erfolgreich zu sein, sondern beispielsweise auch um innovative Geschäftsprozesse, Serviceleistungen, Vergütungssysteme und Führungskultur. Nur ein insgesamt innovatives Unternehmen wird im Wettbewerb nachhaltig die entscheidenden Erfolgsfaktoren für sich verbuchen können.</p>
<p>Wir verleihen jedes Jahr an der Hochschule Furtwangen  – in Erinnerung an Friedrich von Schoen als maßgeblichen Mitbegründer der EGT im Jahre 1896 &#8211; den „Friedrich von Schoen – Innovationspreis“. Der Preis ist mit einer Geldprämie von 1.500 Euro verbunden und wird  alljährlich einem Absolventen der Hochschule Furtwangen überreicht, dessen Abschlussarbeit sich inhaltlich durch einen besonders hohen Innovationsgrad, beträchtliche geistige Leistung, allgemein hohen wirtschaftlichen Wert sowie bedeutenden praktischen Nutzen für die jeweilige Bezugsgruppe (Unternehmen, Umwelt, Anwender etc.) auszeichnet. Der Preis soll Ansporn zur Leistung und zum innovativen Arbeiten sein.</p>
<p>Innovation steht also schon immer im Mittelpunkt unserer Unternehmenspolitik und wird nicht nur unternehmensintern, sondern auch extern gefördert.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>In welcher erneuerbaren Energiequelle sehen Sie zukünftig das höchste Potenzial?</p>
<p><strong>Rudolf Kastner:</strong> Das höchste Potenzial besitzt nach wie vor die Sonnenenergie. Bislang sind jedoch die technischen Möglichkeiten, diese Energie effizient zu nutzen und auch wirtschaftlich zu speichern, noch zu begrenzt, um den weltweit ständig steigenden Energiehunger zu stillen.</p>
<p>Aus technischer Sicht wird in den nächsten zwei Jahrzehnten vor allem die Windkraft (Offshore-Anlagen) eine maßgebliche Rolle bei der notwendigen Nutzung erneuerbaren Energiequellen spielen.</p>
<p>Die Nutzung erneuerbarer Energien wird allerdings bis auf Weiteres ohne Subventionen nicht auskommen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was macht, Ihrer Meinung nach, einen guten Unternehmer aus?</p>
<p><strong>Rudolf Kastner: </strong>Ganz wichtig sind aus meiner Sicht Weitblick und ein ausgeprägter Sinn für strategisches Handeln. Ebenso gehören hohe Innovationskraft, eine stringente Zielverfolgung sowie die Fähigkeit, die besten Mitarbeiter für sich zu gewinnen und für die Unternehmensziele zu begeistern, zu wesentlichen Eigenschaften eines guten und erfolgreichen Unternehmers. Darüber hinaus sollte eine werteorientierte Unternehmensführung nach innen und außen (s.a. Frage 1) sowie das Vorleben der Werteorientierung und der eigenen Ansprüche Dritten gegenüber aktiv praktiziert werden.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie waren selbst über sechs Jahre im Ausland tätig. Welche Bedeutung schreiben Sie internationalen Erfahrungen für eine erfolgreiche Kariere zu?</p>
<p><strong>Rudolf Kastner:</strong> In international tätigen Unternehmen ist internationale Erfahrung unabdingbar mit der Karriere verbunden. Wir leben in einer global agierenden Wirtschaft und ohne internationale Erfahrung können keine Führungspositionen erreicht werden.</p>
<p>Wenn möglich sollte man bereits während der Schulzeit und auf alle Fälle im Rahmen des Studiums erste Erfahrungen im Ausland sammeln. Dies wird bei der ersten Stellenbewerbung entscheidende Vorteile gegenüber andern mitbringen, die diese Erfahrung noch nicht gemacht haben.</p>
<p>Andere Kulturen und Lebensweisen kennen zu lernen ist nicht nur eine interessante Lebenserfahrung, sondern fördert auch die soziale Kompetenz in der Führung und Mitarbeit in international besetzter Teams im Unternehmen.</p>
<p>Persönlich hatte ich durch meine Auslandstätigkeit auch die Möglichkeit, in jungen Jahren Großprojekte zu führen. Eine Chance, die sich mir im Inland nicht geboten hätte. Große Erfolge in frühen Jahren ebnen schneller den Weg „nach oben“.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Angesichts des Ingenieurmangels in Deutschland wird es immer schwieriger für Unternehmen qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Warum, glauben Sie, lohnt sich ein Studium des Ingenieurwesens gerade heute besonders?</p>
<p><strong>Rudolf Kastner: </strong>Technischer Fortschritt ist ohne Ingenieure nicht denkbar und weltweit gab es immer eine gute „Konjunktur“ für kluge Ingenieure. Der heutige Mangel an Ingenieuren in Deutschland zeigt noch mal deutlich, dass sich die Wahl eines Studiums des Ingenieurwesens lohnt.</p>
<p>In Kombination mit einem guten betriebswirtschaftlichen Basiswissen hat ein Absolvent hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten in der Wirtschaft. Die Spitzenpositionen in den Unternehmen sind regelmäßig von Personen mit entsprechendem Ausbildungshintergrund besetzt.</p>
<p>meinsbh.de: Welche Anreize bietet speziell die EGT Nachwuchskräften und Absolventen?</p>
<p><strong>Rudolf Kastner: </strong>Die EGT steht für die Mitarbeit in einem innovativen, stark wachsenden Unternehmen. Die schnelle Übernahme von verantwortlichen Positionen, kurze Entscheidungswege, flache Hierarchien und der unmittelbare Kontakt zur Unternehmensführung sind wesentliche Merkmale unserer Unternehmens- und Führungskultur. Und natürlich erwartet jeden EGTler ein attraktives Arbeitsumfeld und nette Kolleginnen und Kollegen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie haben zahlreiche Ämter inne. Wie managen Sie Ihren Alltag? Bleibt da noch Zeit für Freunde und Familie?</p>
<p><strong>Rudolf Kastner: </strong>Wer nicht nur im Unternehmen sondern auch in der Gesellschaft etwas bewegen will, muss auch bereit sein, Ehrenämter zu übernehmen. Ich sehe hierin auch eine Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber, sich entsprechend zu engagieren.</p>
<p>Wenn der Einsatz für das Unternehmen und für die Gesellschaft von Erfolg gekrönt ist, dann ist auch eine 70-h-Woche keine Belastung. Unabhängig davon bedarf es aber auch eines guten Zeitmanagements und eines guten Mitarbeiterteams, um die Vielzahl der Aufgaben erledigen zu können.</p>
<p>Und ohne die Unterstützung und das Verständnis meiner Frau könnte ich diesen Einsatz ohnehin nicht leisten.</p>
<p>Für Familie und Freunde bleibt tatsächlich etwas wenig Zeit. Dafür wird diese umso intensiver genutzt, insbesondere um gemeinsam Sport zu machen oder Reisen zu unternehmen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Worin sehen Sie Ihren bisher größten Erfolg, sowohl privat als auch beruflich?</p>
<p><strong>Rudolf Kastner: </strong>(Beruf) Meinen größten Projekterfolg erzielte ich im Alter von 30 Jahren in Thailand als Inbetriebnahmeleiter des damals größten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks der Welt. Diese Erfahrung hat mein Berufsleben durchaus geprägt.</p>
<p>Als Unternehmer bin ich heute sehr zufrieden, die EGT mit einem hoch motivierten Mitarbeiterteam aus der Position eines lokalen Dienstleistungsunternehmens in die Gruppe der TOP 25 unserer Branche in Deutschland geführt zu haben. Mein Ziel, die EGT auch international zu positionieren, habe ich allerdings noch nicht erreicht. Aber ich arbeite daran und bin sicher, daß wir auch hier entsprechende Erfolge erzielen werden.</p>
<p>(Privat) Ich führe ein glückliches Familienleben und freue mich über den Lebensweg und den Erfolg meiner Kinder.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Das Interview wurde von Studenten der Hochschule Furtwangen (Fakultät Wirtschaft) per Email geführt. (Juni 2008).</p>
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		<title>Horst Siedle (Furtwangen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2008/07/17/interview-mit-horst-siedle-furtwangen/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 06:42:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[
Horst Siedle arbeitet seit nun mehr als 50 Jahren in seinem Unternehmen Siedle und Söhne OHG in Furtwangen. Doch der  Eigentümer und Geschäftsführer engagiert sich nicht nur für den erfolgreichen Fortbestand seines Unternehmens, sondern auch um das Wohlergehen seiner Mitbürger und der Stadt Furtwangen.

