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	<title>im Interview auf meinsbh.de: &#187; Kreis Rottweil</title>
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	<description>Persönlichkeiten aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg</description>
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		<title>Horst Dinges (Rottweil)</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 04:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreis Rottweil]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Horst Dinges wurde 1972 in Heilbronn geboren und wuchs in Hardt, Schramberg, Tennenbronn, Mariazell…auf. 1996 führte er im Studententheater in Leipzig das erste Mal Regie und sein erster Schauspielauftritt fand 2000 im Zimmertheater in Rottweil statt. Horst Dinges übernahm Theaterrollen in Werken von Shakespeare, Brecht, Goethe, Lessing und vielen mehr. Zurzeit lebt der Schauspieler und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/081212_Horst-Dinges_Rottweil.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-305" style="margin: 5px; border: 0px;" title="081212_Horst Dinges_Rottweil" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/081212_Horst-Dinges_Rottweil.jpg" alt="081212_Horst Dinges_Rottweil" width="100" height="95" /></a>Horst Dinges wurde 1972 in Heilbronn geboren und wuchs in Hardt, Schramberg, Tennenbronn, Mariazell…auf. 1996 führte er im Studententheater in Leipzig das erste Mal Regie und sein erster Schauspielauftritt fand 2000 im Zimmertheater in Rottweil statt. Horst Dinges übernahm Theaterrollen in Werken von Shakespeare, Brecht, Goethe, Lessing und vielen mehr. Zurzeit lebt der Schauspieler und Regisseur Horst Dinges in Rottweil.</p>
<p><span id="more-304"></span><br />
<strong>meinsbh.de:</strong> Sie haben Theaterwissenschaft und Kommunikations- &amp; Medienwissenschaft studiert. Wie wurde damals Ihr Interesse am Theaterspiel geweckt?</p>
<p><strong>Horst Dinges:</strong> Am Spiel erst sehr viel später als an der Regie. Ich war schon während der Schulzeit an den Vorgängen hinter der Bühne interessiert, weil ich das Aufbauen von Phantasiewelten liebte. Ich kann nicht einmal mehr genau sagen, was letztlich den Ausschlag gab. Ich erinnere mich noch, wie ich in der 7. Klasse in einem Schulstück über die Nibelungensage den Siegfried spielte und mich fürchterlich blamierte. Aber mein Interesse an der Bühne blieb viele Jahre lang sehr groß.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was hat Sie davon überzeugt, den Weg als Schauspieler und Regisseur einzuschlagen?</p>
<p><strong>Horst Dinges:</strong> Eine hervorragende Frage, die ich leider nicht so einfach beantworten kann. Wahrscheinlich lag es daran, dass viele meiner Schulfreunde immer davon sprachen, in ihrem Leben etwas Eigenes machen zu wollen. Aber ich bin heute noch erstaunt, dass ich es wirklich durchgezogen habe.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Nachdem Sie 2003 nach München zogen und von 2006 bis 2008 in Nürnberg lebten, haben Sie sich wieder in unserer Region angesiedelt. Was gefällt Ihnen im Schwarzwald–Baar-Kreis besonders gut?</p>
<p><strong>Horst Dinges:</strong> Die Überschaubarkeit und der kleine Kreis kulturell interessierter Menschen bieten eine Art Nestwärme, die ich genieße. In meinem Beruf komme ich viel in der Gegend herum, gastiere in ganz Baden-Württemberg und freue mich immer, wenn ich in die Heimat zurück komme. Vorort mag ich es, mich in meinem Berufsleben durchbeißen zu müssen. Natürlich kann man das auch andernorts. Aber ich habe eben auch noch einige Kontakte aus meiner Jugend, die sich dann und wann bezahlt machen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Welche Art von Drama lässt Sie auf der Bühne am Besten in eine Rolle schlüpfen?  (Tragödie, Komödie etc. …?)</p>
<p><strong>Horst Dinges:</strong> Ich selbst liebe alle Rollen, die viel von einem Schauspieler verlangen. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob es sich um einen Schwank oder eine Tragödie handelt. Außerdem gefallen mir Rollen, die mit Erwartungen in positiver Weise brechen und Zuschauer überraschen. Der tragische Moment in einer Komödie oder der Witz in einer Tragödie ist etwas ganz Eigenes.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Das Medley ‚Man braucht nur Mut und ein paar Lügen’ gehört zu Ihren aktuellen Aufführungen. Was ist das Besondere an einem Medley, dass es die Zuschauer fesselt?</p>
<p><strong>Horst Dinges:</strong> Nun, zunächst einmal ist es ein Wort, das anders klingt als Ein-Mann-Theater, das ja nach schwerer Kost riecht. Aber vor allem ist es die Tatsache, Stücke alter Autoren so zu mischen, dass daraus eine ganz neue, witzige Nummer wird, die eben nicht nur banal ist, wie es oft von Comedy-Künstlern angeboten wird. Dabei sind die Zutaten im Grunde dieselben. Im Theater gibt es schon seit den Anfängen nichts wirklich Neues mehr. Die Kunst ist es, das Spiel immer neu auf die Zuschauer abzustimmen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was ist Ihrer Meinung nach bei einer Vorführung wichtig, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer nicht zu verlieren?</p>
<p><strong>Horst Dinges:</strong> Theater ist im Grunde ein Handwerk und braucht die entsprechenden Berufskenntnisse. Im Ablauf sollte eine Handlung dem rasanten Tempo, das wir heute leben entsprechen können und trotzdem verständlich bleiben. Rasche Wechsel und Wendungen in der gedanklichen Ausrichtung des Stücks (sofern der rote Faden sichtbar bleibt) helfen dem Schauspieler, die Zuschauer zu führen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Als Regisseur übernehmen Sie Verantwortung für die künstlerische Gestaltung eines Projekts. Worauf achten Sie bei der Gestaltung insbesondere? Welche kleinen Funktionen machen aus der Bühne einen lebendigen Schauplatz?</p>
<p><strong>Horst Dinges:</strong> Eine gute Frage, die sich leicht beantworten lässt. Wenn man ein aufwendiges Theaterstück in einem richtigen Theaterhaus nimmt, und nacheinander Details entfernt, findet man es sehr leicht heraus.<br />
Ohne Bühnenbild kann Theater erfahrungsgemäß funktionieren. Ohne ein Haus ist es Freilichttheater, ohne Requisiten minimalistisch bis pantomimisch, ohne Kostüme heutig (private Kleidung) oder leidlich provokant (nackt). Ohne Lichtstimmungen ist es auch noch Theater. Aber ohne Schauspieler ist es kein Theater. Er ist das A und O des Theaters. Versagt er, fällt das Theater durch. Einen zweiten Versuch, wie im Film, gibt es im Theater nicht.<br />
Je nach Stück ist es natürlich unterschiedlich, was der Regisseur als Zutaten benutzt und was er hervorhebt. Ich inszeniere genauso gern aufwendig mit Licht, Kostüm, Toneinspielungen und Bühnenbild, wie ich ein Stück vor einer kahlen Wand mache. Es muss nur in sich stimmig sein und sich im Charakter des Werks und der Inszenierung widerspiegeln.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie haben schon etlichen Werke, wie Woyzeck, Don Juan, Mephistopheles…, inszeniert. Was gefällt Ihnen an diesem künstlerischen Akt?</p>
<p><strong>Horst Dinges:</strong> Die Erschaffung einer ganz eigenen Welt und das Verlebendigen von kahlen Worten.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was sind Ihre Pläne für die nächsten Jahre?</p>
<p><strong>Horst Dinges:</strong> Konkrete private und berufliche Pläne gibt es viele. Die Zukunft wird zeigen, welche sich verwirklichen lassen. Ansonst gilt: Künstlerisch auf dem Boden bleiben und dennoch vorankommen.</p>
<p>&#8211;<br />
Dieses Interview wurde von Suzana Vrucinic im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 12.12.08 per Email geführt.</p>
<p>Horst Dinges, Schwenningerstr 2, 78628 Rottweil; E-Mail: <a href="mailto:horstdinges@gmx.de">horstdinges@gmx.de</a></p>
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		<title>Ernst Burgbacher MdB (Trossingen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2009/08/21/ernst-burgbacher-mdb-trossingen/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 06:22:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Rottweil]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ernst Burgbacher ist ein deutscher Politiker der FDP. Er wurde am 28. Mai 1949 in der Musikstadt Trossingen geboren, in der er später auch das Gymnasium besuchte. Nach seinem Abitur nahm er das Studium der Mathematik und der Politikwissen-schaft an den Universitäten Tübingen und Freiburg auf. 1974 absolvierte er das erste und 1975 das zweite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/08/Ernst_Burgbacher.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-270" style="border: 0pt none; margin: 5px;" title="Ernst_Burgbacher (Trossingen)" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/08/Ernst_Burgbacher-150x150.jpg" alt="Ernst_Burgbacher (Trossingen)" width="150" height="150" /></a><a href="http://ernst-burgbacher.de" target="_self">Ernst Burgbacher</a> ist ein deutscher Politiker der FDP. Er wurde am 28. Mai 1949 in der Musikstadt Trossingen geboren, in der er später auch das Gymnasium besuchte. Nach seinem Abitur nahm er das Studium der Mathematik und der Politikwissen-schaft an den Universitäten Tübingen und Freiburg auf. 1974 absolvierte er das erste und 1975 das zweite Staatsexamen für das höhere Lehramt. Anschließend war Ernst Burgbacher einige Jahre als Lehrer am Gymnasium am Deutenberg in Villingen-Schwenningen tätig. Seit 1969 ist er Mitglied der FDP und ist seitdem politisch auch sehr engagiert. Seit 1998 ist er Mitglied des deutschen Bundestages. Seit 2002 ist er zudem parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion.</p>
<p><span id="more-264"></span><strong></strong></p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie feiern ja dieses Jahr Ihr 40-jähriges Jubiläum als Mitglied der FDP. Wie kam es zu dem Entschluss in die FDP einzutreten und was waren die ausschlaggebenden Faktoren?</p>
<p><strong>Ernst Burgbacher:</strong> Ich bin in einem liberalen Elternhaus aufgewachsen. Vorbild für mich, und damit auch ausschlaggebend für meinen Eintritt in die FDP, war die Lebenseinstellung meiner Eltern, die die persönliche Freiheit als höchstes Gut erkannt haben. Ausschlaggebend war sicherlich aber auch die damals überwiegend sehr konservative Grundhaltung in meiner Heimatregion. Dieser Einstellung wollte ich Freiheit entgegensetzen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Zurzeit leidet die deutsche Wirtschaft ja unter den Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Wie beurteilen Sie die aktuelle deutsche Wirtschaftslage aus der Sicht eines Politikers, der täglich mit dieser Krise konfrontiert ist?</p>
