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	<title>im Interview auf meinsbh.de: &#187; Kreis Tuttlingen</title>
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	<description>Persönlichkeiten aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg</description>
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		<title>Ingrid Bösch (Villingen-Schwenningen)</title>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 04:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>
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		<description><![CDATA[Ingrid Bösch, 1943 in Villingen geboren, lebt seit 16 Jahren in der Hammerhalde. In Ihrer Jugend besuchte Sie die Gewerbeschule, wo Sie eine Lehre als Bauzeichnerin abschloss. 2006 gründete Sie den Loretto Treff, wo Menschen die Möglichkeit haben gemeinschaftlich aktiv zu sein, Freundschaften aufzubauen und ein Gemeinsamkeitsgefühl zu entwickeln. In demselben Jahr ist sie ebenso [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090109_Ingrid-Bösch_Villingen.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-320" style="margin: 5px; border: 0px;" title="090109_Ingrid Bösch_Villingen" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090109_Ingrid-Bösch_Villingen-140x150.jpg" alt="090109_Ingrid Bösch_Villingen" width="140" height="150" /></a>Ingrid Bösch, 1943 in Villingen geboren, lebt seit 16 Jahren in der Hammerhalde. In Ihrer Jugend besuchte Sie die Gewerbeschule, wo Sie eine Lehre als Bauzeichnerin abschloss. 2006 gründete Sie den Loretto Treff, wo Menschen die Möglichkeit haben gemeinschaftlich aktiv zu sein, Freundschaften aufzubauen und ein Gemeinsamkeitsgefühl zu entwickeln. In demselben Jahr ist sie ebenso Bürgermentorin geworden. Seit 2007 ist sie Vorstandsvorsitzende von Ward 25 – Hilfe für Sri Lanka, wo sie seit mehreren Jahren aktiv mitwirkt.<span id="more-319"></span></p>
<p> </p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wieso war es für Sie von großer Bedeutung sich ehrenamtlich sozial zu engagieren und woher haben Sie den Willen dafür aufgebracht?</p>
<p><strong>Ingrid Bösch:</strong> Als Jugendliche hatte es mir großen Spaß gemacht, aktiv im DRK zusammen mit anderen Engagierten zu arbeiten. Diese positive Erfahrung war für mich Grund genug, um in dieser Richtung meinem künftigen „Seniorenleben“ einen Sinn zu geben. Da ich mit Überzeugung bei dieser Arbeit dabei bin, braucht es nicht einen besonderen Willen dazu.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wie kamen Sie zu der großartigen Idee den Loretto Treff zu gründen?</p>
<p><strong>Ingrid Bösch:</strong> Anlass war der Bürgermentoren-Kurs. Er wurde von der VHS Villingen-Schwenningen angeboten, unter der Leitung von der damaligen VHS-Chefin Dr. Christel Pache und Annette Hug-Kalisch vom Amt für Familie, Jugend und Soziales. Ich nahm an diesem Kurs teil, um eine Übersicht zu bekommen über Möglichkeiten des Bürgerschaftlichen Engagements hier in Villingen-Schwenningen. Die Idee entstand während eines sehr inspirierenden Besuches unserer Kursteilnehmer in der „Wirkstatt“ in St. Georgen. Und diese Idee habe ich auch dort spontan verkündet. Das war die Geburtsstunde vom Loretto-Treff Hammerhalde.<br />
 <br />
<strong>meinsbh.de:</strong> Was hat sie am meisten positiv nach der Gründung des Loretto Treffs überrascht und erfreut? Haben Sie erwartet, dass das Projekt so gut gelingt?</p>
<p><strong>Ingrid Bösch:</strong> Die Resonanz war und ist umwerfend. Ich hatte nicht erwartet, dass das Interesse so groß ist. Überraschend auch, dass so viele bereit sind mitzuhelfen bzw. eigenverantwortlich selbst Veranstaltungen anzubieten.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was brachte Sie dazu auch bei Ward 25 aktiv zu werden?</p>
<p><strong>Ingrid Bösch:</strong> Die zufällige Bekanntschaft mit dem damaligen Vereinsvorsitzenden auf einem Rückflug aus einem Urlaub in Sri Lanka. Ich war begeistert von der Idee, mit wenig Geld so viel in Sri Lanka erreichen zu können. Das war 2002. Seit dieser Zeit habe ich Ward 25 – Hilfe für Sri Lanka – als eine äußerst effizient arbeitende Hilfsorganisation kennen gelernt, die vor allem Patenkinder vermittelt, aber auch – vor allem im Landesinnern – viele Projekte initiiert . Die Spenden gehen zu 100 % nach Sri Lanka. Dort arbeiten sehr engagierte Einheimische, um die Armut mit dem Geld aus Deutschland zu lindern. 2007 fiel der 1. Vorsitzende von Ward 25 krankheitsbedingt aus. Ich hatte die Jahre zuvor bereits im Vorstand mitgearbeitet, deshalb war durch meinen Vorsitz eine kontinuierliche Weiterführung unserer Vereinsarbeit gegeben.<br />
  <br />
<strong>meinsbh.de:</strong> Als Vorstandsvorsitzende haben Sie sicherlich ein besseres Bild über die Armut und die sozialen Probleme in Sri Lanka und werden öfters über Probleme auf der Insel informiert. Inwiefern hat dies einen Einfluss auf Ihr Leben genommen?</p>
<p><strong>Ingrid Bösch:</strong> Seither ist mir klar geworden, dass es nicht selbstverständlich ist, dass es uns hier so gut geht. Wie lautet noch der Spruch: „Wir klagen auf hohem Niveau!“<br />
Auch die Gelassenheit der Menschen dort lässt bei mir Spuren zurück – wenn auch leider nicht dauerhaft.<br />
Und ganz entscheidend: es ist für mich ein gewaltiger Unterschied, ob ich ärmste, bedürftige Menschen vor Ort begegne, das geht viel mehr unter die Haut als wenn ich sie im Fernsehen sehe.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Haben Sie schon positive Auswirkungen Ihres Engagements bemerkt, über die Sie sich sehr erfreuen? Was ist für Sie das Besondere am sozialen Engagement in Ihrer Gesellschaft?</p>
<p><strong>Ingrid Bösch:</strong> Positive Auswirkungen gibt es viele: Hier in der Hammerhalde bekomme ich immer wieder die Rückmeldung, dass der Loretto-Treff eine tolle Sache ist. Es wurden schon viele Bekanntschaften geschlossen, das Kursangebot wird sehr gerne angenommen, mittlerweile haben sich Gruppen zusammengetan, die eigen initiativ Unternehmungen planen.<br />
Dies, aber auch die Unterstützung durch die vielen Aktiven sind für mich Bestätigung, dass die Bewohner – wie man mir sagte – darauf gewartet haben, dass so was organisiert wird. Und seit ich persönlich auch viele Menschen hier kennen gelernt habe, fühle ich mich hier heimisch.</p>
<p>Auch durch Ward 25 erfahre ich viel Positives. Wir Vorstandsmitglieder sind mit Begeisterung bei der Arbeit, dieses Gefühl der Gemeinsamkeit ist eine echte Bereicherung für mich. Und in Sri Lanka gibt es nichts Schöneres, als in strahlende Kinderaugen – und auch die ihrer Eltern – zu schauen. Wir bekommen dadurch mehr zurück als wir geben!<br />
<strong>meinsbh.de:</strong> Was planen Sie für Ihre weitere Zukunft?</p>
<p><strong>Ingrid Bösch:</strong> Auch künftig wird mir meine Arbeit in einem Architekturbüro großen Spaß machen. Deshalb werde ich mich aber nicht weniger sozial engagieren. Im Gegenteil: Im Frühjahr beginnt die Weiterbildung als Bürgermentoren-Trainerin. Im Herbst ist ein Bürgermentoren-Kurs in VS geplant in Zusammenarbeit mit Ines Hädrich vom Amt für Familie, Jugend und Soziales und mir. Dadurch erhoffe ich mir eine besondere Breitenwirkung für die Realisierung von Bürgerschaftlichem Engagement. Es gibt viele Menschen, die gerne etwas für sich und andere tun möchten, aber nicht richtig wissen, was ihnen entsprechen könnte. In diesem Kurs haben sie die Möglichkeit, sich zu orientieren.<br />
Jetzt aber steht die Reise nach Sri Lanka an. Ich werde zusammen mit einer Patin aus VS und unserer Freunde der Schwesternorganisation „Ward 25 Group“ die Patenkinder treffen und die vielen Projekte besichtigen, die vergangenes Jahr realisiert wurden. Eine anstrengende Reise, aber die vielen Begegnungen mit den freundlichen Menschen werden die Strapazen vergessen lassen.</p>
<p>&#8211;<br />
Dieses Interview wurde von Suzana Vrucinic im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 09.01.09 per Email geführt.</p>
<p>Kontaktadresse: <a href="mailto:Ingrid.Boesch@t-online.de">Ingrid.Boesch@t-online.de</a></p>
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		<title>Ehepaar Lichte (Villingen-Schwenningen)</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 04:51:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>

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		<description><![CDATA[Ulrike und Dr. Karl Henning Lichte sind in der Gemeinde Villingen-Schwenningen ehrenamtlich im Bereich Kinder &#38; Jugend und Familie sozial engagiert. Sie bieten über das Kinder- und Familienzentrum Programme für Kinder und Beratungshilfen für Eltern im KiFaz Treff im Schwenninger Jugendhaus an. Nach Gründung des KiFaz Treff vor 3 Jahren organisiert Frau Henning die Treffs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2010/04/081209_Ehepaar-Lichte_Villingen.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-323" style="margin: 5px; border: 0px;" title="081209_Ehepaar Lichte_Villingen" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2010/04/081209_Ehepaar-Lichte_Villingen-150x150.jpg" alt="081209_Ehepaar Lichte_Villingen" width="150" height="150" /></a>Ulrike und Dr. Karl Henning Lichte sind in der Gemeinde Villingen-Schwenningen ehrenamtlich im Bereich Kinder &amp; Jugend und Familie sozial engagiert. Sie bieten über das Kinder- und Familienzentrum Programme für Kinder und Beratungshilfen für Eltern im KiFaz Treff im Schwenninger Jugendhaus an. Nach Gründung des KiFaz Treff vor 3 Jahren organisiert Frau Henning die Treffs und ist für die Personalbetreung sowie für den Kontakt mit Behörden verantwortlich. Sie sind ebenso gegen Kinderarmut in unserer Region aktiv und versuchen mit Mithilfe von anderen Mitgliedern der Organisation ‚Täglich Brot für Kinder’ dagegen anzustreben. Dr. Lichte ist Kinderarzt. Im Ausschuss für Bildung und Soziales, im Jugendausschuss von Kreistag und Gemeinderat, sowie in der Arbeitsgemeinschaft Familie und Gesellschaft und im Aufsichtsrat der Schwarzwald-Baar-Klinik und in vielen anderen Ausschüssen des Gemeinderates (VHS und Bibliothek, Galeriebeirat, Museumsbeirat, Schulentwicklungsplan, ÖPNV, Mobilfunk) ist er des Weiteren tätig.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das Ehepaar Lichte und Ihre 4 Söhne leben seit 1975 in Villingen Schwenningen. Ulrike Henning war als Medizin Technische Assistentin die Seele der Praxis, sie hat nicht nur das leidige kaufmännische übernommen, sondern war auch immer für die kleinen und großen Sorgen zuständig. 2004 haben sie die Praxis an einen jüngeren Kollegen übergeben.<span id="more-316"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>meinsbh.de:</strong> Warum war es für Sie von großer Bedeutung sich ehrenamtlich sozial zu engagieren?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Ulrike u. Dr. Karl Henning Lichte:</strong> Das ergab sich so, war nicht geplant. Nach der Rente Ende 2003 habe ich im KiFaz ehrenamtlich mitgearbeitet, zu dem ich schon immer eine enge Beziehung hatte, meine Frau hat die Tafel Schwenningen mitbegründet.