meinsbh.de: Ihr Unternehmen befindet sich seit mehr als 250 Jahren am gleichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Interview mit Horst Siedle (Furtwangen)" href="http://meinsbh.de/blogs/interviews/files/2008/07/horst-siedle.jpg">
<a href="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/fotos/horst-siedle.jpg" title="" class="shutterset_singlepic16" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/cache/16__90x120_horst-siedle.jpg" alt="Interview mit Horst Siedle (Furtwangen)" title="Interview mit Horst Siedle (Furtwangen)" />
</a>
</a></p>
<p>Horst Siedle arbeitet seit nun mehr als 50 Jahren in seinem Unternehmen <a title="www.siedle.de" href="http://www.siedle.de">Siedle und Söhne OHG</a> in Furtwangen. Doch der  Eigentümer und Geschäftsführer engagiert sich nicht nur für den erfolgreichen Fortbestand seines Unternehmens, sondern auch um das Wohlergehen seiner Mitbürger und der <a title="www.furtwangen.de" href="http://www.furtwangen.de">Stadt Furtwangen</a>.</p>
<p><span id="more-70"></span></p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Ihr Unternehmen befindet sich seit mehr als 250 Jahren am gleichen Standort in Furtwangen. Was bietet der Standort Furtwangen für Sie als Unternehmen?<br />
Haben Sie bereits über einen Standortwechsel oder gar eine Expansion ins Ausland nachgedacht?</p>
<p><strong>Horst Siedle:</strong> Der Erhalt des Standorts Furtwangen ist eines der obersten Ziele des Unternehmens, auch für die Zukunft verbindlich festgeschrieben in unserem Leitbild. Der Standort bietet uns ein gutes Umfeld und die qualifizierten, motivierten und loyalen Mitarbeiter, auf die wir im internationalen Wettbewerb angewiesen sind. Aber das ist nicht der Hauptgrund für die Standorttreue. Siedle bleibt in Furtwangen, weil wir hier verwurzelt sind und weil Unternehmen soziale Verantwortung tragen. Im Ausland billig produzieren und in Deutschland teuer verkaufen – das passt nicht zu unserer Unternehmensphilosophie.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Die Siedle und Söhne OHG ist ein Familienunternehmen. Welche Änderungen und Einschnitte haben seine Geschichte geprägt?</p>
<p><strong>Horst Siedle: </strong>Siedle gibt es seit mehr als einem Vierteljahrtausend. So lange kann man als Unternehmen nur bestehen, wenn man ständig und rechtzeitig auf Veränderungen reagiert. Wir haben viele Innovationen erlebt, einige davon als Pionier: Von der Glockengießerei zur Schwachstromtechnik, dann zur Telefonie und Telegrafie, schließlich zur Haus- und Türkommunikation. Wir mussten uns immer auf neue Technologien und veränderte Märkte reagieren. Wer das nicht geschafft hat, den gibt es heute nicht mehr – so wie die Uhrenindustrie, die den Schwarzwald einmal geprägt hat. Wir mussten immer etwas schneller und etwas besser sein als die anderen. Das prägt ein Unternehmen, und diese Erfahrung kommt uns heute zugute, denn das Innovationstempo ist sehr viel schneller, der Wettbewerb härter geworden.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was macht Ihr Unternehmen zu einem attraktiven Arbeitsgeber? Welche Angebote und Aufstiegsmöglichkeiten bieten Sie Ihren Arbeitnehmern?</p>
<p><strong>Horst Siedle:</strong> Bei uns steht der Mitarbeiter an erster Stelle. Siedle-Mitarbeiter wissen und spüren, dass sie nicht nur als Kostenfaktor gesehen werden. Das äußert sich in einer Vielzahl von Sozialleistungen, aber auch in der Tatsache, dass wir auch in Zeiten, in denen das Geschäft nicht optimal lief, alles getan haben, um Kündigungen zu vermeiden. Wir erwarten Loyalität, aber wir sind umgekehrt auch loyal. Das ist, leider, ein Vorteil geworden im Wettbewerb um gute Nachwuchskräfte, wenn heute große Konzerne mit stolzen Namen Leute auf die Straße setzen, obwohl sie Rekordgewinne einfahren. Aber das ist natürlich nicht alles. Als Marktführer und international agierendes Unternehmen bieten wir interessante Perspektiven, mit allen Vorteilen eines mittelständischen Unternehmens: Flache Hierarchien, kurze Entscheidungswege, überschaubare Strukturen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie sind europaweit eines der führenden Unternehmen der Gebäudekommunikationstechnik. Wie heben Sie sich von Ihrer Konkurrenz ab? Was macht Ihre Produkte so einzigartig?</p>
<p><strong>Horst Siedle: </strong>Die Qualität. Marktführer bleibt man nur, wenn man auch Technologie-, Design- und Qualitätsführer ist. Siedle-Produkte müssen immer besser sein als die der Wettbewerber, sie müssen sich einfacher installieren und bedienen lassen, besser funktionieren, besser aussehen und länger halten. Das galt schon immer, in Zeiten der Globalisierung gilt es umso mehr. Im Preiskampf hätten wir keine Chance, wir können nur bestehen durch überlegene Qualität.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was sind für Sie die wichtigsten Faktoren, dass ein Unternehmen langfristig und profitabel wirtschaften kann?</p>
<p><strong>Horst Siedle: </strong>Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Aus- und Weiterbildung haben bei uns einen hohen Stellenwert. Wir können weder auf billige Arbeitskraft noch auf billige Rohstoffe setzen. Es bleibt uns nichts übrig, als besser zu sein, und besser wird man durch bessere Leute. Das gilt vom Arbeiter bis zur Geschäftsführung.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie engagieren sich sehr für den Erhalt der <a title="www.furtwangen.de" href="http://www.furtwangen.de">Stadt Furtwangen</a> und unterstützen ihre öffentlichen Einrichtungen. Wie kam es zu Ihrer starken Bindung und Verbundenheit gegenüber der Stadt Furtwangen?</p>
<p><strong>Horst Siedle: </strong>Ich bin der Überzeugung, dass man als Unternehmer nicht nur zu fordern, sondern der Gesellschaft etwas zurückzugeben hat. Das tue ich. Nicht nur, aber ganz besonders hier in Furtwangen. Meine Familie lebt seit Jahrhunderten hier, mein Unternehmen ist hier gewachsen. Tradition verpflichtet, und Erfolg verpflichtet ebenso.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie schätzen Sie das wirtschaftliche Potenzial und die momentane Lage der Region <a title="Gewinnerregion Schwarzwald-Baar-Heuberg" href="http://www.meinsbh.de">Schwarzwald-Baar- Heuberg</a> ein?</p>
<p><strong>Horst Siedle:</strong> Die Region hat eine gesunde wirtschaftliche Struktur, die geprägt ist von mittelständischen Betrieben. Viele davon sind sehr innovativ, viele haben ihr Geschäft international ausgerichtet. Das sind schon gute Voraussetzungen, dazu kommt ein unschätzbares Plus für die Region: Junge Menschen aus der ganzen Welt finden an der Hochschule Furtwangen optimale Ausbildungsbedingungen. Davon profitieren natürlich auch die Unternehmen bei der Suche nach qualifizierten Nachwuchskräften.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Verwenden Sie auch in Ihrem Haus Ihre eigenen Kommunikationsprodukte?<br />
<strong><br />
Horst Siedle:</strong> Selbstverständlich.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Haben Sie für die Zukunft neue Projekte oder Veränderungen innerhalb Ihres Unternehmens geplant?</p>
<p><strong>Horst Siedle:</strong> Der enorme Innovations- und Wettbewerbsdruck zwingt uns permanent zu Veränderungen. Wer stehenbleibt, wird sofort überholt. Dementsprechend investiert Siedle laufend in Personal- und Produktentwicklung.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Peter Michael Binder (Tuttlingen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2008/07/02/interview-mit-peter-michael-binder-tuttlingen/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 13:16:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Interview mit Peter Michael Binder (Tuttlingen)" href="http://meinsbh.de/blogs/interviews/files/2008/07/0703binder763.jpg"></a>
<a href="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/fotos/0703binder763.jpg" title="" class="shutterset_singlepic3" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/cache/3__85x120_0703binder763.jpg" alt="Interview mit Peter Michael Binder (Tuttlingen)" title="Interview mit Peter Michael Binder (Tuttlingen)" />
</a>
</p>
<p>Peter Michael Binder führt das Familienunternehmen <a title="www.binder-world.com" href="http://www.binder-world.com">BINDER GmbH</a> seit 1982. Sehr großen Wert legt er auf die Unverwechselbarkeit der Marke und der Produkte über das Design.<br />
Die <a title="www.binder-world.com" href="http://www.binder-world.com">Binder GmbH</a> hat sich auf die Simulation exakter physikalischer, chemischer<br />
und biologischer Umgebungsbedingungen für industrielle und wissenschaftliche<br />
Labors konzentriert. Mit derzeit weltweit 300 Mitarbeitern erwirtschaftete Binder<br />
2007 rund 43Mio.€ Umsatz. Der Absatz erfolgt über Tochtergesellschaften oder Vertriebsstützpunkte mit Kunden in mehr als 120 Ländern.</p>