<p><strong>Ernst Burgbacher: </strong>Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat Deutschland als stark exportorientiertes Land in besonderer Weise getroffen. Tatsächlich scheint die Talsohle nun Mitte dieses Jahres aber erreicht. Darauf deutet auch der wichtige Geschäftsklimaindex, der in den vergangenen Monaten (April-Mai) nach erheblichem Verlust wieder leicht gestiegen ist. Wichtig ist es nun, dass die arbeitende Bevölkerung deutlich von Steuern und Abgaben entlastet wird, damit der Binnenkonsum gestärkt wird und damit über die Exportschwäche hinweghilft. Problematisch ist allerdings, dass insbesondere der deutsche Mittelstand, der das Rückgrat unserer Wirtschaft bildet, immer stärker unter der Politik der großen Koalition leidet. Vor allem die Steuerreformen belasten diesen wichtigen Zweig unserer Volkswirtschaft und die FDP setzt sich hier für Entlastungen z.B. im Hinblick auf die Zinsschranke und die Umstellung von der Soll- auf die Ist-Besteuerung ein.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie sind ja sozial sehr engagiert. Welchen Stellenwert hat soziales Engagement für Sie? Können Sie uns etwas über Ihre Erfahrungen, die Sie im Rahmen dieses sozialen Engagements gemacht haben, berichten?</p>
<p><strong>Ernst Burgbacher:</strong> Soziales Engagement, vor allem ehrenamtliches Engagement ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammen hält. Es ist für mich unerlässlich, dass Menschen sich für einander engagieren. Gerade dann, wenn staatliche Leistungen reduziert werden müssen, weil sie kaum mehr finanzierbar sind, ist es gut, wenn Menschen für einander da sind. Nachbarschaftshilfe ist für mich gelebte Nächstenliebe.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Inwieweit sind sowohl politische, als auch private Erfahrungen aus Ihrer heimischen Region ein wichtiger Bestandteil für Ihre Arbeit im Bundestag?</p>
<p><strong>Ernst Burgbacher: </strong>Meine Aufgaben zu Hause in meiner Region sind für mich unverzichtbar. Meine Arbeit als FDP-Abgeordneter für den Wahlkreis Rottweil/Tuttlingen hat für mich denselben Stellenwert wie meine Tätigkeit in Berlin. Beides gehört für mich untrennbar zusammen! Die vielen Gespräche daheim, die ich mit den Bürgerinnen und Bürgern führe, die Anliegen, die mir vor Ort vorgetragen werden, genauso wie die vielen Impulse aus unserer heimischen Wirtschaft fließen ständig in meine Arbeit in den Gremien des Deutschen Bundestages ein.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Einer Ihrer politischer Schwerpunkte für die FDP-Fraktion ist ja der Themenbereich Tourismus.<br />
Wird die Tourismusbranche auf Grund der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise Ihrer Meinung nach ein bedeutender Wirtschaftsbereich in den kommenden Jahren in Deutschland bleiben?<br />
Welche Veränderungen erwarten Sie durch diese Krise für die Tourismusbranche in Deutschland?</p>
<p><strong>Ernst Burgbacher: </strong>Das Reisen bleibt die liebste Beschäftigung der Deutschen. Dies wird sich auch in der Krise nicht verändern, denn auch in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Deutschen für ihren Urlaub gerne Abstriche in anderen Bereichen der Lebensführung hinnehmen. Dies ist deshalb erfreulich, weil durch den Urlaub im Ausland auch fremde Eindrücke zu uns kommen und unser Land beeinflussen. Viele Menschen haben sich in diesem Jahr offenbar dafür entschieden ihre Heimat zu erkunden. Deutschland hat mit seinen unterschiedlichen Regionen sehr viel zu bieten und ich erwarte daher, dass der Heimattourismus weiter gestärkt wird. Wenn wir dann noch die Rahmenbedingungen für die Hotellerie und Gastronomie in Deutschland verbessern, etwa in dem wir die Mehrwertsteuer für Hotel- und Gaststättenleistungen auf 7 % absenken, dann können die Menschen den Urlaub in Deutschland auch finanziell richtig genießen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Auf Ihrer Homepage schreiben Sie, dass das Lied „Die Gedanken sind frei“ Ihr Lieblingslied ist.<br />
Was macht dieses Lied zu Ihrem Lieblingslied?<br />
Hat dieses Lied eine bestimmte Bedeutung bzw. besondere Aussage für Sie?</p>
<p><strong>Ernst Burgbacher: </strong>Jeder, der den Text aufmerksam liest, wird nachvollziehen können, dass dieses Lied für einen „Freiheitskämpfer“ eine ganz besondere Bedeutung hat. Die Bedeutung, die in dem Text „die Gedanken sind frei“ liegt, spricht auch von der Sehnsucht, dass nicht alle Bereiche des menschlichen Lebens durch den Staat kontrolliert werden können und sollen. Bei aller Staatlichkeit bleiben doch zumindest die Gedanken frei! Es kommt aber hinzu, dass auch die Melodie „ins Ohr“ geht.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was verbindet Sie mit der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg?</p>
<p><strong>Ernst Burgbacher: </strong>Diese Region ist die wohl schönste Region Deutschlands und mit ihr verbinden mich die Menschen und die wunderschöne Natur. Wer diese beiden Dinge, die diese Region ausmachen, erlebt hat, wird mir zustimmen.</p>
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<p>Interview mit Ernst Burgbacher (Trossingen)<br />
Ernst Burgbacher ist ein deutscher Politiker der FDP. Er wurde am 28. Mai 1949 in der Musikstadt Trossingen geboren, in der er später auch das Gymnasium besuchte. Nach seinem Abitur nahm er das Studium der Mathematik und der Politikwissen-schaft an den Universitäten Tübingen und Freiburg auf. 1974 absolvierte er das erste und 1975 das zweite Staatsexamen für das höhere Lehramt. Anschließend war Ernst Burgbacher einige Jahre als Lehrer am Gymnasium am Deutenberg in Villingen-Schwenningen tätig. Seit 1969 ist er Mitglied der FDP und ist seitdem politisch auch sehr engagiert. Seit 1998 ist er Mitglied des deutschen Bundestages. Seit 2002 ist er zudem parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion.<br />
meinsbh.de: Sie feiern ja dieses Jahr Ihr 40-jähriges Jubiläum als Mitglied der FDP. Wie kam es zu dem Entschluss in die FDP einzutreten und was waren die aus-schlaggebenden Faktoren?<br />
Ernst Burgbacher: Ich bin in einem liberalen Elternhaus aufgewachsen. Vorbild für mich, und damit auch ausschlaggebend für meinen Eintritt in die FDP, war die Lebenseinstellung meiner Eltern, die die persönliche Freiheit als höchstes Gut erkannt haben. Ausschlaggebend war sicherlich aber auch die damals überwiegend sehr konservative Grundhaltung in meiner Heimatregion. Dieser Einstellung wollte ich Freiheit entgegensetzen.<br />
meinsbh.de: Zurzeit leidet die deutsche Wirtschaft ja unter den Folgen der weltwei-ten Finanz- und Wirtschaftskrise. Wie beurteilen Sie die aktuelle deutsche Wirt-schaftslage aus der Sicht eines Politikers, der täglich mit dieser Krise konfrontiert ist?<br />
Ernst Burgbacher: Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat Deutschland als stark ex-portorientiertes Land in besonderer Weise getroffen. Tatsächlich scheint die Talsohle nun Mitte dieses Jahres aber erreicht. Darauf deutet auch der wichtige Geschäftsklimaindex, der in den vergangenen Monaten (April-Mai) nach erheblichem Verlust wieder leicht gestiegen ist. Wichtig ist es nun, dass die arbeitende Bevölkerung deutlich von Steuern und Abgaben entlastet wird, damit der Binnenkonsum gestärkt wird und damit über die Exportschwäche hinweghilft. Problematisch ist allerdings, dass insbesondere der deutsche Mittelstand, der das Rückgrat unserer Wirtschaft bildet, immer stärker unter der Politik der großen Koalition leidet. Vor allem die Steuerreformen belasten diesen wichtigen Zweig unserer Volkswirtschaft und die FDP setzt sich hier für Entlastungen z.B. im Hinblick auf die Zinsschranke und die Umstellung von der Soll- auf die Ist-Besteuerung ein.<br />
meinsbh.de: Sie sind ja sozial sehr engagiert. Welchen Stellenwert hat soziales Engagement für Sie? Können Sie uns etwas über Ihre Erfahrungen, die Sie im Rahmen dieses sozialen Engagements gemacht haben, berichten?<br />
Ernst Burgbacher: Soziales Engagement, vor allem ehrenamtliches Engagement ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammen hält. Es ist für mich unerlässlich, dass Menschen sich für einander engagieren. Gerade dann, wenn staatliche Leistungen reduziert werden müssen, weil sie kaum mehr finanzierbar sind, ist es gut, wenn Menschen für einander da sind. Nachbarschaftshilfe ist für mich gelebte Nächstenliebe.<br />
meinsbh.de: Inwieweit sind sowohl politische, als auch private Erfahrungen aus Ihrer heimischen Region ein wichtiger Bestandteil für Ihre Arbeit im Bundestag?<br />
Ernst Burgbacher: Meine Aufgaben zu Hause in meiner Region sind für mich un-verzichtbar. Meine Arbeit als FDP-Abgeordneter für den Wahlkreis Rott-weil/Tuttlingen hat für mich denselben Stellenwert wie meine Tätigkeit in Berlin. Beides gehört für mich untrennbar zusammen! Die vielen Gespräche daheim, die ich mit den Bürgerinnen und Bürgern führe, die Anliegen, die mir vor Ort vorgetragen werden, genauso wie die vielen Impulse aus unserer heimischen Wirtschaft fließen ständig in meine Arbeit in den Gremien des Deutschen Bundes-tages ein.</p>
<p>meinsbh.de: Einer Ihrer politischer Schwerpunkte für die FDP-Fraktion ist ja der Themenbereich Tourismus.</p>
<p>Wird die Tourismusbranche auf Grund der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise Ihrer Meinung nach ein bedeutender Wirtschaftsbereich in den kommenden Jahren in Deutschland bleiben?</p>
<p>Welche Veränderungen erwarten Sie durch diese Krise für die Tourismusbranche in Deutschland?</p>
<p>Ernst Burgbacher: Das Reisen bleibt die liebste Beschäftigung der Deutschen. Dies wird sich auch in der Krise nicht verändern, denn auch in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Deutschen für ihren Urlaub gerne Abstriche in anderen Bereichen der Lebensführung hinnehmen. Dies ist deshalb erfreulich, weil durch den Urlaub im Ausland auch fremde Eindrücke zu uns kommen und unser Land beeinflussen. Viele Menschen haben sich in diesem Jahr offenbar dafür entschieden ihre Heimat zu erkunden. Deutschland hat mit seinen unterschiedlichen Regionen sehr viel zu bieten und ich erwarte daher, dass der Heimattourismus weiter gestärkt wird. Wenn wir dann noch die Rahmenbedingungen für die Hotellerie und Gastronomie in Deutschland verbessern, etwa in dem wir die Mehrwertsteuer für Hotel- und Gaststättenleis-tungen auf 7 % absenken, dann können die Menschen den Urlaub in Deutschland auch finanziell richtig genießen.</p>