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ihre Idee war es einen Treffpunkt für Familien mitten in Schwenningen zu begründen, nachdem sie Ähnliches in Berlin gesehen hatte. Der Rest hat sich einfach entwickelt. Manches ergab sich mit der Frage „Frau Lichte haben Sie mal Zeit für mich“. Beratungen, Unterstützung bei Kontakten mit Behörden und ein inzwischen dank großer Unterstützung aus der Bevölkerung gut funktionierendes System Kleider, Spielzeug und Gebrauchsgegenstände für Kinder zu sammeln und weiterzugeben waren die Folge. Hauptsache aber ist, dass Mütter, Väter, und sonstige Familienangehörige sich bei Kaffee und Kuchen treffen können und die Kinder betreut werden, was „geboten“ kriegen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Viele Kontakte auch untereinander sind entstanden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>meinsbh.de:</strong> Was war der Grund, als Schwerpunkt ihres Engagements ‚Kinder, Jugend und Familie’ auszuwählen? Ist die Familie ein ausschlaggebendes Element, um unsere Gemeinde aufrechtzuerhalten?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Ulrike u. Dr. Karl Henning Lichte: </strong>Schon im Beruf war das Thema Nr. 1 im Alltag. Wir mussten immer wieder erfahren welche Probleme Kinder und Familien in der heutigen Zeit haben. Jetzt hatten wir Zeit, Dinge zu verändern…</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Unserer Meinung nach ist die Familie Keimzelle der Gesellschaft, auch die Zukunft dieser Gemeinde ist darin begründet, dass es Familien gut geht.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>meinsbh.de:</strong> ‚Täglich Brot für Kinder’ ist eine Initiative des Kinder- und Familienzentrums um armen Kindern aus der Not zu helfen. Ist Kinderarmut ihrer Meinung nach ein schwerwiegendes Problem in unserer Region? Was sind Gründe dafür?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Ulrike u. Dr. Karl Henning Lichte: </strong>Natürlich haben wir das Glück in einer relativ gut aufgestellten Region zu leben, aber auch hier gibt es zu viele Familien, die materielle Sorgen haben, auch hier sind Kinder ein Armutsrisiko. Unser Motto ist, wenn es Kindern gut gehen soll, müssen wir die Situation der Eltern verbessern und das gilt nicht nur für materielle Armut.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>meinsbh.de:</strong> Was wäre Ihrer Meinung nach der beste Weg und von großer Bedeutung, Kindern in Armut ein schöneres Leben in unserer Region zu ermöglichen? Was wurde bereits dafür getan?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Ulrike u. Dr. Karl Henning Lichte: </strong>Es geht nicht nur um die Kinder in materieller Armut, es geht um die Rechte der Kinder überhaupt. Viele Erwachsene haben noch gar nicht erkannt, dass Zukunft ohne Kinder nicht funktioniert, Kinder und Familien brauchen mehr Freiräume. Familien brauchen mehr Unterstützung und Anerkennung. Kinder dürfen nicht weiter finanzielle Belastung sein. Kostenlose Bildung von Anfang an, also von der Kleinkindbetreuung an, sollte die Regel sein. Usw.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>meinsbh.de</strong>: Das Kinder und Familienzentrum bietet viele verschiedene Hilfen und Betreuungen für Jugendliche und Familien an. Welchen positiven Effekt auf unsere Gesellschaft haben die Hilfsprogramme?<strong> </strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Ulrike u. Dr. Karl Henning Lichte: </strong>Das Kinder und Familienzentrum unter Leitung von Klaus Hess hat in den letzten Jahren ein umfangreiches Netzwerk aufgebaut, dass auch sehr gut funktioniert.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Wichtig ist, dass Familienunterstützung nicht zum Reparaturbetrieb verkommt, sondern, dass Perspektiven für eine zukunftsfähige Arbeit mit und für die Familien aufgebaut werden. Hier sind die Programme in Kindertagesstätten und Ganztagsschulen wichtiger Ansatz und niederschwellige Angebote für Familien, die signalisieren, hier ist ein Platz für Kinder, sollten die Regel werden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>meinsbh.de:</strong> Das Netzwerk ‚frühe Hilfe’, welches den Aufbau von Eltern – Kind -Beziehungen unterstützen soll, erhielt vom Jugendausschuss großen Lob. Ist ein solches Programm eine effiziente Prävention um die Anzahl der Hilfsbedürftigen, die im Kinder – und Familienzentrum Hilfe suchen, zu vermindern?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Ulrike u. Dr. Karl Henning Lichte: </strong>Die Probleme sind erkannt, das Netzwerk ist eine Chance, aber entscheidend wird sein, die Menschen in das Netzwerk einzubinden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Aber Hilfen müssen nicht nur materieller Natur sein. Die beteiligten Beratungsstellen allein reichen nicht aus, das aufsuchende Prinzip muss verstärkt werden. Alle Menschen die mit Familien zu tun haben, sollten eingebunden werden. Ein gutes Beispiel ist die Familienhebamme Hildgund Hilt die zahlreiche junge Mütter u.a. in einem Teeniemütter- Treff betreut. Auch die Elternschule, die vom Kreistag an der Kinderklinik in Villingen gegründet wurde ist eine gute Chance. Gerade in Zeiten der Kleinfamilie und inkompletten Familien haben junge Eltern zu wenig Erfahrung, sind zu unsicher. Aufgabe ist u.a. Erfahrungen, Wissen zu vermitteln über die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Kinder, Ziel wäre ein „Elternführerschein“ Das kann aber auch nur ein Baustein sein.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>meinsbh.de</strong>: Sie als freie Wähler legen ebenso Wert auf viele junge Wähler. Was ist der Grund dafür?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Ulrike u. Dr. Karl Henning Lichte: </strong>Die kommunalpolitischen Gremien sind hier eher ein Senat, ein Rat der Alten. In meiner Fraktion bin ich mit 65 Jahren der zweitjüngste. Bei den Parteien sieht es ähnlich aus. Um für die Zukunft fit zu sein, brauchen wir aber neben der Erfahrung der Alten auch das Wissen und den Elan der Jungen. Bei der Kommunalpolitik sollte der Mensch im Mittelpunkt stehen</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">und nicht irgendwelche Ideologien. Erschüttert hat mich die Wahlbeteiligung von 2004 in Schwenningen 35 %. Ich denke die Jungen sollten ihre Zukunft mehr mitgestalten, also brauchen wir mehr junge Kandidaten und vielleicht gibt es dann auch mehr jüngere Wähler.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">So kann es gelingen den übermäßigen Bürokratismus auch in unseren Verwaltungen einzudämmen. Denn die Kommune ist für den Menschen da und nicht die Menschen für die Kommune.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>meinsbh.de</strong>: Was sind Ihre Pläne und Wünsche für die Zukunft?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Ulrike u. Dr. Karl Henning Lichte: </strong>Natürlich Gesundheit und dass es uns gesundheitlich weiter so gut geht wie bisher, vielleicht noch ein bisschen besser, unserem tollen, ersten Enkelkind Anna könnten noch viele weitere folgen und für unsere Region wünschen wir, dass die Bedingungen und Chancen für Kinder, Jugendliche und Familien noch besser werden, nur so bleiben wir zukunftsfähig.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm; margin-left: 1.25cm;"> </p>
<p style="widows: 0; orphans: 0; margin-bottom: 0cm;">Dieses Interview wurde von Suzana Vrucinic im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 09.12.08 per Email geführt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
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		<title>Hans-Joachim Rist (Villingen-Schwenningen)</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 04:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dr. med. Hans-Joachim Rist ist seit 2002 der leitende Arzt des Swiss Olympic Medical Centers an der „Praxisklinik Rennbahn für Orthopädie und Sportmedizin AG“ im schweizerischen Muttenz-Basel und seit 2006 Vorsitzende der Geschäftsleitung im Verwaltungsrat der Rennbahn Klinik. Er ist 1956 in Schwenningen geboren. Nach dem Abitur studierte er an den Universitäten München und Freiburg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/081209_AchimRist_Schwenningen.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-313" style="margin: 5px; border: 0px;" title="081209_AchimRist_Schwenningen" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/081209_AchimRist_Schwenningen-150x150.jpg" alt="081209_AchimRist_Schwenningen" width="150" height="150" /></a>Dr. med. Hans-Joachim Rist ist seit 2002 der leitende Arzt des Swiss Olympic Medical Centers an der „Praxisklinik Rennbahn für Orthopädie und Sportmedizin AG“ im schweizerischen Muttenz-Basel und seit 2006 Vorsitzende der Geschäftsleitung im Verwaltungsrat der Rennbahn Klinik. Er ist 1956 in Schwenningen geboren. Nach dem Abitur studierte er an den Universitäten München und Freiburg Medizin und arbeitete danach an der Unfallchirurgischen Klinik in Schwenningen, in eigener sportmedizinischen Praxis und an der Klinik Germanswald in Villingen. Dr. Rist veröffentlichte mehrere sportmedizinische Bücher und ist sportmedizinischer Betreuer mehrerer Sportgroßveranstalltungen. Seit 2005 und 2006 ist er der Mannschaftsarzt des Bigla-Cycling-Teams (Damen-Profi-Rad-Team) und der Schweizerischen Damen Eishockey-National Mannschaft. Außerdem ist er seit über 20 Jahren Sänger der bekannten Band „Dr. Quincy and the Lemon Shakers“.   <span id="more-312"></span><br />
<strong>meinsbh.de:</strong> Sie wohnen seit einiger Zeit nicht mehr in Ihrer Heimatregion. Wie sehen Sie die Entwicklung der Region nun aus der Entfernung, aus dem Ausland?<br />
<strong>Dr. Achim Rist:</strong> Leider sehe ich mich nicht in der Lage, diese Frage kompetent zu beantworten. Weder die wirtschaftliche, noch die politische, soziale oder gesellschaftliche Entwicklung kann von mir beurteilt werden, da ich persönlich leider nur noch sporadisch in der Region bin. Auch komme ich leider nicht dazu, die regionale Presse zu lesen oder andere regionale Medien zu verfolgen. Jegliche Antwort meinerseits wäre also aus der Luft gegriffen und so verzichte ich besser auf eine Antwort.<br />
<strong>meinsbh.de:</strong> Wie sind noch Ihre persönlichen Verbindungen zur Region?</p>
<p> <br />
<strong>Dr. Achim Rist:</strong> Meine persönlichen Verbindungen zur Region bestehen einerseits im Kontakt zu den Teilen meiner Familie, die noch im Schwarzwald-Baar-Kreis leben, andererseits habe ich guten Kontakt zu Freunden über den Sport und natürlich auch über die Musik.</p>
<p> <br />
<strong>meinsbh.de:</strong>  Sie sind bereits seit über 20 Jahren im Bereich Medizin, Sport und Gesundheit tätig. Hat sich Ihrer Meinung nach die Einstellung der Menschen zum gesunden Leben über die Jahre hinweg verändert?</p>
<p> <br />