<p><span id="more-68"></span><strong>meinsbh.de:</strong> Sie bieten eine Breite Palette kundenspezifischer Produkte. In welchen Bereichen werden sie eingesetzt?</p>
<p><strong>Peter Michael Binder:</strong> Simulationsschränke werden hauptsächlich im wissenschaftlichen und im industriellen Bereich eingesetzt. Im ersteren geht es hauptsächlich um das Langzeitlagern und beliebigen Vermehren von biologischem Material. Hauptkunden hierfür sind vor allem die pharmazeutische Industrie, die Biotech-Industrie, die Lebensmittelindustrie und die Spitzenforschungsinstitute an Universitäten, Kliniken und privaten Einrichtungen. Im industriellen Bereich geht es um die Qualitätssicherung durch beschleunigte Alterung, hervorgerufen durch extreme Temperaturen und Klimata.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Warum haben Sie sich dazu entschlossen den Weg ihres Vaters nicht fortzuführen? Wie hat sich Ihr Unternehmen über die Jahre hinweg weiterentwickelt?</p>
<p><strong>Peter Michael Binder:</strong> Die Produkte des väterlichen Unternehmens hatten ein relativ niedriges Know-How-Niveau und konnten so an einem derart teuren Standort wie Deutschland nicht mehr weiter gefertigt werden. Dies und die Möglichkeit, mit einem neuen Geschäftsmodell in völlig andere Größenordnungen wachsen zu können, haben den Ausschlag gegeben, dieses Risiko in Kauf zu nehmen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie wichtig sind der Binder GmbH Investitionen in Forschung und Entwicklung?</p>
<p><strong>Peter Michael Binder:</strong> Investitionen in Forschung und Entwicklung sind für die BINDER GmbH von enormer Bedeutung. Innovationen im Bereich Simulationsschränke sind schlicht und ergreifend der Wachstumsmotor unseres Unternehmens und haben zu einer nachhaltigen Differenzierung zu Wettbewerbern geführt und sind somit die Quelle unseres Erfolgs. Wir haben 2005 unser hochmodernes FEZ (Forschungs- und Entwicklungszentrum) in Tuttlingen eingeweiht. Hier findet ein großes Team an Ingenieuren aus den Bereichen mechanische Konstruktion, Elektrotechnik, Regelungstechnik, Verfahrenstechnik und Strömungstechnik optimale Arbeitsbedingungen. Wir wenden deutlich über 10% unseres Umsatzes für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie haben Geschäftspartner in 120 Ländern. Haben Sie schon einmal in betracht gezogen Ihre Produktion ins Ausland zu verlegen? Warum haben Sie es nicht getan?</p>
<p><strong>Peter Michael Binder: </strong>Natürlich haben wir die Option einer Auslandsfertigung mehrfach überprüft, sind aber zu dem Ergebnis gekommen, dass Deutschland nach wie vor ein hervorragender Produktionsstandort für komplexe Geräte ist, wenn Management und Belegschaft vertrauensvoll zusammenarbeiten. Dies ist bei uns der Fall, wie die langjährige Success-Story von BINDER eindrucksvoll belegt.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was machen Sie um sich von der Konkurrenz abzuheben?</p>
<p><strong>Peter Michael Binder: </strong>Maximaler Kundennutzen besteht aus drei Dingen: einer überlegenen Produktleistung, einer Top-Beratung beim Verkauf und einer Top-Serviceleistung nach dem Verkauf über die Lebensdauer des Produkts. Diese drei Dinge wollen wir besser machen als unsere Wettbewerber und darum kämpfen wir jeden Tag.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Die Binder GmbH vergibt seit 1998 den Binder Innovationspreis. Welche Ziele erhoffen Sie sich?</p>
<p><strong>Peter Michael Binder: </strong>Zum einen wollen wir Wissenschaftler motivieren, in unserem Kerngebiet rund um die Zellkulturen Außergewöhnliches zu leisten. Die hohe Qualität der abgegebenen Arbeiten der vergangenen 10 Jahre steht für die Güte und Attraktivität dieses Preises. Natürlich wollen wir auf diesem Weg auch den Namen BINDER in der Wissenschaft verankern und sie bereits im Forschungsbereich gerätetechnisch optimal unterstützen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Ingenieure sind inzwischen in Deutschland Mangelware. Welche Anreize, Perspektiven und Aufstiegsmöglichkeiten bieten Sie um die Fachkräfte zu gewinnen?</p>
<p><strong>Peter Michael Binder: </strong>Die desolate Entwicklung des Arbeitsmarkts bei technischem Personal, insbesondere bei Ingenieuren, hat mittlerweile durchaus die Dimension eines echten Standortnachteils für Deutschland erreicht. Als Industrieunternehmen sind wir an einer langfristigen Sicherung unseres Personalbedarfs vital interessiert. Hierbei benutzen wir die volle Spannweite des Personalmarketings. Insbesondere aber haben wir auch unsere Aufwendungen im Ausbildungsbereich erheblich gesteigert und bieten mehr und mehr Karriereentwicklungspläne für fähige Mitarbeiter nach amerikanischem Vorbild an. Neben vertikalen Karrieren, die in Richtung Führung von Mitarbeitern und Tragen von Verantwortung für diese abzielen, ermöglichen wir auch horizontale Karrieren hinsichtlich einer tiefen Spezialisierung. Immer mehr werden auch berufsbegleitende Weiterbildungsprogramme bis hin zu Ausbildungskursen an international bekannten Business-Schools wie der London Business School von uns finanziert. Unsere Förderung und das Engagement für die Fachhochschule Furtwangen, Kampus Tuttlingen, ist bekannt.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie scheinen die Herausforderung zu lieben und stecken sich sowohl privat als auch beruflich hohe Ziele. Können Sie uns einige davon nennen?</p>
<p><strong>Peter Michael Binder: </strong>Ja, ich liebe Herausforderungen. Allerdings habe ich manchmal den Eindruck, dass ich nicht die Herausforderungen suche, sondern diese mich. In jedem Fall bemühe ich mich, die Dinge, welche ich tue, gut zu machen. Insbesondere meinen Job, das Skifahren und meine große Leidenschaft, die Jagd.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Woraus schöpfen Sie Ihre Kraft? Woher kommt Ihr Ehrgeiz?</p>
<p><strong>Peter Michael Binder:</strong> Erfreulicherweise bin ich mit einer guten Konstitution ausgestattet. Offensichtlich habe ich auch ein feines Gespür für meinen Körper, rechtzeitig nachzugeben, bevor dieser ernsthaft unter einer zu großen Belastung leidet. Entscheidet für Höchstleistungen sind natürlich auch Entspannungsphasen und positive Erlebnisse, vor allem auch im privaten Umfeld, also Freude am Leben. Dies ist sicherlich eine unerschöpfliche Quelle der Kraft. Warum man das alles tut? Vermutlich aus Egoismus. Ich glaube es ist so ähnlich wie ein Sportler, der sich jeden Tag beweisen muss, dass er noch ein bisschen schneller laufen oder etwas höher springen kann.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie sind ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann, wie schaffen Sie es trotzdem noch Zeit für ihre Familie zu finden?</p>
<p><strong>Peter Michael Binder: </strong>Das Thema Work-Life-Balance beschäftigt mich zunehmend. Zu Beginn meiner Karriere als Unternehmer habe ich drei Tage die Woche studiert und vier Tage gearbeitet &#8211; nach Abschluss meines Studiums der Elektrotechnik dann nur noch gearbeitet. Heute kann ich sagen: Montag bis Freitag gehöre ich dem Unternehmen. Die Wochenenden sind eher für den privaten Bereich reserviert und dabei fühle ich mich wohl. Damit mich die ständig wachsende Arbeitsfülle nicht erdrückt, muss die Entwicklung des Top-Managements und der Organisation kontinuierlich vorangetrieben werden – was jedoch in einem so rasant wachsenden Unternehmen wie BINDER nicht immer einfach ist.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was war Ihrer Meinung nach Ihr größter Erfolg?</p>
<p><strong>Peter Michael Binder:</strong> Erfolge gibt es einige. Es ist schwer, den größten herauszusuchen, zumal die Success-Story BINDER ja noch weiter geht. Ein großer Erfolg für mich als Ingenieur war natürlich die Erfindung der APT-Line Technologie und das anschließende Aufrollen der Weltmärkte. Aber wie gesagt, die Reise ist noch nicht zu Ende, und die Antwort auf diese Frage in vielleicht zehn Jahren wird sicherlich anders ausfallen.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Dieses Interview wurde von Studenten der Hochschule Furtwangen geführt. (Sommersemester 2008)</p>
<p>Die Projektgruppe wird ehrenamtlich geleitet von  <a title="Matoma Internet Consulting, Trossingen" href="http://www.matoma.de">Matoma Internet Consulting, Trossingen.</a></p>
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		<item>
		<title>Dr. Günther Möckesch (Triberg)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2008/06/13/interview-mit-herrn-dr-gunther-mockesch-triberg/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 14:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Doktor Günther Möckesch wurde 1956 in Triberg geboren. Er studierte Maschinenbau in Karlsruhe, obwohl er am liebsten Archäologie studiert hätte, da er bereits damals, wie auch heute noch sehr an Geschichte interessiert ist.