<p>meinsbh.de: Auf Ihrer Homepage schreiben Sie, dass das Lied „Die Gedanken sind frei“ Ihr Lieblingslied ist.</p>
<p>Was macht dieses Lied zu Ihrem Lieblingslied?</p>
<p>Hat dieses Lied eine bestimmte Bedeutung bzw. besondere Aussage für Sie?<br />
Ernst Burgbacher: Jeder, der den Text aufmerksam liest, wird nachvollziehen kön-nen, dass dieses Lied für einen „Freiheitskämpfer“ eine ganz besondere Bedeutung hat. Die Bedeutung, die in dem Text „die Gedanken sind frei“ liegt, spricht auch von der Sehnsucht, dass nicht alle Bereiche des menschlichen Lebens durch den Staat kontrolliert werden können und sollen. Bei aller Staatlichkeit bleiben doch zumindest die Gedanken frei! Es kommt aber hinzu, dass auch die Melodie „ins Ohr“ geht.</p>
<p>meinsbh.de: Was verbindet Sie mit der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg?<br />
Ernst Burgbacher: Diese Region ist die wohl schönste Region Deutschlands und mit ihr verbinden mich die Menschen und die wunderschöne Natur. Wer diese beiden Dinge, die diese Region ausmachen, erlebt hat, wird mir zustimmen.</p></div>
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		<title>Knud-Eike Buchmann (Bad Dürrheim)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2009/05/26/interview-mit-knud-eike-buchmann-bad-durrheim/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 May 2009 12:59:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>

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		<description><![CDATA[
In Bad-Dürrheim lebende Prof. Dr. phil. Knud-Eike Buchmann ist ein hoch geachteter Psychologe und Trauma-Experte. Er war als Professor für Psychologie und Personalführung an der Hochschule für Polizei (Schwenningen) tätig. Von ihm aufgebaut und geleitet wurde das “Instituts für Konflikt, Konfliktmanagement und Krisenintervention” für die Polizei des Landes Baden-Württemberg. Er ist als Experte in Konfliktsituationen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/05/090121_knud-eike-buchmann_klein.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-198 alignleft" style="border: 0pt none; margin: 5px;" title="090121_knud-eike-buchmann_klein" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/05/090121_knud-eike-buchmann_klein-150x150.jpg" alt="Interview mit Knud-Eike Buchmann (Bad Dürrheim)" width="150" height="150" /></a></p>
<p>In Bad-Dürrheim lebende Prof. Dr. phil. Knud-Eike Buchmann ist ein hoch geachteter Psychologe und Trauma-Experte. Er war als Professor für Psychologie und Personalführung an der Hochschule für Polizei (Schwenningen) tätig. Von ihm aufgebaut und geleitet wurde das “Instituts für Konflikt, Konfliktmanagement und Krisenintervention” für die Polizei des Landes Baden-Württemberg. Er ist als Experte in Konfliktsituationen sehr gefragt und geschätzt. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche und literarische Veröffentlichungen von Herr Buchmann. Er ist Gründer und Vorsitzender der Bürgerstiftung Bad Dürrheim “GELINGENDES LEBEN” e.V. Außerdem kann man Herr Buchmann bei diversen Vorträgen und Seminaren erleben. <span id="more-196"></span><strong></strong></p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Seit 1998 schreiben Sie die Kolumne in der Neckarquelle. Woher kommen die<br />
Themen der Kolumne?</p>
<p><strong>Knud-Eike Buchmann: </strong>Die Themen sind solche, die mich beschäftigen oder die gerade aktuell diskutiert werden. In vielen Fällen bekomme ich Anregungen durch Fragen von Freunden oder Bekannten (z.B. zur mentalen Stärke bzw. zum plötzlichen Versagen von Olympioniken oder zum Einkaufsverhalten und zur „Organisation“ eines Supermarktes…).<br />
Meist habe ich zwei, drei Themen bereits fertig „in der Schublade“ – aber im Allgemeinen schreibe ich unmittelbar vor dem ersten Dienstag jeden Monats (das ist der Erscheinungstermin seit über 10 Jahren).</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sind die Seminare und Kurse bei den Firmen in der schwierigen Zeit der Finanzkrise mehr gefragt als sonst?</p>
<p><strong>Knud-Eike Buchmann: </strong>Es gibt jahreszeitliche Verdichtungen für Fortbildungen im Management – und es gibt in der Tat in „schlechteren“ Konjunkturzeiten weniger Buchungen. Es wäre aber sinnvoll, antizyklisch gerade dann Fortbildungen zu veranstalten, wenn es einer Firma nicht so gut geht! Ich denke aber, dass die Fortbildung von Managern viel gezielter stattfinden sollte: Denn Management ist ein „Lernberuf“, der sehr unterschiedliche Tools benötigt. Meine Kompetenz liegt dabei in der Entwicklung von psychosozialen und persönlichen Fähigkeiten.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie bieten öffentliche Vorträge zu verschiedenen Themen an. An welche Personen sind diese orientiert?</p>
<p><strong>Knud-Eike Buchmann: </strong>Die öffentlichen Vorträge resultieren aus meiner Überzeugung, dass Wissenschaft bzw. wissenschaftliche Erkenntnisse verstehbar und praktisch brauchbar auch für den interessierten Laien angeboten werden sollte. Dabei handelt es sich zuweilen auch um Menschen mit besonderen Problemen (in der Familie..), wie Sucht oder Suizid. Seit längerem beschäftigt mich das Thema wie man mit „schwierigen Menschen“ in schwierigen Situationen umgehen soll(te). Hierzu gibt es bewährte verhaltenstherapeutische Verfahren. Aber auch Themen, die im Schnittfeld von Psychologie, Philosophie, Biologie, Anthropologie und Pädagogik liegen, reizen mich immer wieder. (Ich bin ja auch ausgebildeter Lehrer mit einigen Jahren Lehr-Erfahrung und Doktor der Philosophie.)</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie sind Vorsitzender der Bürgerstiftung Bad Dürrheim “GELINGENDES LEBEN” e.V. Um was geht es bei der Stiftung und warum wurde sie gegründet?<br />
<strong><br />
Knud-Eike Buchmann: </strong>Die Bürgerstiftung wurde gegründet, weil erkennbar ist, dass es in Bälde immer weniger öffentliche Gelder für soziale, künstlerische und altersübergreifende Projekte geben wird. Wir möchten potenziellen Stiftern Möglichkeiten bieten, sich bürgerschaftlich zu engagieren, d.h., sich  für Projekte in Bad Dürrheim stark zumachen. In Zusammenarbeit mit interessierten Menschen in unserer Kommune möchten wir  Beiträge leisten, um das Leben hier erfreulicher zu gestalten. Viele Menschen möchten gern etwas Gutes tun – wissen aber vielleicht nicht wie und wo? Ihnen sagen wir zu, dass wir ihre (finanziellen) Beiträge treuhänderisch für die in unserer Satzung festgeschriebenen Stiftungsziele „verwalten“: Jugend- und Altenhilfe; Bildung und Erziehung; Kunst und Kultur; Umwelt und Landschaft sowie Bürgerschaftliches Engagement.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>In Ihren Arbeit geht es immer um gelingendes Leben. Wie gut gelingt es Ihnen auf Ihrem persönlichen Lebensweg?</p>
<p><strong>Knud-Eike Buchmann: </strong>Neben Glück, guter(?) Genetik und einer gewissen praktischen Intelligenz gehört zu einem „Gelingendem Leben“ m.E. der Wille, etwas Sinnvolles für andere Menschen zu tun. Hierbei kommt besonders der Generativität (von sich selbst absehen können, für andere da sein, etwas zurückzahlen…) eine große Bedeutung zu. Wir Älteren können uns sehr nützlich machen, unsere Erfahrungen und unser Können, sowie vorhandene Zeit einbringen. Das versuche ich mit anderen – und ich habe das Empfinden, dass uns das gelingt. Ich kann weder über Langeweile noch über Interessensmangel klagen. Die intensive Beschäftigung mit sich selbst und seinen Wehwehchen führt in die Irre. Das Engagement für eine Idee oder eine Sache ist Basis gelingenden menschlichen Lebens.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Seit 2004 sind Sie im Ruhestand. Wie &#8220;ruhig&#8221; ist er tatsächlich?</p>
<p><strong>Knud-Eike Buchmann:</strong> Es ist schön.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Bei Ihren Einsätzen in Krisensituationen wie z.B. der Flugzeugabsturz bei Überlingen haben Sie viel mit dramatischen Schicksalen zu tun. Wie sehr nimmt es einen selber mit? Wie verarbeiten Sie solche Momente?</p>
<p><strong>Knud-Eike Buchmann: </strong>Als Psychotherapeut habe ich gelernt, Menschen nach schweren Schicksalsschlägen zu begleiten. Das ist eine hilfreiche und schöne Aufgabe. Dabei muss ich – bei aller Empathie &#8211; eine gewisse professionelle Distanz wahren. Ich darf mir also z.B. nicht das Leiden eines anderen Menschen zu meinem eigenen Leiden machen. Richtig ist, dass das Miterleben von Leid und scheußlichen Bildern (zerstückelte Kinderleichen…) belastend ist. Man kann das nicht abschütteln. Ich versuche  meine Eindrücke zu verarbeiten: Darüber sprechen, sie aufschreiben, aus ihnen zu lernen oder die gemachten Erfahrungen lehrend weiter zu geben. Im Austausch mit anderen Fachkräften liegt eine gute Chance, Belastendes zu minimieren. Außerdem ist es eine besondere „Kunst“, sich bereits auf dem Weg zu einer Katastrophe in eine Verfassung zu bringen, die die seelische Verletzbarkeit herabsetzt.<br />
Ist das eigene Tun sinnvoll, bewältigt man auch den Schmerz besser. Ich habe stets darauf geachtet, nicht nur mit Menschen, die schwere Schicksalsschläge erlitten haben zusammen zu sein, sondern auch mit solchen, die froh und glücklich waren/sind. Und dann gibt es noch lange, einsame Spaziergänge, Musik, Kunst…</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was macht in unseren Zeit einen glücklichen Menschen aus?</p>
<p><strong>Knud-Eike Buchmann: </strong>Ein „glücklicher“ Mensch ist wohl einer, der dankbar, bescheiden und mit seinem „Jetzt-Leben “ zufrieden ist und keine Angst vor der Zukunft hat. Ich spreche lieber von zufriedenen Menschen; denn Glück ist etwas Herausgehobenes, etwas eher Seltenes. Zufriedenheit kann und sollte etwas Überdauerndes sein. Wer ständig auf der Jagd nach dem Glück ist, macht sich auf Dauer nur unglücklich.<br />
&#8211;</p>
<p>Dieses Interview wurde von den Studierenden im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 23.01.2009  per Email geführt.</p>