<strong>Dr. Achim Rist:</strong> Meiner Ansicht nach hat sich die Einstellung der Menschen zu gesundem Lebensstil über die Jahre hinweg eher zum Positiven verändert. Intensive Aufklärungsarbeit und Information der Menschen über verschiedene Kanäle führte zu einem insgesamt höheren Wissensstand und somit einer Sensibilisierung für die Grundregeln einer gesunden Lebensweise, nämlich Bewegung (ich spreche bewusst nicht von Sport!), vernünftiger Ernährung und Stressbewältigungsstrategien.</p>
<p> <br />
<strong>meinsbh.de:</strong> Oft stehen die Sportmannschaften im Rampenlicht der Erfolge. Bleibt der Mannschaftsarzt da außen vor?</p>
<p> <br />
<strong>Dr. Achim Rist:</strong> Ich finde es richtig, dass die Sportmannschaften oder Athleten im Rampenlicht der Erfolge stehen, sie haben diese auch hart erarbeitet. Natürlich gibt es diverse Mannschaftsärzte, und davon kenne ich Einige (!), die sich selbst für wichtiger halten als die Athleten. Diese Kollegen scheinen jedoch zu übersehen, dass sie in der Athletenbetreuung neben vielen anderen Beteiligten nur eine Nebenrolle als Dienstleister spielen. Ich verstehe ohnehin die Gier mancher Arztkollegen nicht, prominente Sportler zu behandeln. Dies geht hier in der Schweiz sogar soweit, dass gewisse Klinikkonzerne z.B. Nationalmannschaften „kaufen“, nur um die Spieler betreuen zu dürfen, was natürlich die Rechte der Athleten auf freie Arztwahl beschneidet. Die kommen dann witzigerweise zum Teil „heimlich“ in unsere Sportklinik, da wir diese Art von Sponsoring nicht betreiben.</p>
<p> <br />
<strong>meinsbh.de:</strong>  Nehmen Sie auch als aktiver Teilnehmer an Sportveranstalltungen teil? Was war dabei Ihr größter Erfolg?<br />
<strong>Dr. Achim Rist:</strong>  Ich habe in meinem Leben sehr viel als Aktiver an Sportveranstaltungen und Wettkämpfen teilgenommen. Ich hatte hier einige nationale Erfolge im alpinen Skirennsport. Das liegt allerdings lange Zeit zurück. In letzter Zeit nehme ich gelegentlich an einem Golfturnier teil. Da habe ich zwar auch schon gewonnen, bin jedoch noch weit davon entfernt, ein guter Golfspieler zu sein (…wenn man das als Spätberufener überhaupt jemals sein kann…).<br />
<strong>meinsbh.de:</strong> Sind Sie immer noch Sänger und Basist bei &#8220;Dr. Quincy &amp;  Lemon Shakers&#8221;? Welche Bedeutung nimmt die Musik und die Band in Ihrem Leben an? Wie wurde die Band gegründet, wer sind die übrigen Bandmitglieder?</p>
<p> <br />
<strong>Dr. Achim Rist:</strong> Die Musik und die Band „Dr. Quincy and the Lemonshakers“ hat in meinem Leben eine grosse Bedeutung, immerhin funktioniert dieses Konstrukt seit mittlerweile 22 Jahren mit gutem Erfolg. Manchmal fragen wir uns, wie das überhaupt sein kann. Die Band wurde aus einem Jux heraus gegründet und sollte eigentlich niemals eine Bühnenperformance erhalten. Einig waren wir uns damals nur darüber, dass wir konsequent nur das spielen, was uns Spass macht. Das scheint offensichtlich das Erfolgsrezept zu sein. Die übrigen Bandmitglieder sind meine alten „Spielkameraden“, Gilbert Kunkel und Peter Schnur, beide aus Schwenningen, Bernhard Schreiber aus Tuttlingen und Volker Kuchenmeister, früher Tuttlingen, jetzt Salem. Zusätzlich zu dieser Uralt-Stammbesetzung treten wir seit 1 œ Jahren zusätzlich mit einem Bläserset (Saxophon, Posaune, Trompete) auf, das aus Berufsmusikern besteht. Das senkt den Altersdurchschnitt der Band ungeheuerlich!!!</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong>  Jeder hat im Laufe des Lebens bestimmte Ziele vor Augen. Welche haben Sie schon erreicht und was ist noch für die Zukunft geplant?</p>
<p><strong>Dr. Achim Rist:</strong> Das grösste Ziel meines Lebens habe ich erreicht, nämlich das Ziel, dass ich mittlerweile über 20 Jahren glücklich und mit Freude verheiratet bin, was ja heute nicht so alltäglich ist! Wichtigstes Ziel für die Zukunft ist, dies auch weiter aufrecht zu erhalten. Beruflich bin ich sehr zufrieden mit unserer international renommierten Sportklinik in Muttenz bei Basel. Hier gibt es in Zukunft weiter viel zu tun, um diese Klinik weiter voran zu bringen, denn: „wer sich nicht mehr bemüht besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein“.</p>
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		<title>Michael Kopp (Villingen-Schwenningen)</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 04:00:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Michael Kopp, 1951 in Schwenningen geboren, ist Vorstandsvorsitzender des Förderkreises ‚lebendiges Uhrenindustriemuseum’ in Villingen-Schwenningen. Er besuchte das Wirtschaftsgymnasium in Villingen. Seine Familie ist seit mehr als 100 Jahren in der Uhrenfertigung tätig. Seit 1994 ist er auf die Herstellung und den Vertrieb von Werbeuhren spezialisiert. Mit Cornelia Kopp zusammen führt er dieses Unternehmen unter dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/081211_Michael-Kopp_Schwenningen.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-309" style="margin: 5px; border: 0px;" title="081211_Michael Kopp_Schwenningen" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/081211_Michael-Kopp_Schwenningen-150x120.jpg" alt="081211_Michael Kopp_Schwenningen" width="150" height="120" /></a>Michael Kopp, 1951 in Schwenningen geboren, ist Vorstandsvorsitzender des Förderkreises ‚lebendiges Uhrenindustriemuseum’ in Villingen-Schwenningen. Er besuchte das Wirtschaftsgymnasium in Villingen. Seine Familie ist seit mehr als 100 Jahren in der Uhrenfertigung tätig. Seit 1994 ist er auf die Herstellung und den Vertrieb von Werbeuhren spezialisiert. Mit Cornelia Kopp zusammen führt er dieses Unternehmen unter dem Namen ‚promo-watch’, davor verkaufte er Uhren.<span id="more-308"></span></p>
<p> </p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wie kamen Sie zu der Entscheidung, sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Werbeuhren zu spezialisieren? Was war für Sie das Besondere daran?</p>
<p><strong>Michael Kopp:</strong> Es war die Erkenntnis, dass der klassische Uhrengroßhandel wenig Zukunftschance hatte.<br />
Luxus-Uhren werden heute direkt vertrieben, Billiguhren über fachfremde Kanäle mit Direkteinkauf in Fernost. Das Besondere an Werbeuhren ist die kreative Komponente. Es muss für jeden Kunden, für jede Situation eine individuelle Lösung gefunden werden, wo die Uhr als Verstärkung eines Webeeffekt eingesetzt wird.<br />
  <br />
<strong>meinsbh.de:</strong> Was war der Grund, dass sie das Uhrenindustriemuseum als Themengebiet für Ihr ehrenamtliches Engagement ausgewählt haben?</p>
<p><strong>Michael Kopp:</strong> ich mit der hiesigen Uhrenindustrie, die nicht mehr existiert,  sehr stark verbunden bin und von dieser Industrie auch gelebt habe. Darüber hinaus ein allgemeines Interesse an Geschichte und vor allen Dingen an Wirtschaftsgeschichte.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wieso ist das Uhrenindustriemuseum so außergewöhnlich?</p>
<p><strong>Michael Kopp:</strong> Im Museum ist exemplarisch eine komplette Uhrenfabrik aufgebaut.<br />
Es ist ein lebendiges Museum, in dem die Maschinen laufen.<br />
Es ist noch die letzte Herstellungsstätte eines mechanischen Weckers in Europa.<br />
Das Museum wurde und wird sehr stark durch ehreamtliches Engagement (Geld und Arbeit) durch die Bevölkerung getragen.<br />
Weil das Museum so außergewöhnlich ist, wurde es im Jahre 2003 vom European Museum Forum als das beste Technikmuseum in Europa ausgezeichnet.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Inwiefern charakterisiert es unsere Region?</p>
<p><strong>Michael Kopp:</strong> Unsere Region lebte fast komplett von der Uhrenindustrie und ihren Zulieferern. Es gibt für die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts und für das 20. Jahrhundert keinen anderen Industriezweig und auch keine Institution die das Leben, Arbeiten und vor allen Dingen das Denken in unserer Region mehr beeinflusste.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Ihre Überlegung, die Industriemuseen und Einrichtungen in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg zu vernetzen und eine Industriestraße zu eröffnen ist aufgrund von Potential in unserer Region realisierbar .Was ist das Ziel dieser Idee und inwiefern ist sie ausgereift?</p>
<p><strong>Michael Kopp:</strong> Die Idee steht ganz am Anfang und muss mit Partner in der Region wie z.B. das Deutsche Uhrenmuseum in Furtwangen weiter entwickelt werden. Das Ziel ist letztendlich die Schaffung einer Marke „Schwarzwaldtourismus“, die die historische und kulturelle Bedeutung der jahrhundertealten Industriegeschichte zur Seele hat und weitergeht als Schwarzwälder Kirschtorte und Bollenhüte, die im Übrigen nicht verschwinden sollen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Letztes Jahr wurden im Schwenninger Uhrenmuseum 140 Wecker verkauft, so viel wie noch nie. Was könnte Ihrer Meinung nach der Grund dafür gewesen sein?</p>
<p><strong>Michael Kopp:</strong> Ein Grund ist einfach die Sonderedition zu „100 Jahre Stadtrecht Schwenningen“ das wir 2007 gefeiert haben. Die Edition war auf 100 Stück limitiert und in 6 Woche ausverkauft.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Die Uhren wurden von Ehrenamtlichen produziert. Woher stammt die Motivation der ehrenamtlichen Senioren? Haben sie einen Bezug zu dem Uhrenindustriemuseum?</p>
<p><strong>Michael Kopp:</strong> Ich sage immer wieder: „ Wer einmal mit Uhren zu tun hatte, kommt nicht mehr weg.“ Und so ist es auch mit den Ehrenamtlichem, die alle in der Uhrenindustrie tätig waren und eine ganz starke Affinität zu Ihrem ehemaligen Berufsleben haben. Die Motivation kommt einfach aus Liebe zum ausgeführten Beruf.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Die Landesgartenschau erwartet viele Besucher. Was erhoffen Sie sich durch die Touristenbesuche im Bezug auf unsere Region und das Uhrenindustriemuseum (o. die Industriestrasse)?</p>
<p><strong>Michael Kopp:</strong> Es werden mindestens 750.000 Besucher nach VS kommen. Die Stadt wird sich im positiven Licht darstellen. Ich denke, dass viele Besucher merken werden , dass Villingen-Schwenningen nicht so schlecht ist, wie of dargestellt. Sie weden positiv überrascht sein. Diese Besucher werden wieder kommen und dann vielleicht und hoffentlich das Uhrenindustriemuseum besuchen. Die Landesgartenschau wird selbstverständlich im Jahr 2010 einige Besucher ins Museum bringen. Ich denke aber viel wichtiger ist die langfristige Wirkung, wenn wir uns als zukunftsorientierte und sehr lebens- und erlebenswerte Stadt darstellen. Davon werden alle Institutionen profitieren.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?</p>
<p>Ich werde mich weiterhin für die Erhaltung unserer jahrhundertealten industriellen Kultur einsetzen. Möglichkeiten dazu gibt es sehr viele. <br />
Addresse: <a href="mailto:Michael.kopp@promo-watch.de">Michael.kopp@promo-watch.de</a><br />
Tel 07720-31971<br />
oder abends 07720-22065</p>
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		<item>