Mit 31 Jahren war er der jüngste Produktionsleiter Deutschlands bei der Müller Weingarten AG. 1990 wurde er  Verantwortlicher für die Forschung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Doktor Günther Möckesch wurde 1956 in <a href="http://www.triberg.de" title="Linkz zur Stadt Triberg im Schwarzwald-Baar-Kreis">Triberg</a> geboren. Er studierte Maschinenbau in Karlsruhe, obwohl er am liebsten Archäologie studiert hätte, da er bereits damals, wie auch heute noch sehr an Geschichte interessiert ist.</p>
<p>Mit 31 Jahren war er der jüngste Produktionsleiter Deutschlands bei der Müller Weingarten AG. 1990 wurde er  Verantwortlicher für die Forschung und Entwicklung bei SAP und machte sich später in Boston selbstständig und ist es bis heute.<br />
Obwohl er in Miami lebt, engagiert er sich dennoch als Investor in seiner Heimatregion <a href="http://www.gewinnerregion.de" title="Link zur offitiellen Seite der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, der Gewinnerregion.">Schwarzwald-Baar-Heuberg</a> und besucht sie regelmäßig.<br />
<span id="more-66"></span><strong><br />
meinsbh.de: </strong>Sie haben der Unternehmung <a href="http://www.foerderer.de/" title="Förderer Magnetsysteme AG">Förderer-Magnetsysteme</a> in <a href="http://www.niedereschach.de" title="zur Gemeinde Niedereschach im Schwarzwald-Baar-Kreis">Niedereschach</a> als Investor wie auch als Berater tief unter die Arme gegriffen. Können Sie uns Ihre Vorgehensweise erläutern, wie Sie die Schwachpunkte einer Unternehmung erkennen und beseitigen und warum Sie Firma Förderer ausgewählt haben?</p>
<p><strong>Dr. Günther Möckesch: </strong>Auf Grund der Kreditkrise in Amerika, in der auch viele Banken in Deutschland involviert sind, haben mittelständischen Unternehmen wie Förderer der Zeit Schwierigkeiten Kredite bei Banken zu bekommen. Viele Banken sind nun sehr zurückhaltend geworden, was die Finanzierungsmöglichkeiten der Unternehmung erheblich einschränkt. Zudem freue ich mich wieder im Bereich des Maschinenbaus, was ich studiert habe, arbeiten zu können.<br />
Um die Produktivität effizient zu erhöhen und den Verschleiß zu mindern haben wir mit externen Beratern unsere Stücklisten wie die Produktionsplanung neu verfasst. Dies sind  häufige Schwachstellen, die in vielen mittelständischen Unternehmen anzutreffen sind.<br />
Als ich bei Förderer Investor wurde, waren wir nur C- Lieferant. Mittlerweile gehören wir zu den A- Lieferanten, weil wir durch Qualität unserer Produkte überzeugen konnten. Ebenso war die Umsatzrendite im Minus, wir befinden uns heute aber wieder im Aufschwung. Unser Ziel ist es nun den Umsatz in den nächsten 5 Jahren zu verdoppeln.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Welches Leitbild muss Ihrer Meinung nach ein Unternehmen haben, um erfolgreich und langfristig wirtschaften zu können?</p>
<p><strong>Dr. Günther Möckesch: </strong>Ein Unternehmen muss eine saubere, konsequente Strategie entwickeln und verfolgen. Es muss darauf achten eine hohe Kundenzufriedenheit zu erreichen und beizubehalten, wie auch zufriedene und motivierte Mitarbeiter an seiner Seite zu haben.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie sind Mitgründer der <a href="http://www.erlebniswelt-triberg.de" title="Erlebniswelt Triberg">Erlebniswelt Triberg</a>. Welcher Grundgedanke steckt hinter diesem Projekt und wie haben Sie ihn realisiert?</p>
<p><strong>Dr. Günther Möckesch: </strong>Es gibt zwei dafür zwei Grundgedanken. Der erste ist, dass meine Mutter einer Tribergerin war und ich gerne, wenn ich in Deutschland bin meinen Aufenthalt in Triberg verbringe. Der zweite ist, dass dort eine ganz spezielle Situation, wie auch ein Grundtourismus herrscht. Triberg war ursprünglich von der mechanischen Uhrenindustrie geprägt. Man siedelte sich im Stadtzentrum an nahe dem Wasserfall, der als Energielieferant diente. Als jedoch in den sechziger Jahren ein Umbruch in der Uhrenindustrie geschah und Triberg diesen komplett verschlafen hatte, brach der Wirtschaftsstandtort zusammen. Heute befindet sich ein Riesenloch im Stadtinneren, da die damaligen Fabrikgebäude abgerissen wurden. Als der Tourismus, welcher hauptsächlich Tagestourismus ist,  rückläufig wurde fragte mich die Stadt, ob ich ihnen, wegen meines Engagements an dem <a href="http://www.parkhotel-wehrle.de" title="Parkhotel Wehrle">Parkhotel Wehrle</a>, bei Realisation des Projektes „Erlebniswelt Triberg“ helfen könne.<br />
Seitdem arbeite ich an diesem Projekt, habe die Betreiberrechte für den Wasserfall erworben und habe es zu einer Aktiengesellschaft gemacht, um es an die Börse zu bringen. Zwar wird es durch die Landesregierung unterstützt, aber in Form einer AG bekommen wir mehr finanzielle Mittel für den Fortbestand des Projekts und die Triberger können sich in Form von Aktien daran beteiligen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Man könnte Sie auch als „ Samariter der Region“ bezeichnen. Sie haben dem Parkhotel Wehrle in Triberg wie auch der Förderer- Magnetsystemen in Niedereschach mit Geld, Rat und Tat zur Seite gestanden. Was waren Ihre Gründe für Ihr Handeln am Parkhotel?</p>
<p><strong>Dr. Günther Möckesch: </strong>Ich bin kein Samariter der Region.<br />
Ich bin sozial orientiert versuche die Mitarbeiter am Erfolg zu beteiligen.<br />
Wie schon erwähnt liegt meine Heimatverbundenheit daran, dass meine Mutter aus Triberg stammt und ich mich gerne bei meinen Deutschlandaufenthalten in Triberg aufhalte und im Parkhotel Wehrle wohne.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Können Sie uns bitte ein wenig über die Umgestaltung des Parkhotels Wehrle berichten?</p>
<p><strong>Dr. Günther Möckesch: </strong>Ich bin 2001 als Partner an dem Parkhotel Wehrle eingestiegen mit einer damaligen Auslastung von 17 %, die wir bis heute um den Faktor 4 erweitern konnten. 2003 -04 haben wir das komplette Hotel renoviert und mit antikem Mobiliar ausgestattet. Daraufhin erfolgte 05-07 der Umbau wie auch Anbau eines großzügigen Wellnessbereiches. Nun bieten wir 160 Behandlungen an, zu denen auch medizinische Programme gehören. Wir können Mittels Blutbilder einen auf den Kunden spezifisch entwickelten Ernährungsplan erstellen, der ihnen mit Leichtigkeit nicht nur eine gesunde und ausgewogene Ernährung garantiert, sondern auch für den Gewichtsverlust enorm hilfreich ist. Zudem besitzen wir 5 Sterne, bieten das internationale Programm „Time share“ an und sind wieder das renommierteste Haus am Platz.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie schätzen Sie die wirtschaftliche Lage Deutschlands ein?</p>
<p><strong>Dr. Günther Möckesch: </strong>Deutschland besitzt relativ viel Facharbeiterpotential, da es die beste Ausbildung in für Facharbeiter wie auch für Ingenieure anbietet. Dennoch denke ich, dass Deutschland  auf Dauer gegen Länder wie Indien allein quantitativ verlieren wird. Denn mit der Globalisierung sind nicht nur die Märkte transparenter geworden, sondern auch die Rollen als Investoren, Unternehmern, Konsumenten und Arbeitern. In alle diesen Bereichen herrscht nun eine international Konkurrenz.<br />
Früher waren wir als Volkswirtschaft isoliert, doch die Zeiten haben sich geändert. Meiner Meinung nach hat Deutschland noch nicht verstanden, wie man international agiert und konkurrenzfähig ist. Wir haben eine sehr hohe Steuerlast, wie kaum in anderen Ländern der Fall ist. Diese Last trägt vor allem der Mittelstand, was sehr bedauerlich ist, weil ca 99 % der deutschen Firmen mittelständische Betriebe sind und somit kaum eine Chance auf einen Aufstieg bekommen.<br />
In Deutschland scheint es so zu sein, dass wenn ein Manager erfolgreich ist bekommt er viel Geld, wenn er nicht erfolgreich ist, bekommt er nicht ganz so viel Geld. Die Topgehälter sind meist nicht mehr leistungsorientiert, sondern sind mit der Position verknüpft. In Amerika dagegen wird man noch leistungsorientiert besoldet. Wenn man ein Geschäft in den Sand setzt, bekommt man die Konsequenzen zu spüren. Deutschland sollte anfangen sich den Veränderungen der Globalisierung an zu passen, da ansonsten Länder wie Indien, China und Japan sie schnell einholen und sogar übertrumpfen werden.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie haben in Florida zwei Häfen gekauft, umgebaut und die entstandenen Liegeplätze an Yachtbesitzer verkauft. Wie sind Sie auf diese Idee gekommen bzw. auf diese Marktlücke gestoßen? Hat Sie die Immobilienkrise in den USA auch getroffen?</p>
<p><strong>Dr. Günther Möckesch: </strong>Die Idee entstand dadurch, dass ich keinen Anlegeplatz für mein erstes Boot in Miami gefunden habe. Also kaufte ich die Häfen, lies sie umbauen, nahm mir einen eigenen Anlegeplatz und verkaufte die Übrigen.<br />