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		<title>Brigitte Landgrebe (Schramberg)</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 10:05:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreis Rottweil]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Interview mit Brigitte Landgrebe (Schramberg)" href="http://meinsbh.de/blogs/interviews/files/2009/02/081212_brigittelandgrebe_schramberg.jpg"></a>
<a href="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/fotos/081212_brigittelandgrebe_schramberg.jpg" title="" class="shutterset_singlepic8" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/cache/8__130x100_081212_brigittelandgrebe_schramberg.jpg" alt="Interview mit Brigitte Landgrebe (Schramberg)" title="Interview mit Brigitte Landgrebe (Schramberg)" />
</a>
</p>
<p>Brigitte Landgrebe ist geboren und lebt seit vielen Jahren als freischaffende Künstlerin in Schramberg. Im Februar 2009 feiert die Künstlerin doppeltes Jubiläum: sie wird 50 und ist 35 Jahre aktiv mit dem Pinsel an der Leinwand. Mit 15. malte sie ihr erstes Ölgemälde, „ein Stilleben, was man mir heute auf gar keinen Fall zuschreiben würde“, so Frau Landgrebe. Seit 1980 stellt sie ihre Kunstwerke im surrealistischen, kubistischen und teils auch geometrischen Stil im In- und Ausland aus. In ihrem Atelier-Galerie-Colorland (Schramberg) findet man ca. 50 Ölgemälde und Skulpturen für den Innen- und Außenbereich. Man trifft vielerorts auf ihre Handschrift, nicht nur in Privathäusern, sondern auch in zahlreichen Firmen und öffentlichen Gebäuden. Die Künstlerin führt viele Aktivitäten mit Kindern durch, dazu gehören viele Großspielprojekte an Schulen und Kindergärten.<br />
Ihre e-Mails beendet sie immer mit:<br />
“Mit farbigen Grüßen aus dem Schwarzwald, salutations colorées de la Forêt Noire, colorful greetings from the Black Forest”</p>
<p><span id="more-89"></span> <strong>meinsbh.de:</strong> Gibt  es unter Ihren Werken auch Bilder der Region? Von der Region   inspiriert?</p>
<p><strong>Brigitte Landgrebe: </strong>Es gibt die „hommage an den Schwarzwald“, ein 2-teiliges Bildobjekt, Öl auf Holz das sowohl einen Laub- als auch einen Tannenbaum darstellt, ein Teil in den sommerlichen Grüntönen, der andere in den herbstlichen Rottönen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong> Im Jahr 2000 hatten Sie eine Ausstellung im Europaparlament. Wie kam&#8217;s dazu und wie wurde es organisiert?<br />
<strong><br />
Brigitte Landgrebe: </strong>Nach 3-jährigem Schriftwechsel mit Verantwortlichen in Brüssel, Luxemburg und Strasbourg, bekam ich schließlich die Zusage dort während einer Sitzungswoche ausstellen zu dürfen. Man betreibt also für 5 Tage Ausstellung einen ziemlichen Aufwand, muss Hinfahren zum Aufbauen, zur Vernissage und zum Abbauen. Alles auf eigene Kosten. Höhepunkt war, dass sich bei der Vernissage der ehemalige EU- Kommissionspräsident Jacques Santer persönlich mit mir unterhielt.</p>
<p>Im Moment hängt übrigens aufgrund meiner Hartnäckigkeit schon über ein Jahr ein 9 auf 6 m großes Wandgemälde dort, welches im Jahr 2000 mit Kindern unter meiner Anleitung während eines Ferienprogramms an der Schramberger Rathauswand entstand. Unterstützt werde ich bei solchen Bestrebungen durch unseren Bundestagsabgeordneten, Herrn Volker Kauder, den ich beim Dolmetschen vor vielen Jahren kennen lernte und der meine künstlerischen Aktivitäten sehr schätzt und unterstützt. Ein Ölgemälde von mir hängt in seinem Büro in Tuttlingen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was wäre ein Traumort für eine Ihrer  Ausstellungen?</p>
<p><strong>Brigitte Landgrebe: </strong>Das hängt von den Konditionen ab. Aufwand und Nutzen müssen immer in einer gesunden Relation stehen. Meine persönliche Traumstadt ist seit meinem ersten Besuch im Alter von 16 immer wieder Paris. Alle großen Künstler der klassischen Moderne hat es dort hin gezogen. Aber ich bin trotz der farbigen Fantasiewelt in der ich viele Stunden verbringe ein recht bodenständiger Typ. Ich habe die Möglichkeit mein Atelier, das an unser Haus angrenzt, als Galerie zu nutzen und kann meine Kunstwerke hier gut präsentieren. Bei einem Besuch wird deutlich, dass ich nicht nur mit Farben arbeite, sondern mit ihnen lebe. Das ist im Grunde genommen für Kunden viel interessanter als eine anonyme Galerie in der Großstadt, die zudem hohe Provisionsgebühren kassiert. Nur ist leider im ländlichen Bereich der potenzielle Kundenkreis viel kleiner und ein „Durchbruch“ gelingt nur, wenn man sich in den Metropolen der Welt einen Namen verschafft. Also warte ich auf einen Anruf aus Berlin, Sydney oder San Francisco….oder bin auch so zufrieden!</p>
<p><strong>meinsbh.de:  </strong>Sie machen auch Wandmalereien. Welche Wände im öffentlichen Raum sind von Ihnen bemalt? Sind die Wände bei Ihnen zu Hause auch bunt?</p>
<p><strong>Brigitte Landgrebe: </strong>Von mir persönlich direkt bemalt wurde die Außenwand der Bäckerei Storz in Sulgen und die Innenwand der Filiale Storz in Oberndorf. Außerdem eine Wand in einem Großraumbüro einer Freiburger Firma. Mit Kindern zusammen habe ich Außenwandprojekte verwirklicht am Kindergarten Waldmössingen, an der Graf- von-Bissingen Schule, am Gymnasium und der Karl-Diehl-Halle in Schramberg, an der Grund- und Hauptschule in Sulgen und der Grund- und Hauptschule <a title="www.villingendorf.de" href="http://www.villingendorf.de">Villingendorf</a>. Projekte im Innenbereich findet man an der Achterschule <a href="http://www.rottweil.de">Rottweil</a>, der GHWRS Villingendorf, der Grundschule Halbmeil, der Förderschulen in Wolfach, Schramberg und Oberndorf, der Grundschule am Kirchplatz in Sulgen, in vielen Kindergärten der Region und der HNO-Praxis Sulgen.<br />
Am Kinzigufer in Wolfach steht das Kooperationsprojekt „Regenbogenwald“ das mit zwei ortsansässigen Schulen realisiert wurde.</p>
<p>Im öffentlichen Park der Zeiten steht eine Skulptur von mir: der Paradiesvogel „Kairos“ gleich am unteren Teich beim Eingang.</p>
<p>Unsere Wände sind alle blütenweiß, damit die farbigen Exponate besonders gut wirken können. Im Außenbereich habe ich allerdings eine Wand bemalt, an einer anderen hängt ein Bild mit wetterfesten Farben auf Aluminium als Malgrund, ebenso am Eingang des Ateliers. Somit verlängere ich mir den Sommer und überstehe graue Regentage.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong> Durch Ihre Einsätze als Dolmetscherin haben Sie Kontakte zum Ausland. Was erzählen Sie den Menschen aus dem Ausland über Ihre Heimatregion und welche Fragen werden häufig über die Region gestellt?</p>
<p><strong>Brigitte Landgrebe: </strong>Ich habe die Stadt <a href="http://www.schramberg.de">Schramberg</a> und die Region 12 Jahre auf einer Touristikmesse in unserer Partnerstadt in Belgien vertreten. Am Messestand wurde vor allem nach Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Spezialitäten gefragt. Dabei verwies ich natürlich auf die klassischen Ausflugsziele und Speisen. Es ist ganz klar, dass sich eine Stadt wie Schramberg allein nicht „verkaufen“ lässt. Man muss die gesamte Region anbieten, vom Europapark bis zum Bodensee. Mit persönlichen ausländischen Freunden machen wir allerdings gerne Wanderungen in kleineren Tälern in der Nähe wie z.B. dem Eschach-, Sulzbach- oder Glasbachtal. (Ich bin kein Freund von typischen Touristenplätzen, es sei denn es handelt sich um faszinierende Metropolen,  aber das auch nur für einige Tage. Dann liebe ich wieder die absolute Ruhe in meinem Atelier. Wahre Inspiration treibt einen von innen. Großstadtlärm, ständige Menschenmengen, hohe Abgaswerte und Staus – davor fliehen die Menschen, die im Schwarzwald Natur erleben möchten).</p>
<p><strong>meinsbh.de:  </strong>Wie gut eignet sich der menschliche Körper als eine Leinwand oder ein Kunstobjekt? Zum Beispiel beim Bodypainting.</p>
<p><strong>Brigitte Landgrebe: </strong>Es ist eine völlig andere Arbeitsweise als auf der Leinwand, da dreidimensional. Das ist genau der Punkt, der mich interessierte: Vom Zweidimensionalen der Malerei über die Skulptur zum lebenden Kunstwerk zu gelangen. Ich lasse keine Zuschauer beim Bemalen zu, sondern möchte das vollendete Kunstwerk in seinem Bewegungsablauf, den Betrachtern präsentieren. Mich interessieren keine Motive, sondern die Körper sollen aussehen wie ein Bild von mir, eines das sich allerdings bewegt und deshalb ständig neue Sichtweisen bietet. Nur so hat das auch etwas mit Kunst und nicht mit Kitsch zu tun und alles andere in dem Bereich wäre für mich tabu. Ich biete Bodypainting Performance deshalb nur in Zusammenhang mit meiner Kunst an und arbeite klassisch mit dem Pinsel auf der Haut. Dabei benötige ich ca. 3 Stunden für eine Ganzkörperbemalung, was sehr anstrengend ist, sowohl für mich als auch das Model.</p>
<p><strong>meinsbh.de:  </strong>Ihr Herz schlägt auch für die Kinder. Wie würden Sie  eine Begegnung mit Kindern farblich  beschreiben?</p>
<p><strong>Brigitte Landgrebe:</strong> „ bunt“ in kräftigen, unverfälschten Farben, genauso wie ich sie in meiner Kunst verwende. Kinder sind Energiebündel, fröhlich, optimistisch, dynamisch, direkt, spontan und geradlinig. Bei Erwachsenen geht das leider oft verloren. Allerdings sind Malprojekte mit ihnen auch ganz schön anstrengend und man braucht gute Nerven.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong> Wie wichtig ist es Ihrer Meinung nach in der Zeit des überhöhten Medienkonsums (sogar bei den kleinen Kindern schon), den Kindern die Kunst näher zu bringen?</p>
<p><strong>Brigitte Landgrebe: </strong>Kunst umfasst ja vieles. Sie kann hinterfragen, provozieren. Sie lässt Spielraum Neues zu entdecken, Wünsche zu äußern, Erfahrungen festzuhalten oder ganz einfach nur Schönes zu kreieren. Maltechniken zu lernen, heißt, seine innere Ruhe finden, sich konzentrieren, dabei vielleicht Probleme im persönlichen Umfeld vergessen zu können. Wer sich mit Kunst befasst, schult aber auch das Auge für Ästhetik allgemein. Ich halte es für sehr wichtig, dass ein Kind nicht nur zur eigenen Kreativität angeregt wird, sondern z.B. auch erfährt, wie man bewusst etwas harmonisch zusammenstellen kann oder dass weniger manchmal mehr ist. Es sollte eine Wertschätzung lernen, dass ein durch die Medien angepriesenes Massenprodukt nicht denselben Stellenwert hat wie ein Unikat. Zu einer guten Allgemeinbildung gehört auch etwas Kunstgeschichte. Es gibt viele Erwachsene, die von all dem keine Ahnung haben, weil es ihnen zu wenig vermittelt wurde. Eine Sensibilisierung muss bereits im Kindesalter stattfinden.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Hat Schwarzwald nur eine Farbe?</p>