		<title>Hans-Peter Beier (Villingen-Schwenningen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2010/01/14/hans-peter-beier-villingen-schwenningen/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 04:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Radsportler Hans-Peter Beier wohnt und arbeitet in Villingen-Schwenningen. 2004 nahm er erfolgreich an Paralympics in Athen teil. Dort gewann er eine Bronze-Medaille im Radrennen. Als AOK-Tour-Planer hat Herr Beier die erste Strecke durch drei Kreise (Schwarzwald-Baar, Rottweil und Tuttlingen) für den gemeinsamen Radsonntag der drei Kreise geschaffen. Außerdem leitet er die AOK- Radtreffs im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Radsportler Hans-Peter Beier wohnt und arbeitet in Villingen-Schwenningen. 2004 nahm er erfolgreich an Paralympics in Athen teil. Dort gewann er eine Bronze-Medaille im Radrennen. Als AOK-Tour-Planer hat Herr Beier die erste Strecke durch drei Kreise (Schwarzwald-Baar, Rottweil und Tuttlingen) für den gemeinsamen Radsonntag der drei Kreise geschaffen. Außerdem leitet er die AOK- Radtreffs im Schwarzwald-Baar-Kreis. <span id="more-301"></span>   </p>
<p> <br />
<strong>meinsbh.de:</strong> Sie haben 2004 an Paralympics in Athen erfolgreich teilgenommen. Wie schwer und zeitaufwendig war das Training zur Vorbereitung an der Olympiade?<br />
<strong>Hans-Peter Beier:</strong> Nun um im Behindertensport, der zwischenzeitlich von vielen Sportlern als BERUF ausgeübt wird, bestand zu haben, ist ein trainingsaufwand von ca. 4-8 Std. tägl. notwendig um Weltweit in der SPITZE mit vorne weg zu fahren. Ich selbst hab mich in diesem Rahme ein halbes Jahr vor den Spielen vor bereitet und bin &#8220;vorher&#8221; immer mit dem Rad zur Arbeit, abends 2-3 mal die Woche für mich ne Runde von ca. 1-3 Std. &#8220;gedreht&#8221;. Hab im Freizeitsport den Radtreff geleitet und eben auch z. B. Events wie die Tour de Lände als Gruppenleiter zur Vorbereitung genutzt.<br />
<strong>meinsbh.de:</strong> Wie kamen Sie auf die Idee daran teilzunehmen?<br />
<strong>Hans-Peter Beier:</strong> Die &#8220;Idee&#8221; hatte der Bundestrainer, Adelbert Krohmer. Um einen Sieger zu ermitteln müssen mind. 16 Teilnehmer starten. In der Leistungsgruppe LC4 in der ich startete fehlte eben noch ein Athlet. Weltweit fahren leider recht wenige mit &#8220;schweren&#8221; Behinderungen. Nun und der &#8220;Riecher&#8221; von Adelbert war mit der Bronce-Medalie der richtige.<br />
<strong>meinsbh.de:</strong> Waren Sie auch bei Paralympics 2008 in Peking auch dabei?<br />
<strong>Hans-Peter Beier:</strong> In Peking war ich nicht dabei. Reglement, Familie u. Beruf verlangen mir hier zu viel ab und ich habe eben leider nicht die Zeit um dem trainingsaufwand zu folgen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Gibt es bestimmte Strecken in der Region, die Ihnen besonders lieb sind und welche Sie schon mehrmals gefahren sind?</p>
<p><strong>Hans-Peter Beier:</strong> Ich fahre gerne übern Riedsee vorbei nach Brunlingen zum Kirnbergsee (da gibt es nen tollen selber gemachten Kuchen im Kaffe) und dann über Tannheim, Rietheim, Marbach wieder heim.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Hat sich Ihrer Meinung nach die Einstellung der Menschen zum Sport und sportlichen Freizeitgestaltung im Laufe der Jahre verändert?</p>
<p><strong>Hans-Peter Beier:</strong> Hmm, ich denke, früher mussten die Leute viel härter arbeiten und hatten genug Bewegung. Heute sitzen viele im Büro, stehen in der Fabrik an Maschinen und klar finden Ihren Ausgleich jetzt im Sport.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Das Vereinsleben ist sehr aktiv in der Region. Sind (waren) Sie auch Mietglied eines Vereins? Wie wird das Leben dadurch beeinflusst?</p>
<p><strong>Hans-Peter Beier:</strong> Ich bin Mitglied im Schwenninger Radsportverein RSPVo6 und klar beeinflusst mich der Verein. Ich leite zweimal die Woche den Treff Mo u. Mittw. ab 17,30 Uhr) was eben heißt man ist in den Vereinsfarben unterwegs.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Mit der Bronze-Medaille haben Sie bereits einen großen Erfolg gefeiert. Sind noch irgendwelche, Wünsche offen? Welche Ziele haben Sie noch für die Zukunft?</p>
<p><strong>Hans-Peter Beier:</strong> Leistungssport möchte ich keinen mehr betreiben, jedoch möchte ich mehr Menschen aufs Rad bringen um Ihnen zu zeigen wie toll das &#8220;umwelterlebniss&#8221; hier ist.</p>
<p>&#8211;<br />
Dieses Interview wurde von den Studierenden im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am  02.02.2009 per Email geführt.</p>
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		<title>Markus Heinzelmann (Villingen-Schwenningen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2009/12/28/markus-heizelmann-villingen-schwenningen/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 04:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>

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		<description><![CDATA[Markus Heinzelmann ist 1965 in Basel, Schweiz geboren.  Ein Feuerwehrmann mit Leib und Seele hatte mehrere Aus- und Weiterbildungen zum Berufsfeuerwehrmann gemacht.  Seit 2003 ist er  Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in Villingen-Schwenningen.  Er ist ein sehr engagierter Bürger seiner Stadt und begrüßt die kommende Landesgartenschau 2010 in Schwenningen.

meinsbh.de: Viele Kinder wollen zur Feuerwehr gehen. War [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090116_MarkusHeinzelmann_Schwenningen.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-298" style="margin: 5px; border: 0px;" title="090116_MarkusHeinzelmann_Schwenningen" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090116_MarkusHeinzelmann_Schwenningen-150x150.jpg" alt="090116_MarkusHeinzelmann_Schwenningen" width="150" height="150" /></a>Markus Heinzelmann ist 1965 in Basel, Schweiz geboren.  Ein Feuerwehrmann mit Leib und Seele hatte mehrere Aus- und Weiterbildungen zum Berufsfeuerwehrmann gemacht.  Seit 2003 ist er  Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in Villingen-Schwenningen.  Er ist ein sehr engagierter Bürger seiner Stadt und begrüßt die kommende Landesgartenschau 2010 in Schwenningen.</p>
<p><span id="more-297"></span><br />
<strong>meinsbh.de:</strong> Viele Kinder wollen zur Feuerwehr gehen. War das auch Ihr Wunsch von<br />
Kindheit an?</p>
<p><strong>Markus Heinzelmann:</strong> Das kann man so sagen. Mein Onkel war Zugführer bei der Berufsfeuerwehr<br />
Graz (Österreich), da habe ich einen Einblick in die Feuerwehrarbeit<br />
bekommen. Ab meinem 6. Lebensjahr war es der Höhepunkt in den<br />
Sommerferien meinen Onkel einen Tag lang auf der Feuerwache zu besuchen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sind Sie als Kommandant der Feuerwehr auch noch selbst bei den  Einsätzen aktiv dabei?</p>
<p><strong>Markus Heinzelmann:</strong> Das gehört bei Einsätzen ab einer bestimmten Größenordnung dazu. Auch<br />
bei Einsätzen bei denen das Stichwort &#8220;Menschenleben in Gefahr&#8221; fällt,<br />
bin ich mit dabei.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie haben als Rettungsassistent gearbeitet. Bleibt man nach den<br />
Einsätzen mit den Geretteten im Kontakt?</p>
<p><strong>Markus Heinzelmann:</strong> Nein, das wäre auch nicht professionell. Die Betroffenen sollen sich<br />
hier zu nichts verpflichtet fühlen. Bei Personen mit sehr schwerem<br />
Verletzungsmuster versuchen wir schon mal, über das behandelnde<br />
Krankenhaus, den positiven Verlauf der Behandlung herauszufinden. Jedoch<br />
bekommen wir aus Datenschutzgründen meist keine Antworten.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wie lange hat Ihr längster Einsatz gedauert?</p>
<p><strong>Markus Heinzelmann:</strong> Das war wohl 2006, der Hagelsturm über Villingen-Schwenningen. Der<br />
Einsatz zog sich über 10 Tage, wobei ich die ersten 60 Stunden nicht<br />
geschlafen habe.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Ist die Häufigkeit der Einsätze von den Jahreszeiten abhängig?</p>
<p><strong>Markus Heinzelmann:</strong> Das kann man so nicht sagen. Die Anzahl der Einsätze ist übers Jahr<br />
gesehen bei uns in Villingen-Schwenningen doch sehr stabil und hat sich<br />
im Jahr 2008 um die 35 Einsätze im Monat bewegt. 2/3 der Einsätze sind<br />
zwischen 08:00 &#8211; 19:00 Uhr zu verzeichnen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was beeindruckt Sie am meisten in Ihrem Beruf?</p>
<p><strong>Markus Heinzelmann:</strong> Die Hingabe und der Idealismus der ehrenamtlichen sowie auch der<br />
hauptamtlichen Einsatzkräfte bei der Hilfe am Nächsten.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Haben sich Interessen der jungen Leute im Bezug auf die Feuerwehr im<br />
Laufe der Jahre geändert? Wenn ja, wie?</p>
<p><strong>Markus Heinzelmann:</strong> Ich denke schon. Das Freizeitverhalten von Jugendliche hat sich doch<br />
sehr stark geändert. Es gibt auch ein mehr an Angebot auf dem<br />
Freizeitmarkt. Da haben wir als Freiwillige Feuerwehr in manchen<br />
Bereichen schon Nachwuchssorgen. Aus diesem Grund haben wir in manchen<br />
Ortschaften das Eintrittsalter zur Jugendfeuerwehr auf 10 Jahren<br />
abgesenkt. Hier probieren wir mit unseren sehr engagierten Jugendwarten<br />
den Kindern und Jugendlichen den &#8220;Feuerwehrvirus&#8221; zu setzen.Wir<br />
übernehmen in der Regel über 90% der Jugendfeuerwehrler in die aktive<br />
Wehr. Von denen bleiben auch mehr als 2/3 länger als 6 Jahre bei uns.<br />
Die meisten Leute verlieren wir, da der Arbeitsmarkt heutzutage eine<br />
Wohnortflexibilität erfordert.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was ist der Unterschied zwischen der Freiwilligen und der Beruflichen<br />
Feuerwehr?</p>
<p><strong>Markus Heinzelmann:</strong> Bei den Einsätzen haben wir keine Unterschiede. Grundsätzlich ist jede<br />
Art von Einsätzen überall möglich.<br />
Der Unterschied liegt bei den Ausrückezeiten, eine Berufs- bzw.<br />
Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften muss innerhalb einer Minute nach<br />
der Alarmierung mit dem ersten Fahrzeug aus der Feuerwache ausrücken.<br />
Das erfordert eine ständige Besetzung der Feuerwache. Die<br />
Feuerwehrhäuser einer Freiwilligen Feuerwehr sind nicht ständig besetzt,<br />
die Einsatzkräfte müssen bei einer Alarmierung zuerst in das<br />
Feuerwehrhaus kommen, dadurch liegt die durchschnittliche Ausrückezeit<br />
zwischen 5 und 6 Minuten. Somit deckt eine Feuerwache (BF bzw. HF) einen<br />
Einsatzradius von ca. 4,2km und ein Feuerwehrhaus (FF) von ca. 2,4km<br />
innerhalb einer angestrebten Hilfsfrist von max. 10 Minuten ab.<br />
Weitere Unterschiede sind in der Ausbildung der Einsatzkräfte zu sehen.<br />
Bei der Freiwilligen Feuerwehr erfolgt die Grundausbildung in 70<br />
Stunden, danach darf man unter Aufsicht an den Einsätzen teilnehmen.<br />
Nach zwei Jahren und weiteren 80 Stunden Ausbildung ist man dann eine<br />