Ich bin frühzeitig aus dem Immobiliengeschäft ausgestiegen, da ich es hatte kommen sehen.<br />
Wenn der Wert der Häuser stetig immens steigt, ebenso die Verkäufe der Häuser steigen, bei gleich bleibenden Gehältern, ist dies ein Indikator, dass etwas seitens der Banken nicht stimmen kann. In der Tat haben sie angefangen sehr „kreative Bankgeschäfte“ anzubieten und haben den Anschein vermittelt, dass man sich die Häuser immer leisten könne, auch wenn man keine Sicherheiten anbieten kann. Natürlich hat die amerikanische Bevölkerung diese Sub-prime Kredite angenommen und wir haben alle mitbekommen wie es geendet hat.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was zeichnet für Sie eine gute Unternehmerin, ein guter Unternehmer aus? Welche Charaktereigenschaften sollten die Führungspersonen mit sich bringen?</p>
<p><strong>Dr. Günther Möckesch: </strong>Die Hauptaufgabe eines jeden Unternehmer oder einer Führungsperson ist es sein Profit zu maximieren. Das Hauptergebnis ist wiederum leider in der Zwischenzeit so, dass die Mitarbeiterkomponente nicht mehr als allzu wichtig gesehen wird. Viele Unternehmer vergessen zu leicht, dass der Unternehmenserfolg mit der Arbeit und auch der Motivation der Mitarbeiter abhängt.<br />
Besonders in Amerika wird die Unternehmensloyalität relativ klein geschrieben. Man lebt nach dem „hire and fire“ Prinzip. Sie sind bereit  Risikos einzugehen, was ich persönlich als eine sehr wichtige Eigenschaft erachte. Wenn etwas schief läuft, steht man wieder auf.<br />
Ich empfinde diese Haltung keines falls als negativ, da jeder Mensch der Unternehmer für sich selbst ist, und wenn er das nicht erkennt delegiert er die Verantwortung für sein Leben an jemand anderen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was war für Sie persönlich Ihr bislang größter Erfolg?</p>
<p><strong>Dr. Günther Möckesch: </strong>Erfolg im geschäftlichen Sinn habe ich explizit keine Antwort. Ansonsten, dass ich unabhängig, mein eigener Chef bin und mir keiner sagt was ich machen muss. Ebenso, dass ich es geschafft habe mich in mehreren Kulturen zurechtzufinden. Mein Vater stammt aus Rumänien und nun lebe ich in Amerika. So etwas wie einen Kulturschock habe ich nie erlebt, da ich denke, dass dies die eigene Unfähigkeit ist sich mit der fremden Kultur auseinander zu setzen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was vermissen Sie am meisten an Deutschland?</p>
<p><strong>Dr. Günther Möckesch: </strong>Die Berge und die deutsche Gemütlichkeit. Wenn ich hier im Schwarzwald in eine Kneipe reinkomme gibt es so einfache Dinge wie Linsen mit Würstchen und Bier vom Fass.<br />
Ich denke, je älter man wird, desto mehr vermisst man immer mehr Dinge aus seiner Jugend.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was wird Ihr nächstes Projekt sein? Was haben Sie für Ihre Zukunft geplant?</p>
<p><strong>Dr. Günther Möckesch: </strong>Das kann ich nicht sagen, weil ich es noch nicht weiß. Ich bin in der glücklichen Situation, dass ich kein Projekt mehr brauche. Ich habe mich erst vor kurzem gegen ein Hotelbau-Projekt auf einer Insel entschieden.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie kamen Sie zu Ihren bisherigen Projekten? Wurden Sie angesprochen?</p>
<p><strong>Dr. Günther Möckesch: </strong>Meine Projekte wurden mir teilweise angeboten viele davon waren aber auch meine eigenen Ideen. Ich bevorzuge allerdings eher schwierig realisierbare Projekte, da ich die Herausforderung liebe.<br />
Ich hatte bisher das Glück, dass all meine Großprojekte erfolgreich waren auch wenn ein Kleineres nicht funktioniert hat. Man darf nur nicht danach aufgeben, sondern gleich mit etwas Neuem anfangen.<br />
Man lernt erst dann die Höhen zu genießen, wenn man zuvor Tiefen durchlebt hat.</p>
<p>&#8211;<br />
Dieses Interview wurde persönlich, in einem face-to-face Interview mit Herrn Doktor Möckesch durchgeführt.<br />
Die Antworten wurden von der Projektgruppe aus ihren Aufzeichnungen verfasst.</p>
<p>Das Interview wurde im Frühjahr 2008 von Studenten der Hochschule Furtwangen für das Netzprojekt der <a href="http://www.meinsbh.de" title="Netzprojekt der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg">Region Schwarzwald-Baar-Heuberg</a> (<a href="http://www.meinsbh.de" title="meinsbh.de Die Startseite der Gewinnerregion">www.meinsbh.de</a>) geführt.</p>
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		<item>
		<title>Dipl.-Ing. Erich Willimsky (Furtwangen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2008/05/31/interview-mit-dipl-ing-erich-willimsky-furtwangen/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 May 2008 15:29:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Interview mit Dipl.-Ing. Erich Willimsky (Furtwangen)" href="http://meinsbh.de/blogs/interviews/files/2008/06/willimsky.jpg"></a>
<a href="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/fotos/willimsky.jpg" title="" class="shutterset_singlepic67" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/cache/67__120x130_willimsky.jpg" alt="Interview mit Dipl.-Ing. Erich Willimsky (Furtwangen)" title="Interview mit Dipl.-Ing. Erich Willimsky (Furtwangen)" />
</a>
</p>
<p>Dipl.- Ing. Erich Willimsky wurde am 05.09.1949 in Furtwangen geboren.<br />
Er studierte an der FH Esslingen und an der TH Darmstadt Maschinenbau und begann seine Karriere als Ingenieur bei der Fa. KSB in Frankenthal.<br />
Seit 1988 ist er Geschäftsführer und Managing Director der <a title="Link zur Fa. Scherzinger in Furtwangen" href="http://www.scherzinger.de">Scherzinger GmbH &amp; Co. KG</a> in  <a title="Link zur Stadtverwaltung Furtwangen im Schwarzwald-Baar-Kreis" href="http://www.furtwangen.de">Furtwangen</a>.</p>
<p><span id="more-63"></span> <strong>meinsbh.de:</strong> Sie sind auf vielen Messen anzutreffen, wie wichtig ist Ihnen der persönliche Kundenkontakt?</p>
<p><strong>Erich Willimsky:</strong> Der persönliche Kundenkontakt ist uns sehr wichtig &#8211; er ist durch nichts zu ersetzen &#8211; nicht durch Telefon und nicht durch E-Mail.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie agieren weltweit. Haben Sie in Zukunft weitere Standorterweiterungen im Ausland geplant?</p>
<p><strong>Erich Willimsky:</strong> Wir gehen da ins Ausland, wo Märkte für unsere Produkte sind. Dabei müssen wir stets aufpassen, dass wir uns mit unseren limitierten personellen Ressourcen nicht verzetteln. Wir werden z.B. noch nach Brasilien und Japan gehen, wo sich sicherlich auch Chancen für Scherzinger bieten. In 2008 liegt der Schwerpunkt auf einer Verstärkung der Basis zuhause &#8211; schließlich sollen neue Märkte nicht zu Lasten bestehender Kunden erschlossen werden.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Der Hauptsitz der Pumpenfabrik Ernst Scherzinger GmbH&amp; Co. KG befindet sich immer noch in Furtwangen. Was macht die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg für Sie zu einem so attraktiven Standort?</p>
<p><strong>Erich Willimsky:  </strong>Scherzinger wurde vor über 70 Jahren in Furtwangen gegründet und ist hier quasi „aufgewachsen&#8221;. Da entstand eine Stamm-Mannschaft mit Betriebstreue und Bodenständigkeit. Sie wird durch junge Menschen kontinuierlich erneuert, die sich in dieser Region auch wohl fühlen.<br />
Die Charaktereigenschaften dieser Menschen passen zur Firma und zum Produkt.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was verbinden Sie persönlich mit der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg (Gewinnerregion)? Wie schätzen Sie ihr wirtschaftlichesvPotential ein?</p>
<p><strong>Erich Willimsky: </strong>Unsere Region bietet eine gute Mischung aus Industrie und Natur, sie ist nicht überlaufen, nicht zu dicht besiedelt und doch angekoppelt an die große Welt. Für Aus- und Weiterbildung ist eine gute Struktur vorhanden &#8211; da nimmt man Nachteile an anderer Stelle in Kauf.<br />
In unseren Führungsleitsätzen stehen Familie, Umwelt und Gesundheit ganz weit oben.<br />
Das wirtschaftliche Potenzial ist fast ideal für die typischen KMUs, die kontinuierliches<br />
Wachstum aufweisen, sich auch regelmäßig erneuern und mit Neugründungen ergänzt werden.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Worin sehen Sie die Hauptvorteile in einer internationalen Produktion?</p>