<p><strong>Brigitte Landgrebe:</strong> Mich fragte mal ein Tourist, ob ich wüsste, warum der Schwarzwald so hieße. Er meinte, wenn es regne, sei der Wald richtig schwarz und könne sogar Angst machen. Ich denke der Schwarzwald hat alle Farben je nach Wetterlage und wie man sich gerade persönlich fühlt. Am liebsten erlebe ich ihn mit meiner Familie oder Freunden bei sonnigen Temperaturen über 23 ° im Grünen Sommer unter Blauem Himmel, draußen sitzend bei gutem Essen in einem Pink oder Orange farbenem Outfit, denn dann bin ich gut drauf!</p>
<p>Auf jeden Fall verschicke ich immer „farbige Grüße aus dem Schwarzwald“ in meinen emails um die Welt.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Dieses Interview wurde von den Studierenden im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 12.12.08  per Email geführt.</p>
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		<title>Volker Kauder MdB (Tuttlingen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2008/09/03/interview-mit-herrn-volker-kauder-mdb-tuttlingen/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Sep 2008 13:40:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Rottweil]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>

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		<description><![CDATA[

Volker Kauder wurde am 3.09.1949 in Sinsheim bei Heidelberg geboren. Seit seinem 16. Lebensjahr ist er Mitglied der CDU. 1971 nahm er das Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg auf, welches er 1975 mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. Nach dem Referendariat legte er 1977 auch das zweite Staatsexamen ab und trat 1979 in die Verwaltung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 	--></p>
<p><a title="Interview mit Herrn Volker Kauder MdB (Tuttlingen)" href="http://meinsbh.de/blogs/interviews/files/2008/09/volker-kauder.jpg"></a><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Volker_Kauder">
<a href="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/fotos/volker-kauder.jpg" title="" class="shutterset_singlepic25" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/cache/25__120x130_volker-kauder.jpg" alt="Interview mit Herrn Volker Kauder MdB (Tuttlingen)" title="Interview mit Herrn Volker Kauder MdB (Tuttlingen)" />
</a>
</a></p>
<p>Volker Kauder wurde am 3.09.1949 in Sinsheim bei Heidelberg geboren. Seit seinem 16. Lebensjahr ist er Mitglied der CDU. 1971 nahm er das Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg auf, welches er 1975 mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. Nach dem Referendariat legte er 1977 auch das zweite Staatsexamen ab und trat 1979 in die Verwaltung des Landes Baden-Württemberg ein. Ab 1980 war er stellvertretender Landrat des <a href="http://www.landkreis-tuttlingen.de">Landkreises Tuttlingen</a>, wo er bis heute lebt.<span id="more-73"></span></p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie sind wie Ihr Vater und Ihr Bruder Mitglied der CDU. Wurde Ihr Interesse an der Politikvor allem durch Ihren Vater geweckt?Kann man sagen, dass die Mitgliedschaft der CDU eine Tradition Ihrer Fam ilie ist?</p>
<p><strong>Volker Kauder: </strong>Mein Interesse an Politik wurde im Elternhaus aber auch in der Schule geweckt. Es waren immerhin die so genannten 68er Jahre, die die Jugend stark politisiert haben. In die CDU kam ich vor allem wegen der Deutschlandpolitik und weil die CDU Politik auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes macht.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie sind unter anderem auch sehr sozial engagiert. Können Sie uns von Ihren Erfahrungen und Tätigkeiten berichten?</p>
<p><strong>Volker Kauder: </strong>Ich war 10Jahre Sozialdezernent im Landkreis Tuttlingen und habe deshalb sehr viele persönliche Erfahrungen mit Bürgern in schwierigen Situationen gemacht. Besonderes Interesse galt immer den psychisch kranken Menschen, da sie vor allem in früheren Jahren kaum eine Lobby hatten. Zusammen mit engagierten Frauen und Männern habe ich in Tuttlingen einen sozialpsychiatrischen Förderkreis gegründet, der für viele psychisch kranke Menschen zu einer zweiten Heimat geworden ist.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Durch viele Gespräche mit Jugendlichen über ihre Zukunft versuchen Sie, ihnen Zuversicht, Hoffnung und Perspektive zu geben. Wie überzeugen Sie die jungen Menschen davon, dass sie in ihrem Land gebraucht werden?</p>
<p><strong>Volker Kauder: </strong>Gerade in unserer Heimat ist es relativ einfach, den Menschen zu zeigen, dass sie gebraucht werden. Wir haben eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten im ganzen Land und bei uns werden Fachkräfte dringend gesucht. Also junge Frauen und Männer, die die vielfältigen Chancen der qualifizierten Ausbildungen unserer Region nutzen, haben die besten Zukunftsaussichten.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Unsere Gesellschaft wird immer älter &#8211; gleichzeitig fehlt der Nachwuchs. Was sollte man Ihrer Meinung nach unternehmen, um den Deutschen das Kinderkriegen „schmackhafter“ zu machen? Wie sieht speziell in unserer Region die Förderung von, zum Beispiel, Ganztagesbetreuungsplätzen für Kleinkinder aus?</p>
<p><strong>Volker Kauder: </strong>Die Bundesregierung hat mit ihrem Konzept zur Ganztagesbetreuung eine wichtige Perspektive für junge Familien gegeben, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Aber auch die Familien, die ihre Kinder in den ersten Jahren zu Hause betreuen, verdienen unsere Anerkennung und sollen deshalb ein Betreuungsgeld erhalten. Kinder zu haben, hat auch etwas mit Zukunftsperspektive zu tun und die ist in unserer Region ja ausgezeichnet. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass wir beispielsweise im Landkreis Tuttlingen eine der besten Geburtenraten unseres Landes haben.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie stehen Sie zur Aufstellung von Gesine Schwan seitens der SPD zur Bundespräsidenten-Wahl?</p>
<p><strong>Volker Kauder: </strong>Bundespräsident Horst Köhler macht eine ausgezeichnete Arbeit und er ist bei den Menschen beliebt. Einen solchen Bundespräsidenten darf man nicht aus dem Amt drängen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie werden immer wieder als „rechte Hand“ Angela Merkels bezeichnet. Machen Sie solche Aussagen stolz?</p>
<p><strong>Volker Kauder: </strong>Stolz ist eine Kategorie, die mir etwas fremd ist. Ich freue mich aber, dass ich zusammen mit unserer Kanzlerin einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung unseres Landes leisten kann.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie pflegen Kontakte in alle Welt. Sie besuchten im März dieses Jahres verschiedene Staaten Lateinamerikas. Wie wichtig ist es, Kontakte mit dem Ausland zu pflegen? Was wollten Sie mit diesem Besuch bezwecken?</p>
<p><strong>Volker Kauder: </strong>Ich bin sehr heimatverbunden und freue mich daher, wenn ich in meinem Wahlkreis unterwegs sein kann. Aber in der Zeit der Globalisierung gehört es schon dazu, handelnde Politiker in anderen Ländern persönlich zu kennen und sich über Entwicklungen in der Welt vor Ort zu informieren. So habe ich beispielsweise in Indien eine junge dynamische Gesellschaft vorgefunden, mit jungen Menschen, die im Wettbewerb ihre Chancen auf Wohlstand suchen. Und in Lateinamerika habe ich eine neue Hoffnung erlebt, die sich auf die Entwicklungschancen durch nachwachsende Rohstoffe gründet, wenn gleich dort die Gesellschaft noch sehr stark in reich und arm geteilt ist.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Zudem fand vor kurzem ein Treffen mit dem Dalai Lama statt. Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen?</p>
<p><strong>Volker Kauder:</strong> Der Dalai Lama ist eine beeindruckende Persönlichkeit. Schon in den ersten wenigen Minuten einer Begegnung versteht er es, einen ganz gefangen zunehmen. Ich habe aber auch einen sehr ernsten und besorgten Religionsführer erlebt, der vor allem befürchtet, dass sein Tibet durch starken Zuzug von Chinesen überfremdet werden könnte.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie schätzen Sie die wirtschaftliche Lage Deutschlands, sowie auch die der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, im Bezug auf die Globalisierung, ein?</p>
<p><strong>Volker Kauder: </strong>Die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg ist eine der stärksten Wirtschaftsregionen in Baden-Württemberg. Unsere vorwiegend mittelständischen Unternehmen haben Beziehungen in die ganze Welt und haben sich schon längst auf die Globalisierung eingestellt. Die Produktion in ausländischen Standorten hat Arbeitsplätze auch in der eigenen Region gesichert und fehlende qualifizierte Arbeitskräfte könnten zu einer Wachstumsbremse werden. Deshalb ist es richtig, dass wir in unserer Region qualifizierte Bildungseinrichtungen haben und wir die jungen Menschen vor Ort ausbilden und damit die Chance besteht, sie auch in unserer Heimat halten zu können.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie sind außerdem auch sehr kunstbegeistert. Bildet die Kunst eine Art ausgleichenden Ruhepol zum hektischen Alltag in der Politik?</p>
<p><strong>Volker Kauder: </strong>Wir Politiker haben &#8211; oft geprägt durch unsere Arbeit und unsere Erfahrungen &#8211; einen begrenzten Blick auf das Leben. Kunst eröffnet uns neue Sichtweisen und kann uns so bereichern.</p>
<p> &#8211;</p>
<p>Das Interview  für das Projekt &#8220;Interviews mit Persönlichkeiten aus der Gewinnerregion Schwarzwald-Baar-Heuberg&#8221; von Studenten der Hochschule Furtwangen geführt. (Juni 2008)</p>
<p>Veröffentlicht: 3.9.08</p>
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		<item>
		<title>Interview mit Ilse Bäumer (Spaichingen, Schramberg)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2008/08/01/interview-mit-ilse-baumer-spaichingen-schramberg/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Aug 2008 05:10:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kreis Rottweil]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ilse Bäumer wurde 1940 in Spaichingen geboren. Die ehemalige Realschullehrerin ist seit 1994 Vorsitzende der Haiti-Hilfe Schramberg e.V., die an Aufbau und Förderung verschiedener Entwicklungshilfeprojekte arbeitet.