fertig ausgebildete Einsatzkraft. Weitere Ausbildungen zum Truppführer<br />
in 35 Stunden, Maschinisten in 35 Stunden, Atemschutzgeräteträger in 25<br />
Stunden und Sprechfunker in 16 Stunden können dann noch abgelegt werden.<br />
Die berufliche Kraft wird in einem 6 monatigem Ausbildungskurs bei einer<br />
Berufsfeuerwehr ausgebildet. Danach erfolgt der 17 monatige<br />
Einsatzdienst unter Aufsicht bei einer Berufsfeuerwehr. Nach einem 4<br />
wöchigen Aufbaukurs an der Landesfeuerwehrschule erfolgt die<br />
Staatsprüfung zum mittleren feuerwehrtechnischen Dienst. Bei vielen<br />
beruflichen Feuerwehren wird die Einsatzkraft auch noch zusätzlich in<br />
520 Stunden als Rettungssanitäter ausgebildet.</p>
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		<item>
		<title>Herbert Fischer (Villingen-Schwenningen)</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 04:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Herbert Fischer, 1937 in Villingen geboren. Er hatte schon mehrere Ehrenämter und ist seit 2005 der DRK-Kreisvorsitzende in Villingen-Schwenningen. Von 1975 bis 2004 war er dort Schatzmeister. Von 1971 bis 1983 war er Kassierer des Villinger Tennisclubs Blau-Weiß und 1985 war er für drei Jahre Vorsitzender des Tennisclubs Pfaffenweiler. 1990 bis 2000 war er Kassierer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090130_Herbert-Fischer_Villingen-Schwenningen.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-295" style="margin: 5px; border: 0px;" title="090130_Herbert Fischer_Villingen-Schwenningen" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090130_Herbert-Fischer_Villingen-Schwenningen-150x150.jpg" alt="090130_Herbert Fischer_Villingen-Schwenningen" width="150" height="150" /></a>Herbert Fischer, 1937 in Villingen geboren. Er hatte schon mehrere Ehrenämter und ist seit 2005 der DRK-Kreisvorsitzende in Villingen-Schwenningen. Von 1975 bis 2004 war er dort Schatzmeister. Von 1971 bis 1983 war er Kassierer des Villinger Tennisclubs Blau-Weiß und 1985 war er für drei Jahre Vorsitzender des Tennisclubs Pfaffenweiler. 1990 bis 2000 war er Kassierer des Freundeskreises Zittau.<br />
Beruflich war Herr Fischer 48 Jahre lang bei der Sparkasse Villingen-Schwenningen, unter anderem stellvertretender Vorstandsvorsitzender.<span id="more-294"></span></p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was hat Ihr Interesse daran geweckt für das DRK tätig zu sein?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Ich wurde 1975 angesprochen, fand das Ehrenamt DRK gut und bin seit dem dabei.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was gefällt Ihnen besonders gut an Ihrer Tätigkeit?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Wenn ich etwas bewegen kann.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Welche wichtigen Pflichten haben Sie als Kreisvorsitzender des DRK zu erfüllen?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Der Kreisverband hat zwei Aufgabenfelder<br />
a)den Rettungsdienst und<br />
b)die allgemeine Rotkreuzarbeit<br />
Insbesondere im Aufgabenfeld b) geht es um Koordination der Interessen und Aufgaben der 11 im Kreisverband zusammengeschlossenen Ortsvereine.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wieso sind ehrenamtliche Mitarbeiter für das DRK wichtig?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Ohne ehrenamtliche Mitarbeiter und Spender könnte das DRK seine Aufgaben nicht erfüllen; die vorhandenen Geldmittel würden nicht ausreichen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sehen Sie in unserer Region Probleme was die Hilfsbereitschaft anderen Menschen gegenüber angeht?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Grundsätzlich Nein- keine Probleme. Gott sei Dank gibt es von vielen Einrichtungen und Gruppierungen Aktivitäten.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was ist Ihrer Meinung nach ein schwerwiegendes Problem in unserer Gesellschaft, wo die Menschen für mehr Bewusstsein sorgen müssen?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Der demographische Wandel. Zur Bewältigung sind enorme Anstrengungen erforderlich.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was für ein Bewusstsein wollen Sie bei den Jugendlichen durch das Jugendrotkreuz entwickeln und wieso ist es wichtig sich schon im Jugendalter für Gesundheit, Umwelt, Frieden und Völkerverständigung einzusetzen?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Wir haben ein sehr aktives Jugendrotkreuz, mit einem breiten Themen-<br />
Spektrum. Der Grundstein für entsprechendes Verhalten im Erwachsenen-Alter wird im Sinne ihrer Fragestellung überwiegend in der Jugend gelegt.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie bieten Essen auf Rädern, betreutes Wohnen, Sanitäts- und weitere Dienste an. Wie wichtig sind Ihre Dienste für Senioren, kranke und behinderte Menschen?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Unser Kreisverband und unsere Ortsvereine bieten ein breites Spektrum als<br />
Hilfe für die genannten Betroffenen an. Aber wir wollen noch besser werden.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Im Juli 2008 wurden 177 Blutspender für ihren unentgeltlichen Dienst an der Gemeinschaft geehrt. Wieso sind Blutspenden so wichtig?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> weil Blutplasma in den Kliniken (weltweit) dringend benötigt wird.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was sind die Pläne für die nächste Zeit?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Die Qualität unserer DRK-Arbeit ständig zu verbessern und mögliche neue Aufgabenfelder auf Realisierbarkeit zu prüfen.</p>
<p>&#8211;<br />
Dieses Interview wurde von Suzana Vrucinic im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 30.01.09 per Email geführt.</p>
<p>Kontakt: <a href="mailto:Elfriede.hirt@drk.vs.de">Elfriede.hirt@drk.vs.de</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ernst Pfister (Trossingen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2009/11/18/ernst-pfister-trossingen/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 04:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ernst Pfister ist seit 14. Juli 2004 Wirtschaftsminister und bis 2006 Stellvertretender Ministerpräsident  des Landes Baden-Württemberg. Er ist am 28. April 1947 in Trossingen geboren und lebt dort mit seiner Familie. Nach dem Studium der Politikwissenschaften, Germanistik und Sportwissenschaften in Tübingen und Freiburg unterrichtete er ab 1975 am Hoptbühl-Gymnasium in VS-Villingen. Seit 1980 ist Herr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090212_ErnstPfister_Trossingen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-290" style="margin: 5px; border: 0px;" title="090212_ErnstPfister_Trossingen" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090212_ErnstPfister_Trossingen.jpg" alt="090212_ErnstPfister_Trossingen" width="135" height="150" /></a>Ernst Pfister ist seit 14. Juli 2004 Wirtschaftsminister und bis 2006 Stellvertretender Ministerpräsident  des Landes Baden-Württemberg. Er ist am 28. April 1947 in Trossingen geboren und lebt dort mit seiner Familie. Nach dem Studium der Politikwissenschaften, Germanistik und Sportwissenschaften in Tübingen und Freiburg unterrichtete er ab 1975 am Hoptbühl-Gymnasium in VS-Villingen. Seit 1980 ist Herr Pfister Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg, 1996-2004 war er der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion. Bis 2004 war er Mitglied des Gemeinderats und stellvertretender Bürgermeister der Stadt Trossingen.<br />
Vater von zwei Söhnen und Großvater von Zwillingen, Ernst Pfister, spielt in seiner Freizeit gerne Ziehharmonika und ist Ehrenpräsident des Deutschen Harmonikaverbandes (DHV).<br />
Außerdem ist er seit 26. Juni 2007 Aufsichtsratsvorsitzender der Landesmesse Stuttgart GmbH.<span id="more-289"></span></p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie kommen aus Trossingen. Wie beurteilen Sie die wirt­schaft­liche Situation der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg? </p>
<p><strong>Ernst Pfister:</strong> Die Produkte aus der Musikinstrumentenproduktion in meinem Heimatort Trossingen sind ein Beispiel für die wirtschaft­liche Robustheit und Solidität der Region Schwarz­wald-Baar-Heuberg: Sie erfreuen sich seit 150 Jahren weltweiter Bekannt­heit und decken von der Mundharmonika bis zum Konzertflügel viele Bereiche der Musikin­stru­men­tenpro­duktion ab. In dieser Region wurde die Industriege­schi­ch­te des Landes Baden-Württemberg mit gestaltet – von der Uhrenindustrie oder der Unterhaltungselektronik früher bis hin zur Medi­zintechnik, Feinme­chanik oder den Automobilzuliefererbereich heute sind.</p>
<p>Das lässt sich auch in der aktuellen wirtschaftlichen Situation dieses Wirtschafts­raumes erkennen, die sich sehr aussagekräftig in der Beschäftigungslage widerspie­gelt. Sie ist zugleich der Bereich, der die Mitbürgerinnen und Mitbürger am stärksten bewegt. Die Zahl der versicherungs­pfli­ch­tig Beschäftigten hat in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg in den Jahren 1999 bis 2007 fast doppelt so stark zugenommen als im Durchschnitt des Landes: Die Beschäftigung nahm in der Region in diesen Jahren um 4,4% zu, wäh­rend sie im Land um 2,4% stieg. Das Produzierende Gewerbe konnte in der Region immerhin noch ein Beschäfti­gungs­plus von ca. 1% in diesem Zeitraum verbuchen, während die Landesentwick­lung sogar einen Beschäftigungsabbau von -7,4% hinnehmen musste.</p>
<p>Das ist natürlich mit ein Ergebnis davon, dass wir in der Region wettbewerbsfähige Branchen, Technologien und Marktfelder finden, in denen mit unterschiedlicher In­tensität zusammengearbeitet wird. So ist im Wirtschaftsraum Schwarzwald – Baar -Heuberg eine Vielzahl von Automobilzulieferer ansässig. Gerade die Hochfläche des Großen Heubergs mit Gosheim als größerem Zentrum stellt eine räumliche Konzen­tration der Drehteilehersteller dar. Hier sind Firmen vertreten, die in ihrer Sparte im Bereich der Automobilzulieferer sogar als Weltmarktführer gelten können. Aus metall­gebundenen Zulieferbetrieben der Automobilindustrie haben sich in den letzten Jah­ren immer mehr leistungsfähige Kunststoff verarbeitende Betriebe entwickelt, die da­durch dem Cluster Kunststoffverarbeitung immer mehr Gewicht in der Region ver­schaffen.<br />
 <br />
Neuere Entwicklungen im Bereich der faserverstärkten Kunststoffe öffnen dem Clu­ster neue Perspektiven. Know-how-Transfer neuester Technologien und sichern den Vorsprung der Unternehmen im Sondermaschinenbau wie auch im Werkzeugma­schinenbau auf den Weltmärkten. Eine über hundertjährige Tradition und Verknüpfung vieler Betriebe untereinander haben im Cluster Feinwerktechnik/Mikrotechnik/Mikrosystemtechnik  Produktions­stätten entstehen lassen, die ihren Anspruch bis heute dokumentieren. Sie fand ihre unmittelbare Fortsetzung in der Mikrotechnik, in der heute mehrere hundert Betriebe Mikro- und Präzisionsbauteile fertigen. Dieses Zusammenspiel von Produkten unter­schiedlicher Marktfelder mit ihren jeweiligen Unternehmen und Beschäftigten sowie den Partnern aus Wissenschaft und Verwaltung bildet auch künftig das Rück­grat dieses Wirtschaftsraumes.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wie stark ist die Region von der Finanzkrise betroffen?  </p>