<p><strong>Erich Willimsky: </strong>Wir haben z. Zt. noch keine internationale Produktion. Wir prüfen seit über 10 Jahren immer wieder, ob eine Auslandsproduktion Sinn macht &#8211; bisher sprach jedoch die Risiko-Abwägungen stets dagegen. Dabei ist das „billiger Produzieren&#8221; für uns zweitrangig &#8211; es sind eher der Druck der lokalen Wertschöpfung von Seiten mancher Kunden oder jetzt z.B. die stark steigenden Transportkosten, die auch uns regelmäßig zu solchen Überlegungen zwingen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie sind Geschäftsführer und Managing Director: Was ist Ihrer Meinung nach das Erfolgsgeheimnis um am internationalen Markt konkurrenzfähig zu sein und auch künftig zu bleiben?</p>
<p><strong>Erich Willimsky: </strong>Es gilt, die richtige Mischung zu finden aus einem regionalen Netzwerk in Verbindung mit globalem Handeln. Eine sinnvolle Kombination aus Innovationen und etablierten Produkten, verbunden mit der Anpassung an länderspezifische Gegebenheiten sichert den Markterfolg auch international. Dabei sind die richtige Auswahl und der konsequente Ausbau von Kernkompetenzen entscheidend für den Erhalt der Konkurrenzfähigkeit.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Neben einer breiten sehr breiten Produktpalette von verschiedensten Pumpenmodellen bieten Sie auch Pumpen für andere Industriezweige, wie zum Beispiel Chemical, Medical und  Energy an. Welcher Branche schenken Sie die größte Bedeutung?</p>
<p><strong>Erich Willimsky: </strong>Wir streben eine Balance unter den Geschäftsfeldern an, in denen wir tätig sind, um eine gewisses Maß an Branchenunabhängigkeit zu erreichen. Dazu ist es erforderlich, da zu pushen, wo wir noch schwach sind &#8211; ohne dabei andere Bereiche, die  gut laufen, zu sehr zu vernachlässigen. Das ist nicht immer leicht. So müssten wir z.B. derzeit der Medizintechnik mehr Aufmerksamkeit schenken, müssten aber dazu einige interessante Automotive &#8211; Projekte vernachlässigen.</p>
<p>Hier ist es wie bei der Internationalität:Prioritäten setzen und nicht auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen!</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was tun Sie selbst für den Umweltschutz? Machen Sie auch privat von erneuerbaren Energien gebrauch?</p>
<p><strong>Erich Willimsky: </strong>Wir haben zuhause privat rund 30 TSD Euro in eine Solaranlage investiert. Ich versuche, so oft wie möglich zu Fuß zu gehen und ich meide Aufzüge.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was führte Sie zur Scherzinger GmbH &amp; Co. KG? Und was hält sie hier?</p>
<p><strong>Erich Willimsky: </strong>Mein Großvater hat 1937 die Firma gegründet. Wenn Sie in alten Erinnerungen nachlesen, was er und die Familie für den Fortbestand der Firma getan haben, ist es echt wert, dieses Erbe zu erhalten und auszubauen. Ich arbeite gerne bei Scherzinger und mein Wunsch ist es, die Firma so aufzustellen, dass jemand meine Aufgabe einmal gerne übernimmt.</p>
<p><strong>meinsbh.de:  </strong>Welche Charaktereigenschaften zeichnen Ihrer Meinung nach einen guten Unternehmer/gute Unternehmerin aus?</p>
<p><strong>Erich Willimsky: </strong>Ein(e) guter Unternehmer(in) verfügt über einen authentischen Führungsstil- welcher Art auch immer -, der selbstverständlich in die Zeit, zu dem Unternehmen und zu seinen Mitarbeitern, zu seinen Produkten und zu den Prozessen passen muss.<br />
Eine Vision/ein „Unternehmertraum&#8221; sowie die Energie und Ausdauer, diesen Traum zu verwirklichen, sind ebenso wichtig wie Motivation und Begeisterungsfähigkeit.<br />
Die Verankerung eines Wertesystems und ein passendes Leitbild, das der Unternehmer als Vorbild vorlebt und für dessen konsequente Umsetzung er seine Mannschaft hinter sich bringt, zeichnen einen guten Unternehmer aus.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Das Interview wurde im Rahmen einer Projektarbeit von Studenten der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen geführt (Mai 2008).</p>
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		<item>
		<title>Markus Nopper (Immendingen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2008/04/03/interview-mit-markus-nopper-immendingen/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Apr 2008 08:38:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Interview mit Markus Nopper (Immendingen)" href="http://meinsbh.de/blogs/interviews/files/2008/04/nopper.jpg"></a>
<a href="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/fotos/nopper.jpg" title="" class="shutterset_singlepic56" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/cache/56__90x120_nopper.jpg" alt="Interview mit Markus Nopper (Immendingen)" title="Interview mit Markus Nopper (Immendingen)" />
</a>
</p>
<p>Markus Nopper ist Geschäftsleiter der Nopper electronic GmbH in Immendingen.</p>
<p>Er wurde im September 2005 als „Unternehmer des Monats“ ausgezeichnet. Dieser Preis wird monatliche von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg mbH vergeben.</p>
<p><span id="more-57"></span><br />
<strong>meinsbh.de: </strong>Ihr Unternehmen bietet Dienstleistungen rund um die Elektronik. Bedienen Sie eher Firmen oder Privathaushalte?</p>
<p><strong>Markus Nopper: </strong>Wir beliefern Firmen in folgenden Industriebereichen: Maschinenbau, Sicherheitstechnik, Automotiv, Steuer und Regeltechnik sowie Beleuchtungstechnik</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was darf sich ein Laie unter Ihren angebotenen Dienstleistungen und Produkten genau vorstellen?</p>
<p><strong>Markus Nopper: </strong>Unsere Dienstleistung: Platinenbestückung. Wir bekommen von unseren Kunden die Fertigungspläne oder auch schon das Material angeliefert. Material das heißt, Platine Widerstände, IC´s, Kondensatoren, alles was auf die zu bestückende Platine drauf muss. Unsere Aufgabe ist es dann die richtigen Bauteile an die richtige Stelle zu platzieren, bzw. zu löten.</p>
<p>Bei der Kabelkonfektionierung werden die Kabel auf die gewünschte Länge geschnitten, abisoliert, die Enden werden entweder verzinnt oder auch mit Steckkontakten versehen.</p>
<p>Wenn es um Entwicklungen geht, können wir von der Idee bis hin zum fertigen Produkt alles liefern.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sehen Sie im Bereich Elektronik für sich selbst eine gesicherte Existenz?</p>
<p><strong>Markus Nopper:</strong> Da es auch in unserem Dienstleistungssektor sehr viel Wettbewerber gibt ist es schon ein harter Kampf. Ich denke, wenn wir die Investitionen die für 2008 anstehen getätigt haben, ist unsere Existenz für eine paar Jahre gesichert. Um aber für die Zukunft noch besser ausgelastet zu sein haben wir zwei neue Zweige für unsere Dienstleistungen geschaffen. Einer ist für die Akkuladetechnik (Entwicklung und Fertigung von Akkuladegräten und Akkuhalhalterungen) und der andere für die Entwicklung und Fertigung von LED Produkten.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Inwiefern spielen Innovationen in Ihrem Unternehmen eine Rolle für ein erfolgreiches Bestehen am Markt?</p>
<p><strong>Markus Nopper: </strong>Innovationen, soweit sie in unsere Struktur passt, spielen eine große Rolle, Wir werden dies bezüglich im Frühjahr mit zwei neuen Produkten auf den Mark kommen. Und hiermit den Grundstein legen neben der Fertigung auch noch einen eigenen Vertrieb aufzubauen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Internationale Beziehungen treten mehr und mehr in den Vordergrund. Haben Sie vor in der Zukunft zu expandieren und auch im Ausland tätig zu werden?</p>
<p><strong>Markus Nopper:</strong> Sollte unser Wachstum anhalten wie bisher, werden wir expandieren müssen. Kontakte zu Ausländischen Firmen bestehen, die auch in Jahr 2008 noch vertieft werden. Sei es mit unseren Dienstleistungen oder auch mit dem Vertrieb für unsere eigenen Produkte.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Hat die Nopper electronic GmbH als Familienunternehmen bereits einen festen Kundenstamm? Wie viel investieren Sie überhaupt in die Neukundengewinnung?</p>
<p><strong>Markus Nopper: </strong>Wir haben seit circa 15 Jahren einen festen Kundenstamm von welchem wir momentan ca 15 feste Kunden beliefen (hier wurden Rahmenaufträge erteilt), und noch ca. 8 – 10 Kunden die sporadisch beliefert bzw. unsere Leistungen erbracht werden.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Welche Standortvorteile bietet Ihnen die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg wirtschaftlich betrachtet?</p>
<p><strong>Markus Nopper: </strong>Der Standort Schwarzwald-Baar-Heuberg bietet uns den Vorteil, dass hier einige Kunden von uns Ihren Sitz haben. Zusätzlich sind auch einige Lieferanten ansässig.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Für welche Aspekte Ihrer unternehmerischen Tätigkeit haben Sie die Auszeichnung „Unternehmer des Monats September 2005“ erhalten?</p>
<p><strong>Markus Nopper: </strong>Die Auszeichnung Unternehme des Monats haben wir durch unser Produkt Mot-Blico erhalten.</p>