meinsbh.de: Sie sind seit 1994 Vorsitzende der Haiti-Hilfe Schramberg. Was hat Sie dazu bewogen, sich in der Entwicklungshilfe zu engagieren?
Ilse Bäumer: Es begann 1980. Ein Haitianer verbrachte in unserer Familie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ilse Bäumer wurde 1940 in Spaichingen geboren. Die ehemalige Realschullehrerin ist seit 1994 Vorsitzende der Haiti-Hilfe Schramberg e.V., die an Aufbau und Förderung verschiedener Entwicklungshilfeprojekte arbeitet.<br />
<span id="more-72"></span><br />
<strong>meinsbh.de: </strong>Sie sind seit 1994 Vorsitzende der Haiti-Hilfe Schramberg. Was hat Sie dazu bewogen, sich in der Entwicklungshilfe zu engagieren?</p>
<p><strong>Ilse Bäumer: </strong>Es begann 1980. Ein Haitianer verbrachte in unserer Familie die Weihnachtsfeiertage. Er berichtete uns von der Not seines Landes und von seinem Traum, in seinem Heimatort Palmari für eine Dorfschule zu sorgen. Wir gründeten den Freundeskreis Palmari und hatten zwei Jahre später die benötigten 50.000 DM zusammen. Die Schule wurde gebaut, und daraus entwickelten sich weitere Projekte, wie zum Beispiel die Patenschaften und das Agro-Forst Programm.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Ihr Verein unterstützt die Bevölkerung Haitis. Können Sie uns einen allgemeinen Einblick in  Ihre Tätigkeitsbereiche geben?</p>
<p><strong>Ilse Bäumer: </strong>Wir haben in Haiti drei Organisationen als Partner:  Die Diözese Cap-Haitien, die Gehörlosenschule in Cap-Haitien und die Gehörlosenschule in Port-au-Prince. Sie bilden im Umfeld von Bürgerkrieg, Bandenunwesen, Rechtsunsicherheit, Bildungsnotstand und Massenelend einen Hort der Stabilität. Sie sind unsere verantwortlichen Projektträger.  Wir unterstützen und beraten sie in ihrer Bildungs- und Sozialarbeit, in der Behindertenhilfe, Frauenförderung, Entwicklung des ländlichen Raums, im Natur- und Umweltschutz. Unser langfristiges Projekt-Engagement stützt sie zugleich in ihrer Organisationskraft, in der Modernisierung des Rechnungswesens, in der Qualifizierung des Personals. Das überwiesene Geld kommt an und wird dem Spendenzweck entsprechend verwendet und abgerechnet.</p>
<p>Konkret:<br />
Wir unterstützen die Familien- und Sozialarbeit unserer Partner mit über 600 Kinderpatenschaften. Sie sichern zugleich die Schulbildung der Kinder. In der Gehörlosenschule in Cap-Haitien sind sie ein Beitrag zu den Kosten des Heimaufenthalts.</p>
<p>Spender, die nicht so sehr den persönlichen Bezug wünschen, sondern verstärkt strukturelle Hilfen im Bildungsbereich geben wollen, engagieren sich bei Unterrichtspatenschaften. Die Finanznot der Schulen ist eines der größten Entwicklungshemmnisse in Haiti.<br />
Wir unterstützen besonders die Alphabetisierungskurse von Jugendlichen und Erwachsenen im ländlichen Raum. Sie werden von der Diözese Cap-Haitien organisiert und brauchen von uns als Unterstützung zur Finanzierung der Kursleiter 25 Euro pro Teilnehmer pro Jahr.</p>
<p>Seit 1995 engagieren wir uns kontinuierlich in Agro-Forst-Projekten. Unter agronomischer Leitung werden in den Projektgemeinden Baumschulen gegründet und von Kleinkooperativen betreut. Die Kleinbauern werden bei der Kultivierung und Bepflanzung ihrer Böden, im Erosionsschutz und zur Nacherntesicherung und Vermarktung landwirtschaftlich beraten. Die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen wird zu einem Schwerpunktthema in den Schulen und Alphabetisierungskursen. Die Arbeitseinsätze der Schüler, Eltern und Alpha-Teilnehmer in  den Baumschulen und bei den Pflanzaktionen sorgen für eine gute Verbindung von Theorie und Praxis.<br />
Bei diesen Projekten haben wir Unterstützung vom Land Baden-Württemberg und seinen Stiftungen und vom BMZ erhalten. Zur Zeit haben wir die Endphase eines zweijährigen Projekts, das von der Deutschen Pfandbriefanstalt (DEPFA) in Frankfurt finanziert wird. 200.000 der vorgesehenen 240.000 Bäumchen sind inzwischen gezüchtet und angepflanzt.</p>
<p>Mit beispielsweise 500 Euro können wir den Haitianern und der ökologisch verbundenen Weltgemeinschaft 1.000 wertvolle Bäumchen schenken. Einige Spender empfehlen bei ihren Familienfeiern solche „Gastgeschenke“. Mit Hilfe von bäuerlichen Klein- Kooperativen und vertraglichen Regelungen will unser haitianischer Partner erreichen, dass der schnell wachsende Wert dieser Baum-Investitionen auch zur Refinanzierung und zur spendenunabhängigen Eigenfinanzierung künftiger Projekte beiträgt.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie viele aktive Mitglieder haben Sie und wie groß ist die Spendenbereitschaft der Bevölkerung der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg?</p>
<p><strong>Ilse Bäumer: </strong>Der Verein selbst hat 130 Mitglieder. Der Jahresbeitrag von 25 Euro je Mitglied ergibt 3.250 Euro pro Jahr. Damit finanzieren wir unsere Telefon-, PC-, Kopier- und Portokosten. Alle Aktivitäten sind ehrenamtlich. Wir haben keine Kosten für Spendenwerbung. Wir unterhalten in Schramberg, Falkensteinstr. 61, die sogenannte „Schmökerstube“. Dort haben wir mehr als 20.000 Bücher in Regalen geordnet, und bieten sie zum Kauf an. Sie wurden uns von Lesern geschenkt und sind gut erhalten. Der Erlös kommt unseren Projekten zugute.</p>
<p>Ich gebe Ihnen einen Überblick über die Herkunft unserer Spenden im Jahr 2006:</p>
<p>Die DEPFA-Bank hat ihr Projekt mit 84.000 Euro unterstützt.</p>
<p>Ohne DEPFA hatten wir 672 Spender mit der Gesamtsumme von gerundet 273.000 €.<br />
Das ergibt einen Mittelwert von 406 € pro Spender.<br />
263.000 € sind Spenden aus Deutschland, 185.000 € aus Baden-Württemberg, 165.000 € aus der Region, 158.000 € aus dem Kreis Rottweil, 136.000 € aus der Raumschaft Schramberg, 100.000 €  aus der Stadt Schramberg.<br />
Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ fügte zur Grundfinanzierung mehrerer Projekte insgesamt 53.000 €  hinzu.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Viele Menschen wollen helfen, wissen aber nicht wie. Mit Hilfe welcher Medien machen Sie auf sich aufmerksam?</p>
<p><strong>Ilse Bäumer: </strong>Die öffentliche Aufmerksamkeit erzielen wir über unsere Aktivitäten,  Projektberichte in den lokalen Medien, Homepage, Informationsfaltblatt oder auch über ein Interview wie dieses. Die Hauptwerbung läuft über die Spender selbst, die unsere Arbeit in ihrer Effizienz und Breitenwirkung schätzen und uns weiter empfehlen.</p>
<p>Es gibt viele Menschen, die bereit sind zu spenden. Aber sie sind skeptisch. Sie fragen sich: Was kommt letztlich an? Und wie wird es im Empfängerland genutzt? Wie transparent sind Ziel und Arbeitsweise der beteiligten Organisationen?</p>
<p>Die Haiti-Hilfe Schramberg versteht sich als Vermittler und Übersetzer. Wer mit seiner Spende vor allem die Verringerung der Not eines Kindes und seiner engsten Angehörigen wünscht, verbunden mit konkreten Berichten,  wird eine Patenschaft anstreben.</p>
<p>Wer mit seiner Spende mehr einen strukturellen Beitrag als Investition mit „wachsender“ Rendite leisten möchte, dem empfehlen wir, für unser dreijähriges Projekt, BMZ Nr. 2007.1659.7, zu spenden, das in 4 Gemeinden im Norden Haitis in den Jahren 2008 – 2010 durchgeführt wird. Das Bundesministerium BMZ hat das Projekt über „bengo“ eingehend geprüft, gebilligt und gibt das Dreifache unseres Anteils als Projektzuschuß: insgesamt 105.000 Euro.  Die Haiti-Hilfe muß  über Spendengelder 35.000 € beisteuern.<br />
Das Projekt sieht u. a. folgende Maßnahmen vor:<br />
- Schutz der bedrohten  Umwelt als Schwerpunktthema und praktisches Tun in den Schulen.<br />
- Zweijährige Alphabetisierung und gesellschaftlich-ökologische Bewusstseinsbildung von 1.000 Erwachsenen<br />
-Gründung von 4 Baumschulen und die Anzucht von insgesamt mindestens 126.000 Obst-, Nuss- und Waldbäumchen<br />
-  Anpflanzung und Betreuung der Bäume auf 1.200 Privatgrundstücken und 4 Gemeindeflächen.</p>
<p>Ein Zahlenbeispiel, überschlägig gerechnet: 100 Euro Spende  + 300 Euro  BMZ = 400 Euro.<br />
Das ermöglicht neben anderen Projektmaßnahmen den Kauf von 800 Bäumchen, die in wenigen Jahren den zehnfachen Wert erreichen. Die Bäumchen werden vor Ort arbeitsintensiv ohne Verwendung von Maschinen produziert. Das eingesetzte Geld ergibt eine Kaufkraft auf dem Marktplatz der Gemeinde.<br />
Rückfrage an  Wirtschaftsstudenten: Welche Rendite hat die 100 Euro-Spende?</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie vermitteln unter anderem auch Patenschaften. Sind Sie selbst Patin? Wie oft sind Sie vor Ort, um sich von der korrekten Verwendung der Gelder zu überzeugen?</p>
<p><strong>Ilse Bäumer: </strong>Unsere Familie hat eine Schulpatenschaft und mehrere Kinderpatenschaften.<br />
Mein Mann und ich waren mehrmals zu Projektbesuchen in Haiti. Die Abrechnung der Gelder in Haiti wird uns in EXCEL-Tabellen per email zugeleitet und von uns kontrolliert.  Vierteljährlich erhalten wir Projektfortschrittsberichte. Fast jedes Jahr ist jemand von den Projektverantwortlichen in Europa und kommt dann auch zu uns, um anstehende Fragen zu besprechen.<br />
Unsere Buchführung hier wird jährlich vom Steuerbüro Brugger überprüft. Es ergaben sich noch nie Beanstandungen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie viel Ihrer Zeit nimmt dieses Projekt in Anspruch? Können Sie nebenbei noch einer<br />
beruflichen Tätigkeit nachgehen?</p>
<p><strong>Ilse Bäumer: </strong>Im Vorstand haben wir die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt. Die Buchhaltung und Projektkonzeption wird von meinem Mann wahrgenommen. Ich selbst widme durchschnittlich 2 Stunden pro Tag der Projektarbeit.<br />