<p><strong>Ernst Pfister:</strong> Natürlich kann die Region von den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Kon­junk­turkrise nicht verschont bleiben. Eine konkrete Zuordnung der dadurch verursachten Umsatz- oder Beschäftigungseinbußen ist aber statistisch nicht möglich. Wir ha­ben in diesem Wirtschaftsraum &#8211; wie überall im Land &#8211; Insolvenzfälle. Doch die meisten Unternehmen tun alles, um ihre Be­schäf­tigten  zu halten. Das ist verantwortlich. Und sie bilden seit Jahren auf sehr hohem Niveau aus. Auch das ist verantwortlich und weitsichtig zugleich, denn  nur so können die Firmen dem künfti­gen Fachkräftemangel vorbeu­gen. Schließlich rührt diese solide Form einer Firmen­politik auch und sehr entscheidend das Ergebnis daherm dass diese Region geprägt ist von familiengeführten kleinen und mittleren Unternehmen, die noch einen direk­ten Bezug zu ihren Firmenangehöri­gen haben.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wie kann sich die Finanzkrise und die Rezession auf die Arbeitslosenquote in der Region auswirken?<br />
<strong>Ernst Pfister: </strong>Finanzkrise und Rezession führen stets dazu, dass Unternehmen aus dem Markt ausscheiden.  Aktuell können wir jedenfalls noch keine allzu starken Veränderungen in der Beschäftigungslage der Region feststellen. Vielmehr lag die aktuelle Arbeitslo­sen­qu­o­te in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg im Bereich der Agentur für Ar­beit Rottweil mit 4,4% leicht unter dem Landesdurchschnitt von 4,7% und im Bereich der Agentur für Arbeit Villingen-Schwenningen mit 5,1% leicht darüber. Bei einem Anteil des Produzierenden Gewerbes von ca. 54 % der versicherungspflich­tig Be­schäftigten gegenüber 41 % im Landesdurchschnitt ist die Frage nach den Auswir­kungen der Finanz- und Konjunkturkrise berechtigt, zumal die Industrie in der Regel zuerst in Mitleidenschaft der konjunkturellen Entwicklung gerät.<br />
Die Landesregierung wird ergänzend zur Bundesregierung ein Sonderprogramm mit einem Umfang von 1 Mrd. € auf den Weg bringen. Neben öffentlichen Investitionen zählt dazu ein deutlich erweiterter Rahmen für Bürgschaften und Beihilfen. Mit dem Einsatz der L-Bank Förderprogramme konnten wir in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg mit rund 808 Mio. € zinsverbilligten Darlehen und ca. 670 000,-€ Zuschüs­sen in fast 4000 Fällen (!) in den Jahren 2000 bis 2007 zur Sicherung von ca. 67 600 Arbeitsplätzen und zur Schaffung von ca. 4 400 neuen Arbeitsplätzen beitragen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Ist ein Politiker der Schwarzwald-Region anders als einer aus, sagen wir mal- Berlin? Gibt es besondere Charakterzüge bei einem Schwarzwälder?</p>
<p><strong>Ernst Pfister:</strong> Von „besonderen Charakterzügen“ würde ich nicht sprechen. Und ein Vergleich mit Politikern aus Berlin ist schon deshalb schwierig, weil sich in der Bundeshauptstadt Politiker aus ganz Deutschland zusammenfinden, darunter auch viele, die ihre Wurzeln in Baden-Württemberg haben. Fakt ist, Baden-Württemberg liegt in der Mitte Europas und die Wirtschaft ist stark exportorientiert . Das färbt natürlich auf die Menschen ab. Wer vom Handel lebt, der lernt, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und neigt zur Weltoffenheit. Dies gilt für meine Heimatregion in besonderem Maße. Von Trossingen ist man in einer Autostunde in der Schweiz und auch nach Frankreich ist es nicht viel weiter.  Einem Trossinger oder Donaueschinger sind die Städte Basel und Straßburg deshalb auch häufig vertrauter als Stuttgart oder Frankfurt.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Ist die Region Ihrer Meinung nach ein attraktiver Ferienort für die Touristen, Urlauber etc. ?</p>
<p><strong>Ernst Pfister:</strong> Die Region vereint Teile unserer bekanntesten Ferien- und Erholungslandschaften wie dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb und ist meiner Meinung nach auch eine für Touristen attraktive  Region mit einem hohen Erholungs- und Freizeitwert. Die Region zählt über 2 Mio. Übernachtungen und rund 10 Mio. Tagesausflügler und Geschäftsreisende jährlich. Insbesondere die nach dem Kurortegesetz höherprädikatisierten Orte, das sind Heilbäder, Heilklimatische Kurorte und Kneippkurorte im intensiv touristisch geprägten Schwarzwald-Baar-Kreis wie Bad Dürrheim, Königsfeld, Schönwald, Triberg und Villingen-Schwenningen sowie die acht Luftkurorte in der Region sind mit ihrem Angebot von besonderem Gewicht für den Übernachtungstourismus in der Region. Regionale Freizeiteinrichtungen und –angebote sind sowohl als Ziel für Ausflüge von Gästen in der Region als auch zur Anziehung von Tagestouristen attraktiv und von beträchtlicher Bedeutung. Beispielhaft wären zu nennen: Die Ausflugsziele Triberger Wasserfälle, die Sauschwänzlebahn und Wutachschlucht in Blumberg, der Donauberglandweg, das Solemar in Bad Dürrheim, das Freizeit- und Thermalbad TuWass in Tuttlingen, der Familien-Freizeitpark Villingen-Schwenningen, der Freizeitpark Hardt, Erlebnisbäder in Bad Dürrheim und Rottweil, das Wasserschloß in Sulz a.N., das Wintersportangebot und Loipen rund um Schönwald-Schönach, das Freilichtmuseum in Neuhausen ob Eck, das Deutsche Uhrenmuseum in Furtwangen oder Städteziele wie Villingen &#8211; Schwenningen, Rottweil und Donaueschingen mit Schloß und Donauquelle aber auch Sport- und Kulturveranstaltungen wie z.B. das Internationale Reitturnier in Donaueschingen, die Wintersportveranstaltungen in Schonach und Schönwald sowie die Musiktage in Donaueschingen und weitere überregionale kulturelle Veranstaltungen wie das Klassik-Konzertfestival „Sommersprossen“ in Rottweil und das Jazzfestival Villingen-Schwenningen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Die Region versucht durch unterschiedliche Veranstaltungen, wie z.B. die Landesgartenschau 2010, mehr auf sich aufmerksam zu machen. Welche Bedeutung hat es für die Zukunft der Region ? Glauben Sie, dass der hohe Aufwand sich lohnt ?</p>
<p><strong>Ernst Pfister:</strong> Mit ihren Übernachtungszahlen liegt die Region an 9. Stelle unter den Regionen des Landes. Der Tourismus birgt nach meiner Einschätzung noch deutlich mehr Potenzial für die Region. Er ist Teil der in der Region zunehmend an Gewicht gewinnenden Dienstleistungen und ein wichtiger Image- und Wirtschaftsfaktor für die Region. Er ist als so genannter „weicher Standortfaktor“ bedeutsam für die Standortqualität auch für andere Branchen und generiert als harter Standortfaktor selbst Arbeits- und Ausbildungsplätze. Vor diesem Hintergrund halte ich es für richtig und wichtig, dass sich die Region gerade auch in dem harten touristischen Wettbewerb mit Veranstaltungen wie z.B. der Landesgartenschau 2010 besser ins Licht zu rücken versucht. Zu dieser Landesgartenschau in Villingen-Schwenningen werden ca. 1 Mio. Besucher erwartet. Dies bedeutet eine große Chance zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der Region. Im Übrigen bedeutet in der Regel allein die Infrastrukturkomponente im Hinblick auf die Stadtentwicklung einen dauerhaften Gewinn für Landesgartenschau-Orte.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Welche Rolle nimmt die Region in der gesamten Wirtschaft Baden-Württembergs ein? <br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Ernst Pfister:</strong> Der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg  steht und fällt &#8211; nicht nur in der aktuellen weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise &#8211; mit der Qua­lität der einzelnen Wirtschaftsstandorte im Land mit ihren Unternehmen, Beschäftig­ten und Partnern in Wissenschaft, Bildung, Verbänden und Verwaltung. Mit dieser Region, in der die Industrie ein unverzichtbarer Wirtschaftspfeiler ist, haben wir einen wett­­bewerbsfähigen Innovationsknoten. Das belegen nicht nur die bereits von mir be­nannten Branchen und Cluster, sondern auch die Innovationspotenziale in diesem Wirtschaftsraum. Ein Highlight dieser Region, das Tradition,  Fortschritt und Wettbewerbsfähigkeit in sich vereinigt, ist die Medizintechnik. Mehr als 400 Firmen, in der Mehrzahl kleine handwerklich ausgerichtete Werkstätten, aber auch international ausgerichtete Un­ternehmen prägen dieses bundesweite Zentrum der Medizintechnik. Es spricht für sich und für die hohe Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Clusters Medi­zintechnik, dass im  Wettbewerb des Wirtschaftsministeriums zur Stärkung regionaler Cluster in Baden-Württemberg das Projekt &#8220;Aufbau und Funktionalisierung der MedCa­re TechArea Clustermanagementstruktur&#8221; aus dem dortigen Raum von einer unabhängigen Jury aus 36 An­trä­gen mit elf weiteren Anträgen zur Prämierung ausgewählt wurde. Nach eigener Ein­schätzung in dieser Region kann man weitere aufstrebende Cluster in der Um­welt- und Energie­technik, in der Virtuellen Realität oder in der Logistik erkennen, die erneut die engen Zu­sammenhänge zwischen Industrie, Technik und Dienst­leister bestätigen.<br />
Der Verein MicroMountains Network  oder das Kompetenzzentrum Minimal Invasive Medizin &amp; Technik, eine der ersten Clusterinitiativen in der Medizintechnik in Deutsch­­­land  oder die seit 30 Jahren bestehende Interessengemeinschaft der  Dreh­tei­le­hersteller bestätigen  die allseits akzeptierte Erkenntnis, dass die innovativen He­rausforderungen auf den Weltmärkten weitere Kooperationen, Vernetzungen und Cluster erfordern.<br />
Zusammen mit den bereits genannten Industriekernen und Dienstleistern in dieser Region Schwarzwald –Baar &#8211; Heuberg  verfügt sie über herausragende Potenziale: die Hochschule Furtwangen, die International Business School Tuttlingen, das Institut für Mikro- und Informationstechnik, die MicroMountains Applications AG oder auch die Staatliche Musikhochschule in Trossingen.<br />
Die Landesregierung hält weitere Netzwerke und Clusterinitiativen für wichtig, um die Wettbewerbsfähigkeit der baden-württembergischen Wirtschaft international weiter auszubauen, gerade auch über einen offensiven Ausbau der Clusterpolitik oder über gezielte regionalpolitische Maßnahme. So hat das Wirtschaftsministerium dafür ge­sorgt, dass die Stadt Villingen-Schwenningen in die Europäische Strukturfondsför­derung &#8220;Regionale Wettbewerbsfähigkeit 2007 bis 2013 &#8221; einbezogen wurde und nun die Chance hat, mit Hilfe von Mitteln aus dem Europäischen Regionalfonds die Wettbe­werbs­fähigkeit ihres Wirtschaftsstandorts auszubauen. Eine Chance, die offensiv genutzt werden sollte.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Naturbedingt bietet die Region mehrere Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, so wie Wandern oder Fahrradfahren u.Ä.. Wie gestalten Sie Ihre Freizeit in der Heimat, wenn Sie überhaupt dazu kommen?</p>