<p>&#8211;<br />
Dieses Interview wurde Anfang Dezember 2007 per Email von Melanie Miska geführt. Melanie Miska ist im WS 07/08 Mitglied der Projektgruppe „VIP-Interviews“ an der HS Furtwangen, Standort Villingen-Schwenningen</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Prof. Dr. Ulrich Sommer (Villingen-Schwenningen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2008/03/18/interview-mit-prof-dr-ulrich-sommer-villingen-schwenningen/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Mar 2008 15:57:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Interview mit Prof. Dr. Ulrich Sommer (Villingen-Schwenningen)" href="http://meinsbh.de/blogs/interviews/files/2008/03/sommer-passfoto-07.jpg"></a>
<a href="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/fotos/sommer-passfoto-07.jpg" title="" class="shutterset_singlepic63" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/cache/63__90x120_sommer-passfoto-07.jpg" alt="Interview mit Prof. Dr. Ulrich Sommer (Villingen-Schwenningen)" title="Interview mit Prof. Dr. Ulrich Sommer (Villingen-Schwenningen)" />
</a>
</p>
<p>Prof. Dr. Ulrich Sommer ist Direktor und Professor der <a title="www.ba-vs.de" href="http://www.ba-vs.de">Berufsakademie Villingen-Schwenningen</a>.</p>
<p>Neben seiner dortigen Lehrtätigkeit ist er Steuerberater und vereidigter Buchprüfer und arbeitet zusätzlich noch ehrenamtlich.</p>
<p>Sein fundiertes Praxis- und Fachwissen konnte er bereits mehrmals in eigens verfasster Fachliteratur festhalten.</p>
<p><span id="more-54"></span><strong>meinsbh.de: </strong>Wie ist die Region <em>Schwarzwald-Baar-Heuberg</em> wirtschaftlich zu betrachten? Was macht diese Ihrer Meinung nach eventuell interessant für Studienabsolventen?</p>
<p><strong>Prof. Dr. Ulrich Sommer: </strong>Die Region <a title="meinsbh.de Die Startseite der Gewinnerregion" href="http://www.meinsbh.de">Schwarzwald-Baar-Heuberg</a> ist in der Tat eine Gewinnerregion. Die Arbeitslosenquote spricht schon fast für sich. Außerdem sind hier Unternehmen mit Weltgeltung ansässig, so dass für Studienabsolventen interessante Arbeitsplätze geboten werden. Über 80% unserer Absolventen verbleiben übrigens in ihren Unternehmen, die meisten davon in unserer Region.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie sind Steuerberater und vereidigter Buchprüfer, gleichzeitig aber auch Professor und seit 2001 nun auch Direktor der Berufsakademie in Villingen-Schwenningen. Was schätzen Sie an Ihrer Lehrtätigkeit und was an Ihrer praktischen Arbeit als Steuerberater und Buchprüfer? Gibt es Präferenzen?</p>
<p><strong>Prof. Dr. Ulrich Sommer: </strong>Meine Tätigkeit als Direktor und Professor der BA VS ist mit Sicherheit der wichtigste Bereich meiner beruflichen Tätigkeit. Ich unterhalte bewusst &#8211; im Gegenteil zu manch anderen Hochschulprofessoren – keine eigene Kanzlei, da ich meine Arbeitskraft der Tätigkeit an der BA widme. Nebenberuflich engagiere ich mich in berufsständischen Einrichtungen als Vizepräsident der Steuerberaterkammer Südbaden, Vorstandsmitglied des DWS ( Deutsches wissenschaftliches Steuerinstitut der Steuerberater ) sowie als Beiratsvorsitzender der DWS-Online GmbH, die internet-basierte Fortbildung für den Berufsstand der Steuerberater anbietet. Diese ehrenamtlichen Tätigkeiten ergänzen in besonderer Weise meine Tätigkeit an der BA VS. Einzelne Beratungsaufträge sind natürlich auch wertvoll für meine Lehrtätigkeit.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Bei der Berufsakademie wird Praxisbezug groß geschrieben. Was sind Vorteile gegenüber eher theoretisch orientierten Hochschulen? Können heutzutage Berufsakademien mit Wissensvermittlung und Forschung von Universitäten und Fachhochschulen konkurrieren?</p>
<p><strong>Prof. Dr. Ulrich Sommer: </strong>Der Praxisbezug eines Studiums an der Berufsakademie ist sicherlich ein großer Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Hochschulen, wobei ich keineswegs den theoretischen Anspruch von Universitäten verkennen möchte. In Bezug auf eine Wissensvermittlung stehen die Berufsakademien den Fachhochschulen oder Universitäten in keiner Weise nach. Beispielsweise sind seit über 10 Jahren unsere Absolventen im Fachbereich Steuern bei der staatlichen Steuerberaterprüfung Spitzenreiter und dies bei einer seit Jahren durchschnittlich 50%igen Durchfallquote. Hier haben insbesondere die Universitäten deutlichen Nachholbedarf.<br />
Die Berufsakademien haben (noch) keinen Forschungsauftrag, so dass für diesen Bereich z. Zt. keine Vergleiche möglich sind. Allerdings gibt es auch an den Berufsakademien zahlreiche Transferzentren, in denen anwendungsorientierte Forschung – wie an den Fachhochschulen – stattfindet.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Internationale Beziehungen werden immer wichtiger. Inwiefern arbeitet die BA mit Hochschulen oder Unternehmen im Ausland zusammen? Welche Möglichkeiten werden den Studierenden geboten?</p>
<p><strong>Prof. Dr. Ulrich Sommer: </strong>Die <a title="Berufsakademie Villingen-Schwenningen" href="http://www.ba-vs.de">BA VS</a> hat seit 1980 internationale Kontakte. Inzwischen pflegen wir über 25 Hochschulpartnerschaften mit Unis in der ganzen Welt. Neben den USA und Frankreich bilden dabei die osteuropäischen Staaten Russland, Polen und Ungarn einen Schwerpunkt im Rahmen unserer internationalen Aktivitäten. Etwa 40% unserer Studierenden absolvieren ein Theorie- bzw. Praxissemester in Unternehmen bzw. Hochschulen im Ausland. Pflichtauslandsaufenthalte sind in den Studiengängen „International Business“ sowie „Internationales Steuerrecht“ Bestandteil des Lehrprogramms.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie sind Unternehmer des Monats Juli 2005. Für was genau haben Sie diese Auszeichnung erhalten?</p>
<p><strong>Prof. Dr. Ulrich Sommer: </strong>Die <a title="Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg" href="http://wifoeg-sbh.de">Wifög</a> verleiht diese Auszeichnung, auf die ich schon etwas stolz bin. In den letzten 20 Jahren habe ich allein sieben von elf Studieninnovationen an der BA VS initiiert und gemeinsam mit Kollegen auf den Weg gebracht. Andere bezeichnen die BA VS möglicherweise auch daher als „bildungspolitische Perle“ in der Region.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie gestalten Sie Ihre Vorlesungen zum Thema Steuern und Buchführung für Ihre Studenten interessant?</p>
<p><strong>Prof. Dr. Ulrich Sommer: </strong>Die Lehre war mein eigentlicher Beweggrund aus der Selbstständigkeit im Rahmen einer Sozietät 1982 an die Berufsakademie VS zu wechseln. Das Thema „Steuern“ den Studierenden näher zu bringen betrachte ich immer wieder als Herausforderung. Der Beruf des Steuerberaters ist für mich – bei aller chaotischen Entwicklung unserer Steuerrechtsnormen – immer noch erstrebenswert, da ich dort als Sachwalter der Interessen meiner Mandanten gegenüber dem (leider zunehmend) übermächtigen Staat beratend tätig werden kann.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Welches Entwicklungspotential haben Berufsakademien auf den zukünftigen Bildungsmarkt?</p>
<p><strong>Prof. Dr. Ulrich Sommer: </strong>Den Berufsakademien steht eine neue Blütezeit bevor. Zum 01.01.2009 werden wir in duale Hochschulen umgewandelt und sind dann auch hochschulrechtlich Fachhochschulen und Universitäten gleichgestellt. Nicht zuletzt deshalb haben wir allein in diesem Jahr eine Steigerung der Studienanfängerzahlen von 22%. Die Anmeldungen für 2008 lassen eine weitere Steigerung von etwa 15% erwarten.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Neben Ihren beruflichen Tätigkeiten haben Sie schon einige fachliterarische Werke veröffentlicht und sind zusätzlich noch ehrenamtlich engagiert. Bleibt da noch Zeit für Privates?</p>
<p><strong>Prof. Dr. Ulrich Sommer: </strong>Mein Lieblingsmotto lautet: „ Den Engagierten gehört die Zukunft.“ Gleichwohl bemühe ich mich um ein Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben. Ich reise gern nach Italien und Frankreich sowie an die Ostsee, ich segle gern und mache ausgiebige Spaziergänge mit meinem Hund. Meine Familie gibt mir außerdem den nötigen Rückhalt für meine diversen Aktivitäten.</p>
<p>&#8211;<br />
Dieses Interview wurde am 27.11.2007 per Email von Melanie Miska geführt. Melanie Miska ist im WS 07/08 Mitglied der Projektgruppe „VIP-Interviews“ an der HS Furtwangen, Standort Villingen-Schwenningen</p>