Ich bin seit 40 Jahren an der Volkshochschule Schramberg als Dozentin für Französisch, Englisch und  Spanisch tätig. Ich gebe jetzt noch 2 Konversationskurse pro Woche in Französisch und Spanisch.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie sehen Ihre Pläne und Hoffnungen im Hinblick auf zukünftige Projekte aus?</p>
<p><strong>Ilse Bäumer: </strong>Die Projekte zur Sicherung und Verbesserung der natürlichen Lebensgrundlagen, angefangen von den Baumschulen bis zur Vermarktung der Erträge müsse sich immer mehr aus den Erlösen selbst finanzieren. Nach einigen Jahren der Hilfe wandern wir auf der Landkarte Haitis ein Stück weiter, um neue Gemeinden in diese Entwicklungs-Partnerschaft einzubeziehen. Wir hoffen, dass sich die Rechts- und Sicherheitslage sowie die Arbeitsmöglichkeiten in Haiti verbessern und unsere Partner die angestrebten Ziele mit Einsatzfreude und Selbsthilfebereitschaft aus der Bevölkerung erreichen.<br />
Wir hoffen, hier in Deutschland weiterhin die notwendige Unterstützung zu finden.</p>
<p>Spendenkonten:</p>
<p>Kreissparkasse Rottweil<br />
Kto.-Nr. 587 578      BLZ: 642 500 40</p>
<p>Volksbank Schwarzwald-Neckar eG<br />
Kto.-Nr. 32 171 005    BLZ: 642 920 20</p>
<p>E-mail: info@haiti-hilfe.de</p>
<p>Internet:  <a href="http://www.haiti-hilfe.de" title="Haiti Hilfe Schramberg">www.haiti-hilfe.de<br />
</a>Tel:  0 &#8211;  7422 &#8211;  7794</p>
<p>Ilse Bäumer<br />
Wolf-Hirth-Str. 13<br />
78713 Schramberg</p>
<p>&#8211;<br />
Das Interview wurde am 07.12.2007  per e-mail von der Projektgruppe „VIP-Interviews“ der HS Furtwangen, Standort Schwenningen, durchgeführt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Heinz-Rudi Link (Mühlheim/Donau)</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Mar 2008 08:17:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreis Rottweil]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Interview mit Heinz-Rudi Link (Mühlheim)" href="http://meinsbh.de/blogs/interviews/files/2008/03/link-mit-team.jpg"></a>
<a href="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/fotos/link-mit-team.jpg" title="" class="shutterset_singlepic52" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/cache/52__130x120_link-mit-team.jpg" alt="Interview mit Heinz-Rudi Link (Mühlheim/Donau)" title="Interview mit Heinz-Rudi Link (Mühlheim/Donau)" />
</a>
</p>
<p>Heinz-Rudi Link ist Geschäftsführer der <a title="Wirtschaftsförderung der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg" href="http://www.wirtschaftsfoerderung-sbh.de">Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg</a>. Mit seinem Team (hier auf dem Bild) vermarktet Heinz-Rudi Link die <a title="Gewinnerregion Schwarzwald-Baar-Heuberg" href="http://www.gewinnerregion.de">Gewinnerregion</a> nach außen genau so wie nach innen.</p>
<p>Zahlreiche regionale Projekte entstammen der schier unermüdlichen Tätigkeit des Wahl-<a title="Mühlheim an der Donau" href="http://www.muehlheim-donau.de">Mühlheimers</a>. Aus der von Heinz-Rudi Link initiierten <a title="Standortoffensive der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg" href="http://www.wifoeg-sbh.de/mcms.php?_oid=9516cfe-7c46-5b97-0204-af05a80ea9faa">Standortoffensive der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg</a> gingen unter anderen die Projekte &#8220;<a title="Familienfreundliche Gewinnerregion" href="http://www.wifoeg-sbh.de/mcms.php?_oid=b697f7f-aae7-cc14-38fb-502da03be2715">Familienfreundliche Gewinnerregion</a>&#8220;, das &#8220;<a title="Botschafterkonzept der Gewinnerregion" href="http://www.wifoeg-sbh.de/mcms.php?_oid=6c22fe4-ed39-69fc-0105-b089dcaff4a85">Botschafterkonzept</a>&#8221; und das &#8220;Gesundheitsnetzwerk der Region&#8221; hervor.</p>
<p><span id="more-52"></span><strong>meinsbh.de: </strong>Sie sind Leiter der Regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Diese Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit Hilfe eines Marketingkonzepts, den Bekanntheitsgrad der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg zu erhöhen. Wie entstand diese Idee und können Sie bereits eine erste Bilanz ziehen?</p>
<p><strong>Heinz-Rudi Link: </strong>Ende der 1990-er Jahre bildeten die Regionen in Baden-Württemberg zunehmend neben den bestehenden städtischen eigene Wirtschaftsförderungsgesellschaften, weil man erkannt hatte, dass im globalen Wettbewerb eine größere Einheit eher wahrgenommen wird und damit schlagkräftiger im Wettbewerb um Ansiedlungen von Industrie und sonstigem Gewerbe ist.<br />
Um diese Zeit entstand auch die Idee für unsere Region. Das Ergebnis war die Gründung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg  im Jahre 2001.<br />
Rückblickend nach den ersten Jahren des Bestehens sind sich die Initiatoren einig, dass es richtig und wichtig war, dass sich die drei Landkreise in gebündelter also regionaler Form aufstellen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was genau sind Aufgabenbereiche der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg?</p>
<p><strong>Heinz-Rudi Link: </strong>In aller Kürze zusammengefasst: Außen- und Innenmarketing für die Region, um den Bekanntheitsgrad zu steigern und somit die Wahrnehmung für unsere Region zu erhöhen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie hat sich die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg in den letzten Jahren wirtschaftlich entwickelt und was sind Anreize für Unternehmen, sich hier niederzulassen?</p>
<p><strong>Heinz-Rudi Link: </strong>Wir nennen uns nicht ohne Grund Gewinnerregion. Wir haben starke ständig wachsende Unternehmen in ausgesprochenen Zukunftsbranchen.<br />
Anreize, sich hier niederzulassen, stellen die vorhandenen Unternehmen z. B. für Zulieferer und auch unternehmensnahe Dienstleistungen dar.<br />
Aber auch die Qualität der Menschen als loyale und fleißige Mitarbeiter steht sicher deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt.<br />
Hinzu kommt noch die ausgesprochen verkehrsgünstige Lage im süddeutschen raum zu Frankreich, Schweiz und Österreich.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Inwiefern kooperieren Sie mit Unternehmen? Wie sieht diese Form der Zusammenarbeit aus?</p>
<p><strong>Heinz-Rudi Link: </strong>Die regionale Wirtschaftsförderung sieht sich als Dienstleister für die Wirtschaft. Alle unsere Aktivitäten sind darum darauf ausgerichtet, in der Konsequenz einen Nutzen für die Wirtschaft und somit für die Menschen die hier leben zu erbringen.<br />
Konkrete Formen der Zusammenarbeit gibt es zum Beispiel bei der Aktionswoche Mädchen und Beruf, die gezielt den Mädchen technische Berufe näher bringen soll. Die dringend notwendige externe Anwerbung von Fachkräften auf allen Ebenen der produzierenden Industrie bis hin zum hochqualifizierten Studienabsolventen, gemeinsam mit Firmen aus der Region, gehört ebenfalls zum Aufgabenspektrum.<br />
Das umfangreiche Projekt „Standortoffensive“ mit seinen vielen Arbeitsgruppen gehört hier sicher auch dazu.<br />
Übrigens ist aus diesem Projekt auch diese Website „meinSBH.de“ entstanden.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft zeichnet regelmäßig einen „Unternehmer des Monats“ aus. Anhand welcher Kriterien werden die Gewinner ermittelt? Woraus besteht diese Auszeichnung?</p>
<p><strong>Heinz-Rudi Link: </strong>Übrigens auch ein Ergebnis des Projektes Standortoffensive. Ausgangspunkt der Idee war, dass innerhalb der Region viel zu wenig bekannt ist über die guten Firmen in unserer Region.<br />
Die fast nach Landkreisen aufgeteilte Presselandschaft galt es dahingehend zu überwinden, dass auch der Leser in Wehingen über eine tolle Firma in Triberg erfährt, die ja auch in seiner Region beheimatet ist. Also wurde die Auszeichnung „Unternehmen des Monats in der Gewinnerregion“ geboren, welches dann – nachdem es von einer unabhängigen Jury gewählt wurde – in der Presse aller drei Landkreise vorgestellt wird. Die Kriterien sind sehr unterschiedlich. Es kann sich um eine gute Geschäftsidee handeln oder ein wirklich nennenswertes Jubiläum oder um eine nationale oder auch internationale Auszeichnung.<br />
Ich bin jeweils bei den Jurysitzungen als nicht stimmberechtigt dabei, kann aber immer wieder feststellen, dass sich die Mitglieder dieser Jury die Aufgabe nicht leicht machen. So können wir auch den hohen Anspruch dieses regionalen Titels rechtfertigen.<br />
Die Gewinner bekommen eine Urkunde überreicht und haben die Möglichkeit, sich kostenlos Im Radio Neckarburg in der „Stammlokal-Sendung“ 45 Minuten lang zu präsentieren. Der Sender Radio Neckarburg war ehemals der Ideengeber und somit auch Partner der Regionalen Wirtschaftsförderung für dieses Projekt.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie finanziert sich die Wirtschaftsförderungsgesellschaft und wird diese von staatlicher Seite her organisiert?</p>
<p><strong>Heinz-Rudi Link: </strong>Die direkten finanziellen Träger sind 18 Kommunen der Region, die drei Landkreise, die IHK, die Handwerkskammer und der Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg. Das ist, wenn Sie so wollen die staatliche oder besser öffentliche Unterstützung für diese Gesellschaft in Form einer GmbH.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie sehen Sie die Zukunft der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, wirtschaftlich?</p>
<p><strong>Heinz-Rudi Link: </strong>Sie wird mit Fug, Recht und nach meiner festen Überzeugung wirtschaftlich Gewinnerregion bleiben!<br />
Die Wirtschaftsstruktur – mittelständisch geprägte Unternehmen &#8211; besticht durch einen ausgewogenen Branchenmix. Ideenreichtum als auch große Innovations- und Investitionsbereitschaft haben zu dem stetigen Wachstum geführt und werden anhalten.<br />