<p><strong>Ernst Pfister:</strong> Freizeit ist für mich ein Luxusgut. Aber: Ich habe den Vorteil, dass ich in einer Autostunde am Bodensee, im Schwarzwald oder auf der Schwäbischen Alb sein kann. Wann immer möglich nutze ich diese Möglichkeiten. Wandern über die Schwarzwaldhöhen, Skifahren fast vor der Haustüre, Schwimmen im glasklaren Bodensee – und dazu noch die kulinarischen Genüsse im Genießerland Baden-Württemberg. Dies alles sind wunderbare Möglichkeiten, Abstand zu gewinnen von der aufgeregten Politikszene und neue Kraft zu tanken.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie spielen Akkordeon, sind Ehrenpräsident des Deutschen Harmonika-Verbands e.V. Woher kommt die Begeisterung dafür?</p>
<p><strong>Ernst Pfister:</strong> Neben der Politik sind Sport und Musik meine großen Leidenschaften. Wer in der Musikstadt Trossingen geboren und aufgewachsen ist, der kann sich der Musik nicht entziehen. Akkordeon, Mundharmonika, Klavier und Gitarre, das habe ich in jungen Jahren ordentlich gelernt. Noch heute bin ich meiner Mutter dankbar, dass sie mich – manchmal mit Druck &#8211; dazu angetrieben hat. Viele fröhliche Stunden in Ski- und Wanderhütte haben mich dafür belohnt. Mein Ziel: Jedes Kind sollte in der Grundschule ein Instrument lernen: aus meiner Sicht wäre dies auch ein wirtschaftspolitischer Beitrag zum Lernziel „Kreativität“. Um dieses Ziel zu befördern, war ich 20 Jahre Präsident des Deutschen Harmonika-Verbandes, des zweitgrößten deutschen Laienmusikverbandes.</p>
<p> </p>
<p>&#8211;<br />
Dieses Interview wurde von den Studierenden der Hochschule Furtwangen, Fakultät Wirtschaft im Rahmen einer Projektarbeit am 12.02.09  per Email geführt.</p>
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		<title>Ulrich Schneider (Blumberg, Trossingen)</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 08:35:08 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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		<description><![CDATA[Ulrich Schneider, 1956 in Blumberg geboren, ist seit 1990 Lehrbeauftragter für Violoncello-Methodik an der Staatl. Hochschule für Musik Trossingen. Er lehrte schon an der Musikschule Schramberg, ist an der Musikschule Tübingen Fachbereichsleiter für Streicher, 1980 war er Dozent am &#8220;National Music Camp&#8221; in Malaysia, 1982 Dozent an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen und 1985 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090118_Ulrich-Schneider.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-285" style="margin: 5px; border: 0px;" title="090118_Ulrich Schneider" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090118_Ulrich-Schneider-150x150.jpg" alt="090118_Ulrich Schneider" width="150" height="150" /></a>Ulrich Schneider, 1956 in Blumberg geboren, ist seit 1990 Lehrbeauftragter für Violoncello-Methodik an der Staatl. Hochschule für Musik Trossingen. Er lehrte schon an der Musikschule Schramberg, ist an der Musikschule Tübingen Fachbereichsleiter für Streicher, 1980 war er Dozent am &#8220;National Music Camp&#8221; in Malaysia, 1982 Dozent an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen und 1985 Dozent beim Orchester-Workshop in Jamaika. Des Weiteren war er Mitglied des &#8220;Jungen Kammerensembles&#8221; Baden Württemberg sowie Gründungsmitglied der &#8220;Sinfonietta Tübingen&#8221; und arbeitet in zahlreichen anderen Orchestern und Ensembles mit Rundfunkaufnahmen und CD-Einspielungen. Er lebt mit seiner Familie in Pliezhausen (Kreis Reutlingen) und hat 3 Kinder.</p>
<p><span id="more-284"></span><strong>meinsbh.de: </strong>Wann haben Sie die ersten Erfahrungen mit Streichinstrumenten gemacht?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Mit knapp 12 Jahren.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was brachte Sie dazu, einen Berufsweg in der Musikrichtung einzuschlagen?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Mein Musiklehrer am Gymnasium motivierte mich; gleichzeitig erkannte ich, dass Musik der Bereich ist, der mich am allermeisten interessierte.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was gefällt Ihnen besonders gut an Ihrem Beruf an der Staatl. Hochschule für Musik in Trossingen?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Ich schätze den Kontakt zur Hochschule und den Studenten. An der Trossinger Musikhochschule hat die methodische Ausbildung einen hohen Stellenwert und bietet vielfältige Möglichkeiten.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Welche musikalischen Merkmale verbinden Sie mit unserer Region und was hielt Sie daran, in unserer Region wohnen zu bleiben?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Zunächst wohne ich nicht mehr in der Region, sondern pendle nach Trossingen. Interessant finde ich zu beobachten, wie die Musikhochschule in die Region ausstrahlt: durch eigene Konzerte, durch Studenten/Dozenten, die in der Region musizieren; durch Unterrichtstätigkeit von Studenten an Musikschulen in der Region oder privat.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Beruflich waren Sie schon in Asien und der Karibik tätig. Was hat Sie an der Musikkultur dort beeindruckt?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Einerseits die Selbstverständlichkeit, mit der die eigene Musik praktiziert und konsumiert wird und andererseits das große Interesse und die Offenheit für die mitteleuropäische „klassische“ Musik.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was für neue wichtige Erfahrungen konnten Sie mit nach Deutschland nehmen, die Ihnen in Ihrem Beruf weiterhalfen?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Die Erfahrung, dass Musik die internationale Sprache ist, die jeder verstehen kann und die ohne Sprachbarrieren gemeinsam “artikuliert“ und emotional erlebt werden kann.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Denken Sie dass es in unserer Region ein großes Potential an Nachwuchskünstlern gibt?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Dies ist schwierig zu beurteilen, da die Musikhochschule mittlerweile sehr international ist. Auskunft über diese Frage wäre eher über die Musikschulen oder über den Wettbewerb „Jugend musiziert“ zu erlangen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was möchten Sie den Nachwuchskünstlern mit auf den Weg geben?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Sie sollten sich breit ausbilden lassen, ihre Ziele konsequent verfolgen und die Zeit ihrer Ausbildung nutzen, um möglichst viel in sich „aufzusaugen“. Außerdem nicht zu viel über Berufsaussichten grübeln.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was sind Ihre Pläne für die nächsten Jahre?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Es gibt keine besonderen Pläne. Ich möchte mich in meiner Arbeit weiter entwickeln; eine gute Mischung aus Unterrichten/Lehren und eigenem Musizieren finden; interessante Konzerte besuchen; die eigenen Unterrichtserfahrungen strukturieren und evtl. zu Papier bringen …</p>
<p>&#8211;<br />
Dieses Interview wurde von Suzana Vrucinic im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 18.01.09 per Email geführt.</p>
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		<title>Ernst Burgbacher MdB (Trossingen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2009/08/21/ernst-burgbacher-mdb-trossingen/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 06:22:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Rottweil]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ernst Burgbacher ist ein deutscher Politiker der FDP. Er wurde am 28. Mai 1949 in der Musikstadt Trossingen geboren, in der er später auch das Gymnasium besuchte. Nach seinem Abitur nahm er das Studium der Mathematik und der Politikwissen-schaft an den Universitäten Tübingen und Freiburg auf. 1974 absolvierte er das erste und 1975 das zweite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/08/Ernst_Burgbacher.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-270" style="border: 0pt none; margin: 5px;" title="Ernst_Burgbacher (Trossingen)" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/08/Ernst_Burgbacher-150x150.jpg" alt="Ernst_Burgbacher (Trossingen)" width="150" height="150" /></a><a href="http://ernst-burgbacher.de" target="_self">Ernst Burgbacher</a> ist ein deutscher Politiker der FDP. Er wurde am 28. Mai 1949 in der Musikstadt Trossingen geboren, in der er später auch das Gymnasium besuchte. Nach seinem Abitur nahm er das Studium der Mathematik und der Politikwissen-schaft an den Universitäten Tübingen und Freiburg auf. 1974 absolvierte er das erste und 1975 das zweite Staatsexamen für das höhere Lehramt. Anschließend war Ernst Burgbacher einige Jahre als Lehrer am Gymnasium am Deutenberg in Villingen-Schwenningen tätig. Seit 1969 ist er Mitglied der FDP und ist seitdem politisch auch sehr engagiert. Seit 1998 ist er Mitglied des deutschen Bundestages. Seit 2002 ist er zudem parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion.</p>
<p><span id="more-264"></span><strong></strong></p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie feiern ja dieses Jahr Ihr 40-jähriges Jubiläum als Mitglied der FDP. Wie kam es zu dem Entschluss in die FDP einzutreten und was waren die ausschlaggebenden Faktoren?</p>
<p><strong>Ernst Burgbacher:</strong> Ich bin in einem liberalen Elternhaus aufgewachsen. Vorbild für mich, und damit auch ausschlaggebend für meinen Eintritt in die FDP, war die Lebenseinstellung meiner Eltern, die die persönliche Freiheit als höchstes Gut erkannt haben. Ausschlaggebend war sicherlich aber auch die damals überwiegend sehr konservative Grundhaltung in meiner Heimatregion. Dieser Einstellung wollte ich Freiheit entgegensetzen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Zurzeit leidet die deutsche Wirtschaft ja unter den Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Wie beurteilen Sie die aktuelle deutsche Wirtschaftslage aus der Sicht eines Politikers, der täglich mit dieser Krise konfrontiert ist?</p>
<p><strong>Ernst Burgbacher: </strong>Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat Deutschland als stark exportorientiertes Land in besonderer Weise getroffen. Tatsächlich scheint die Talsohle nun Mitte dieses Jahres aber erreicht. Darauf deutet auch der wichtige Geschäftsklimaindex, der in den vergangenen Monaten (April-Mai) nach erheblichem Verlust wieder leicht gestiegen ist. Wichtig ist es nun, dass die arbeitende Bevölkerung deutlich von Steuern und Abgaben entlastet wird, damit der Binnenkonsum gestärkt wird und damit über die Exportschwäche hinweghilft. Problematisch ist allerdings, dass insbesondere der deutsche Mittelstand, der das Rückgrat unserer Wirtschaft bildet, immer stärker unter der Politik der großen Koalition leidet. Vor allem die Steuerreformen belasten diesen wichtigen Zweig unserer Volkswirtschaft und die FDP setzt sich hier für Entlastungen z.B. im Hinblick auf die Zinsschranke und die Umstellung von der Soll- auf die Ist-Besteuerung ein.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie sind ja sozial sehr engagiert. Welchen Stellenwert hat soziales Engagement für Sie? Können Sie uns etwas über Ihre Erfahrungen, die Sie im Rahmen dieses sozialen Engagements gemacht haben, berichten?</p>