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		<title>Heinz-Rudi Link (Mühlheim/Donau)</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Mar 2008 08:17:05 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Kreis Rottweil]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Interview mit Heinz-Rudi Link (Mühlheim)" href="http://meinsbh.de/blogs/interviews/files/2008/03/link-mit-team.jpg"></a>
<a href="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/fotos/link-mit-team.jpg" title="" class="shutterset_singlepic52" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/cache/52__130x120_link-mit-team.jpg" alt="Interview mit Heinz-Rudi Link (Mühlheim/Donau)" title="Interview mit Heinz-Rudi Link (Mühlheim/Donau)" />
</a>
</p>
<p>Heinz-Rudi Link ist Geschäftsführer der <a title="Wirtschaftsförderung der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg" href="http://www.wirtschaftsfoerderung-sbh.de">Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg</a>. Mit seinem Team (hier auf dem Bild) vermarktet Heinz-Rudi Link die <a title="Gewinnerregion Schwarzwald-Baar-Heuberg" href="http://www.gewinnerregion.de">Gewinnerregion</a> nach außen genau so wie nach innen.</p>
<p>Zahlreiche regionale Projekte entstammen der schier unermüdlichen Tätigkeit des Wahl-<a title="Mühlheim an der Donau" href="http://www.muehlheim-donau.de">Mühlheimers</a>. Aus der von Heinz-Rudi Link initiierten <a title="Standortoffensive der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg" href="http://www.wifoeg-sbh.de/mcms.php?_oid=9516cfe-7c46-5b97-0204-af05a80ea9faa">Standortoffensive der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg</a> gingen unter anderen die Projekte &#8220;<a title="Familienfreundliche Gewinnerregion" href="http://www.wifoeg-sbh.de/mcms.php?_oid=b697f7f-aae7-cc14-38fb-502da03be2715">Familienfreundliche Gewinnerregion</a>&#8220;, das &#8220;<a title="Botschafterkonzept der Gewinnerregion" href="http://www.wifoeg-sbh.de/mcms.php?_oid=6c22fe4-ed39-69fc-0105-b089dcaff4a85">Botschafterkonzept</a>&#8221; und das &#8220;Gesundheitsnetzwerk der Region&#8221; hervor.</p>
<p><span id="more-52"></span><strong>meinsbh.de: </strong>Sie sind Leiter der Regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Diese Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit Hilfe eines Marketingkonzepts, den Bekanntheitsgrad der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg zu erhöhen. Wie entstand diese Idee und können Sie bereits eine erste Bilanz ziehen?</p>
<p><strong>Heinz-Rudi Link: </strong>Ende der 1990-er Jahre bildeten die Regionen in Baden-Württemberg zunehmend neben den bestehenden städtischen eigene Wirtschaftsförderungsgesellschaften, weil man erkannt hatte, dass im globalen Wettbewerb eine größere Einheit eher wahrgenommen wird und damit schlagkräftiger im Wettbewerb um Ansiedlungen von Industrie und sonstigem Gewerbe ist.<br />
Um diese Zeit entstand auch die Idee für unsere Region. Das Ergebnis war die Gründung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg  im Jahre 2001.<br />
Rückblickend nach den ersten Jahren des Bestehens sind sich die Initiatoren einig, dass es richtig und wichtig war, dass sich die drei Landkreise in gebündelter also regionaler Form aufstellen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was genau sind Aufgabenbereiche der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg?</p>
<p><strong>Heinz-Rudi Link: </strong>In aller Kürze zusammengefasst: Außen- und Innenmarketing für die Region, um den Bekanntheitsgrad zu steigern und somit die Wahrnehmung für unsere Region zu erhöhen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie hat sich die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg in den letzten Jahren wirtschaftlich entwickelt und was sind Anreize für Unternehmen, sich hier niederzulassen?</p>
<p><strong>Heinz-Rudi Link: </strong>Wir nennen uns nicht ohne Grund Gewinnerregion. Wir haben starke ständig wachsende Unternehmen in ausgesprochenen Zukunftsbranchen.<br />
Anreize, sich hier niederzulassen, stellen die vorhandenen Unternehmen z. B. für Zulieferer und auch unternehmensnahe Dienstleistungen dar.<br />
Aber auch die Qualität der Menschen als loyale und fleißige Mitarbeiter steht sicher deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt.<br />
Hinzu kommt noch die ausgesprochen verkehrsgünstige Lage im süddeutschen raum zu Frankreich, Schweiz und Österreich.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Inwiefern kooperieren Sie mit Unternehmen? Wie sieht diese Form der Zusammenarbeit aus?</p>
<p><strong>Heinz-Rudi Link: </strong>Die regionale Wirtschaftsförderung sieht sich als Dienstleister für die Wirtschaft. Alle unsere Aktivitäten sind darum darauf ausgerichtet, in der Konsequenz einen Nutzen für die Wirtschaft und somit für die Menschen die hier leben zu erbringen.<br />
Konkrete Formen der Zusammenarbeit gibt es zum Beispiel bei der Aktionswoche Mädchen und Beruf, die gezielt den Mädchen technische Berufe näher bringen soll. Die dringend notwendige externe Anwerbung von Fachkräften auf allen Ebenen der produzierenden Industrie bis hin zum hochqualifizierten Studienabsolventen, gemeinsam mit Firmen aus der Region, gehört ebenfalls zum Aufgabenspektrum.<br />
Das umfangreiche Projekt „Standortoffensive“ mit seinen vielen Arbeitsgruppen gehört hier sicher auch dazu.<br />
Übrigens ist aus diesem Projekt auch diese Website „meinSBH.de“ entstanden.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft zeichnet regelmäßig einen „Unternehmer des Monats“ aus. Anhand welcher Kriterien werden die Gewinner ermittelt? Woraus besteht diese Auszeichnung?</p>
<p><strong>Heinz-Rudi Link: </strong>Übrigens auch ein Ergebnis des Projektes Standortoffensive. Ausgangspunkt der Idee war, dass innerhalb der Region viel zu wenig bekannt ist über die guten Firmen in unserer Region.<br />
Die fast nach Landkreisen aufgeteilte Presselandschaft galt es dahingehend zu überwinden, dass auch der Leser in Wehingen über eine tolle Firma in Triberg erfährt, die ja auch in seiner Region beheimatet ist. Also wurde die Auszeichnung „Unternehmen des Monats in der Gewinnerregion“ geboren, welches dann – nachdem es von einer unabhängigen Jury gewählt wurde – in der Presse aller drei Landkreise vorgestellt wird. Die Kriterien sind sehr unterschiedlich. Es kann sich um eine gute Geschäftsidee handeln oder ein wirklich nennenswertes Jubiläum oder um eine nationale oder auch internationale Auszeichnung.<br />
Ich bin jeweils bei den Jurysitzungen als nicht stimmberechtigt dabei, kann aber immer wieder feststellen, dass sich die Mitglieder dieser Jury die Aufgabe nicht leicht machen. So können wir auch den hohen Anspruch dieses regionalen Titels rechtfertigen.<br />
Die Gewinner bekommen eine Urkunde überreicht und haben die Möglichkeit, sich kostenlos Im Radio Neckarburg in der „Stammlokal-Sendung“ 45 Minuten lang zu präsentieren. Der Sender Radio Neckarburg war ehemals der Ideengeber und somit auch Partner der Regionalen Wirtschaftsförderung für dieses Projekt.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie finanziert sich die Wirtschaftsförderungsgesellschaft und wird diese von staatlicher Seite her organisiert?</p>
<p><strong>Heinz-Rudi Link: </strong>Die direkten finanziellen Träger sind 18 Kommunen der Region, die drei Landkreise, die IHK, die Handwerkskammer und der Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg. Das ist, wenn Sie so wollen die staatliche oder besser öffentliche Unterstützung für diese Gesellschaft in Form einer GmbH.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie sehen Sie die Zukunft der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, wirtschaftlich?</p>
<p><strong>Heinz-Rudi Link: </strong>Sie wird mit Fug, Recht und nach meiner festen Überzeugung wirtschaftlich Gewinnerregion bleiben!<br />
Die Wirtschaftsstruktur – mittelständisch geprägte Unternehmen &#8211; besticht durch einen ausgewogenen Branchenmix. Ideenreichtum als auch große Innovations- und Investitionsbereitschaft haben zu dem stetigen Wachstum geführt und werden anhalten.<br />
Eine leistungsfähige mittelstandsorientierte Bankenlandschaft und ein gutes Miteinander von kommunaler und regionaler Wirtschaftsförderung, der IHK und der Handwerkskammer sind flankierend Garanten für meine optimistische Sichtweise.<br />
Kurz gesagt – mit einem Zitat von unserem Wirtschaftsminister Ernst Pfister:<br />
Die Gewinnerregion Schwarzwald-Baar-Heuberg – ein attraktiver Wirtschaftsstandort, in dem es sich gut leben und arbeiten lässt.</p>
<p>&#8211;<br />
Das Interview wurde am 03.01.2008 per Email von Matthias Beumer geführt. Matthias Beumer ist im WS 07/08 Mitglied der Projektgruppe VIP-Interviews an der HFU Furtwangen, Standort Villingen-Schwenningen.</p>
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