<p><strong>Ernst Burgbacher:</strong> Soziales Engagement, vor allem ehrenamtliches Engagement ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammen hält. Es ist für mich unerlässlich, dass Menschen sich für einander engagieren. Gerade dann, wenn staatliche Leistungen reduziert werden müssen, weil sie kaum mehr finanzierbar sind, ist es gut, wenn Menschen für einander da sind. Nachbarschaftshilfe ist für mich gelebte Nächstenliebe.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Inwieweit sind sowohl politische, als auch private Erfahrungen aus Ihrer heimischen Region ein wichtiger Bestandteil für Ihre Arbeit im Bundestag?</p>
<p><strong>Ernst Burgbacher: </strong>Meine Aufgaben zu Hause in meiner Region sind für mich unverzichtbar. Meine Arbeit als FDP-Abgeordneter für den Wahlkreis Rottweil/Tuttlingen hat für mich denselben Stellenwert wie meine Tätigkeit in Berlin. Beides gehört für mich untrennbar zusammen! Die vielen Gespräche daheim, die ich mit den Bürgerinnen und Bürgern führe, die Anliegen, die mir vor Ort vorgetragen werden, genauso wie die vielen Impulse aus unserer heimischen Wirtschaft fließen ständig in meine Arbeit in den Gremien des Deutschen Bundestages ein.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Einer Ihrer politischer Schwerpunkte für die FDP-Fraktion ist ja der Themenbereich Tourismus.<br />
Wird die Tourismusbranche auf Grund der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise Ihrer Meinung nach ein bedeutender Wirtschaftsbereich in den kommenden Jahren in Deutschland bleiben?<br />
Welche Veränderungen erwarten Sie durch diese Krise für die Tourismusbranche in Deutschland?</p>
<p><strong>Ernst Burgbacher: </strong>Das Reisen bleibt die liebste Beschäftigung der Deutschen. Dies wird sich auch in der Krise nicht verändern, denn auch in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Deutschen für ihren Urlaub gerne Abstriche in anderen Bereichen der Lebensführung hinnehmen. Dies ist deshalb erfreulich, weil durch den Urlaub im Ausland auch fremde Eindrücke zu uns kommen und unser Land beeinflussen. Viele Menschen haben sich in diesem Jahr offenbar dafür entschieden ihre Heimat zu erkunden. Deutschland hat mit seinen unterschiedlichen Regionen sehr viel zu bieten und ich erwarte daher, dass der Heimattourismus weiter gestärkt wird. Wenn wir dann noch die Rahmenbedingungen für die Hotellerie und Gastronomie in Deutschland verbessern, etwa in dem wir die Mehrwertsteuer für Hotel- und Gaststättenleistungen auf 7 % absenken, dann können die Menschen den Urlaub in Deutschland auch finanziell richtig genießen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Auf Ihrer Homepage schreiben Sie, dass das Lied „Die Gedanken sind frei“ Ihr Lieblingslied ist.<br />
Was macht dieses Lied zu Ihrem Lieblingslied?<br />
Hat dieses Lied eine bestimmte Bedeutung bzw. besondere Aussage für Sie?</p>
<p><strong>Ernst Burgbacher: </strong>Jeder, der den Text aufmerksam liest, wird nachvollziehen können, dass dieses Lied für einen „Freiheitskämpfer“ eine ganz besondere Bedeutung hat. Die Bedeutung, die in dem Text „die Gedanken sind frei“ liegt, spricht auch von der Sehnsucht, dass nicht alle Bereiche des menschlichen Lebens durch den Staat kontrolliert werden können und sollen. Bei aller Staatlichkeit bleiben doch zumindest die Gedanken frei! Es kommt aber hinzu, dass auch die Melodie „ins Ohr“ geht.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was verbindet Sie mit der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg?</p>
<p><strong>Ernst Burgbacher: </strong>Diese Region ist die wohl schönste Region Deutschlands und mit ihr verbinden mich die Menschen und die wunderschöne Natur. Wer diese beiden Dinge, die diese Region ausmachen, erlebt hat, wird mir zustimmen.</p>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; width: 1px; height: 1px; top: 0px; left: -10000px;">
<p>Interview mit Ernst Burgbacher (Trossingen)<br />
Ernst Burgbacher ist ein deutscher Politiker der FDP. Er wurde am 28. Mai 1949 in der Musikstadt Trossingen geboren, in der er später auch das Gymnasium besuchte. Nach seinem Abitur nahm er das Studium der Mathematik und der Politikwissen-schaft an den Universitäten Tübingen und Freiburg auf. 1974 absolvierte er das erste und 1975 das zweite Staatsexamen für das höhere Lehramt. Anschließend war Ernst Burgbacher einige Jahre als Lehrer am Gymnasium am Deutenberg in Villingen-Schwenningen tätig. Seit 1969 ist er Mitglied der FDP und ist seitdem politisch auch sehr engagiert. Seit 1998 ist er Mitglied des deutschen Bundestages. Seit 2002 ist er zudem parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion.<br />
meinsbh.de: Sie feiern ja dieses Jahr Ihr 40-jähriges Jubiläum als Mitglied der FDP. Wie kam es zu dem Entschluss in die FDP einzutreten und was waren die aus-schlaggebenden Faktoren?<br />
Ernst Burgbacher: Ich bin in einem liberalen Elternhaus aufgewachsen. Vorbild für mich, und damit auch ausschlaggebend für meinen Eintritt in die FDP, war die Lebenseinstellung meiner Eltern, die die persönliche Freiheit als höchstes Gut erkannt haben. Ausschlaggebend war sicherlich aber auch die damals überwiegend sehr konservative Grundhaltung in meiner Heimatregion. Dieser Einstellung wollte ich Freiheit entgegensetzen.<br />
meinsbh.de: Zurzeit leidet die deutsche Wirtschaft ja unter den Folgen der weltwei-ten Finanz- und Wirtschaftskrise. Wie beurteilen Sie die aktuelle deutsche Wirt-schaftslage aus der Sicht eines Politikers, der täglich mit dieser Krise konfrontiert ist?<br />
Ernst Burgbacher: Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat Deutschland als stark ex-portorientiertes Land in besonderer Weise getroffen. Tatsächlich scheint die Talsohle nun Mitte dieses Jahres aber erreicht. Darauf deutet auch der wichtige Geschäftsklimaindex, der in den vergangenen Monaten (April-Mai) nach erheblichem Verlust wieder leicht gestiegen ist. Wichtig ist es nun, dass die arbeitende Bevölkerung deutlich von Steuern und Abgaben entlastet wird, damit der Binnenkonsum gestärkt wird und damit über die Exportschwäche hinweghilft. Problematisch ist allerdings, dass insbesondere der deutsche Mittelstand, der das Rückgrat unserer Wirtschaft bildet, immer stärker unter der Politik der großen Koalition leidet. Vor allem die Steuerreformen belasten diesen wichtigen Zweig unserer Volkswirtschaft und die FDP setzt sich hier für Entlastungen z.B. im Hinblick auf die Zinsschranke und die Umstellung von der Soll- auf die Ist-Besteuerung ein.<br />
meinsbh.de: Sie sind ja sozial sehr engagiert. Welchen Stellenwert hat soziales Engagement für Sie? Können Sie uns etwas über Ihre Erfahrungen, die Sie im Rahmen dieses sozialen Engagements gemacht haben, berichten?<br />
Ernst Burgbacher: Soziales Engagement, vor allem ehrenamtliches Engagement ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammen hält. Es ist für mich unerlässlich, dass Menschen sich für einander engagieren. Gerade dann, wenn staatliche Leistungen reduziert werden müssen, weil sie kaum mehr finanzierbar sind, ist es gut, wenn Menschen für einander da sind. Nachbarschaftshilfe ist für mich gelebte Nächstenliebe.<br />
meinsbh.de: Inwieweit sind sowohl politische, als auch private Erfahrungen aus Ihrer heimischen Region ein wichtiger Bestandteil für Ihre Arbeit im Bundestag?<br />
Ernst Burgbacher: Meine Aufgaben zu Hause in meiner Region sind für mich un-verzichtbar. Meine Arbeit als FDP-Abgeordneter für den Wahlkreis Rott-weil/Tuttlingen hat für mich denselben Stellenwert wie meine Tätigkeit in Berlin. Beides gehört für mich untrennbar zusammen! Die vielen Gespräche daheim, die ich mit den Bürgerinnen und Bürgern führe, die Anliegen, die mir vor Ort vorgetragen werden, genauso wie die vielen Impulse aus unserer heimischen Wirtschaft fließen ständig in meine Arbeit in den Gremien des Deutschen Bundes-tages ein.</p>
<p>meinsbh.de: Einer Ihrer politischer Schwerpunkte für die FDP-Fraktion ist ja der Themenbereich Tourismus.</p>
<p>Wird die Tourismusbranche auf Grund der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise Ihrer Meinung nach ein bedeutender Wirtschaftsbereich in den kommenden Jahren in Deutschland bleiben?</p>
<p>Welche Veränderungen erwarten Sie durch diese Krise für die Tourismusbranche in Deutschland?</p>
<p>Ernst Burgbacher: Das Reisen bleibt die liebste Beschäftigung der Deutschen. Dies wird sich auch in der Krise nicht verändern, denn auch in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Deutschen für ihren Urlaub gerne Abstriche in anderen Bereichen der Lebensführung hinnehmen. Dies ist deshalb erfreulich, weil durch den Urlaub im Ausland auch fremde Eindrücke zu uns kommen und unser Land beeinflussen. Viele Menschen haben sich in diesem Jahr offenbar dafür entschieden ihre Heimat zu erkunden. Deutschland hat mit seinen unterschiedlichen Regionen sehr viel zu bieten und ich erwarte daher, dass der Heimattourismus weiter gestärkt wird. Wenn wir dann noch die Rahmenbedingungen für die Hotellerie und Gastronomie in Deutschland verbessern, etwa in dem wir die Mehrwertsteuer für Hotel- und Gaststättenleis-tungen auf 7 % absenken, dann können die Menschen den Urlaub in Deutschland auch finanziell richtig genießen.</p>
<p>meinsbh.de: Auf Ihrer Homepage schreiben Sie, dass das Lied „Die Gedanken sind frei“ Ihr Lieblingslied ist.</p>
<p>Was macht dieses Lied zu Ihrem Lieblingslied?</p>
<p>Hat dieses Lied eine bestimmte Bedeutung bzw. besondere Aussage für Sie?<br />
Ernst Burgbacher: Jeder, der den Text aufmerksam liest, wird nachvollziehen kön-nen, dass dieses Lied für einen „Freiheitskämpfer“ eine ganz besondere Bedeutung hat. Die Bedeutung, die in dem Text „die Gedanken sind frei“ liegt, spricht auch von der Sehnsucht, dass nicht alle Bereiche des menschlichen Lebens durch den Staat kontrolliert werden können und sollen. Bei aller Staatlichkeit bleiben doch zumindest die Gedanken frei! Es kommt aber hinzu, dass auch die Melodie „ins Ohr“ geht.</p>
<p>meinsbh.de: Was verbindet Sie mit der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg?<br />
Ernst Burgbacher: Diese Region ist die wohl schönste Region Deutschlands und mit ihr verbinden mich die Menschen und die wunderschöne Natur. Wer diese beiden Dinge, die diese Region ausmachen, erlebt hat, wird mir zustimmen.</p></div>
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