Eine leistungsfähige mittelstandsorientierte Bankenlandschaft und ein gutes Miteinander von kommunaler und regionaler Wirtschaftsförderung, der IHK und der Handwerkskammer sind flankierend Garanten für meine optimistische Sichtweise.<br />
Kurz gesagt – mit einem Zitat von unserem Wirtschaftsminister Ernst Pfister:<br />
Die Gewinnerregion Schwarzwald-Baar-Heuberg – ein attraktiver Wirtschaftsstandort, in dem es sich gut leben und arbeiten lässt.</p>
<p>&#8211;<br />
Das Interview wurde am 03.01.2008 per Email von Matthias Beumer geführt. Matthias Beumer ist im WS 07/08 Mitglied der Projektgruppe VIP-Interviews an der HFU Furtwangen, Standort Villingen-Schwenningen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Daniel Roth (Schramberg)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2008/01/13/interview-mit-daniel-roth-schramberg/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Jan 2008 22:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreis Rottweil]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Interview mit Daniel Roth (Schramberg)" href="http://meinsbh.de/blogs/interviews/files/2007/12/daniel-roth_web.jpg"></a>
<a href="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/fotos/daniel-roth_web.jpg" title="" class="shutterset_singlepic43" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/cache/43__120x130_daniel-roth_web.jpg" alt="Interview mit Daniel Roth (Schramberg)                               " title="Interview mit Daniel Roth (Schramberg)                               " />
</a>
</p>
<p>Daniel Roth, geb, 1969 in Schramberg, studierte von 1990-1997 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe und arbeitet seither als freischaffender Künstler.</p>
<p>Seine Werke wurden mehrfach ausgezeichnet.</p>
<p>Seit 2007 ist Daniel Roth Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.</p>
<p><span id="more-43"></span><strong>meinsbh.de:</strong> Was verbinden Sie mit der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg?</p>
<p><strong>Daniel Roth:</strong> Ich bin in Schramberg geboren und der Schwarzwald ist meine Heimat.<br />
Die letzten drei Jahre habe ich in Amsterdam gelebt und ich muss sagen,<br />
dass mir die Berge gefehlt haben. Es gab aber eine unsichtbare Verbindung<br />
in meine Heimat: angeblich sollen Teile der Stadt auf schwarzwälder Tannen stehen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Im November 2005 haben die von der Claus Hüppe-Stiftung den Horst–Janssen– Grafik -Preis erhalten. Können Sie uns etwas über Ihr ausgezeichnetes Werk erzählen?</p>
<p><strong>Daniel Roth: </strong>Den Horst Janssen Grafik Preis habe ich für meine Zeichnungen bekommen.<br />
Kein bestimmtes Werk. Die Zeichnung war schon immer ein wichtiges Medium<br />
in meiner Arbeit und ist der Ausgangspunkt für viele Ideen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie würden Sie Ihre Kunst selbst beschreiben und einordnen?</p>
<p><strong>Daniel Roth:</strong> Ich bewege mich in meiner Arbeit wie ein Reisender. Es handelt sich also<br />
um mentale Reisen in fiktive Welten, die oft von realen Architekturen oder Landschaften ausgehen. Ich entwerfe Geschichten, vergleichbar mit einem<br />
Romanschriftsteller. Allerdings ohne Anfang und Ende.<br />
Nichtlineare Erzählungen, die sich als Atmosphäre ausdehnen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Können Sie sich an Ihre ersten Werke erinnern? Wie hat sich Ihre Kunst über die Jahre hinweg entwickelt?</p>
<p><strong>Daniel Roth: </strong>Mein erstes Storyboard von 1998 handelt von einer Talstadt im Schwarzwald,<br />
die mit Beton zugegossen wurde. Einzelne ausgesuchte Häuser sind über ein weitverzweigtes Tunnelsystem erreichbar. Ich habe bisher fuenf dieser Häuser erkundet. Die erste Ausstellung bei Meyer Riegger in Karlsruhe handelte von einem<br />
Schuhmacher namens Weller Volker, dessen geisterhafte Existenz die Schuhmacherei in eine Steinzucht verwandelt hat. Der Innenraum des Hauses ist über ein Loch in der Hauswand und Schrankrückwand erreichbar.<br />
Die Talstadt ist eine Art Matrix für viele neue Ideen, die sich in den letzten Jahren in unterschiedlichen Medien wie Fotografie, Zeichnung und Skulptur ausgedrückt haben. Im Moment interessieren mich zeichenhafte, abstrakte Atmosphären, wie sie z.B. in Filmen von David Lynch erfunden werden.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg verfügt über eine vielfältige und vitale Kunstszene. Wie schätzen Sie diese ein?</p>
<p><strong>Daniel Roth: </strong>Ich habe wenig Kontakt zu dieser Szene.<br />
Meine Freunde, die ich im Schwarzwald treffe haben alle wenig mit Kunst am Hut.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie lehren an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Wie „lehrt“ man Kunst und was geben Sie Ihren Studenten mit?</p>
<p><strong>Daniel Roth: </strong>Akademien können niemanden zum Künstler oder zur Künstlerin ausbilden.<br />
Es geht um Informationen, Diskussionen und Kritik.<br />
Den entscheidenden Schritt muss jeder selbst gehen.<br />
Es geht um das Rästel der Idee. David Lynch vergleicht es mit dem Angeln.<br />
Wenn Ideen wie Fische sind, dann sind die kleinen Fische einfach zu fangen.<br />
Die großen Fische sind dagegen seltener und schwer zu fangen:<br />
ein geheimnisvoller Vorgang,<br />
wenn man eine große, komplizierte Idee am Haken hat.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Ihre Kunst umfasst nicht nur so genannte „prints“ , sondern auch abstrakte Modelle und Skulpturen. Woher nehmen Sie Ihre Inspiration?</p>
<p><strong>Daniel Roth: </strong>Oft von realen Reisen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Welcher Künstler hat Sie am meisten geprägt?</p>
<p><strong>Daniel Roth: </strong>Da gibt es eine unsichtbare Gesellschaft von wichtigen Leuten.<br />
Ich kann aber niemanden besonders herausstellen.</p>
<p>–</p>
<p>Das Interview wurde im Dezember 2007 per Email geführt von der Projektgruppe “Interviews mit Persönlichkeiten aus der <a href="http://www.meinsbh.de">Region Schwarzwald-Baar-Heuberg</a>”. Die Projektgruppe besteht aus Studenten der Betriebswirtschaftslehre der Hochschule Furtwangen (Standort: Schwenningen)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Simone Denkinger (Schönwald, Wehingen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2007/09/20/interview-mit-simone-denkinger-schonwald-wehingen/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 09:43:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreis Rottweil]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://meinsbh.de/blogs/interviews/2007/09/20/interview-mit-simone-denkinger-schonwald-wehingen/</guid>
		<description><![CDATA[Geboren am 3. Mai 1979 in Rottweil, aufgewachsen in Wehingen, wohnhaft in Schönwald
Profisportlerin: Biathlon / Verein: SC Gosheim / offizielle Website: www.simone-denkinger.de
Erfolge: dreifache Juniorenweltmeisterin, bei den Weltmeisterschaften 03 und 04 zweimal Bronze mit der Staffel, Deutsche Meisterin 2007; 15 km Einzelrennen.
meinsbh.de: Frau Denkinger, welches Ziel haben Sie momentan im Blickfeld?
Simone Denkinger: DieVorbereitungen auf die DM [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img vspace="4" align="left" width="75" src="http://meinsbh.de/blogs/interviews/files/2007/09/simone_denkinger.thumbnail.jpg" alt="Simone Denkinger" />Geboren am 3. Mai 1979 in Rottweil, aufgewachsen in Wehingen, wohnhaft in <em>Schönwald</em></p>
<p>Profisportlerin: Biathlon / Verein: SC Gosheim / offizielle Website: <a href="http://www.simone-denkinger.de/">www.simone-denkinger.de</a></p>
<p><strong>Erfolge:</strong> dreifache Juniorenweltmeisterin, bei den Weltmeisterschaften 03 und 04 zweimal Bronze mit der Staffel, Deutsche Meisterin 2007; 15 km Einzelrennen.<br />
<span id="more-23"></span><strong>meinsbh.de:</strong> Frau Denkinger, welches Ziel haben Sie momentan im Blickfeld?</p>
<p><strong>Simone Denkinger:</strong> DieVorbereitungen auf die DM in zwei Wochen sind fast abgeschlossen. (Das ist so die erste Standortbestimmung Richtung Winter und für mich die Qualifikation für die Weltcupmannschaft); Meine Ziele Für die Wintersaison sind, mich im Gesamtweltcup unter den Top10 zu platzieren und natürlich bei der WM im schwedischen Östersund teilzunehmen.<br />
<strong>Anmerkung der Redaktion: </strong><em>Simone Denkinger</em> hat gewonnen und ist <em>Deutsche Meisterin im 15 km Einzelrennen</em>!</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wo und wie möchten Sie sich in 5, 10 und 15 Jahren sehen? Was bedeutet für Sie dabei Erfolg zu haben?</p>
<p><strong>Simone Denkinger:</strong> Mein Leben in 5-jährigen Abschnitten zu planen bzw.zu sehen, ist etwas schwierig. Aber ich möchte auf alle Fälle bis 2011 meinem Sport nachgehen (wenn es mir Spaß und Freude bereitet), danach möchte ich gerne eine Familie gründen und mich meinen Kindern und meinem Partner widmen. Und natürlich auch beruflich meine Erfahrungen weitergeben. Wie das ganz präzise aussieht, wird sich in den kommenden Jahren herauskristallisieren. Jedenfalls soll es eine Arbeit im Umgang mit Menschen sein. Also etwas abwechslungsreiches, wo ich Natur und Sport miteinander verbinden kann.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Gab es für Sie jemals eine Alternative zum Profisport? Wenn ja, welche? Warum haben Sie sich letzen Endes für diesen Weg entschieden?</p>
<p><strong>Simone Denkinger:</strong> Ich bin schon im frühen Kindesalter mit dem Sport aufgewachsen und habe mich bald dem Leistunssport gewidmet und somit war das Ziel schnell klar; im Sport eine Größe zu werden und bei WM und Olympischen Spielen teilzunehmen. Mein Beruf lässt mich so viele Erfahrungen für´s Leben machen, dass ich dankbar bin für jeden Erfolg aber auch für die Niederlagen, die mir sehr viel gebracht haben. Und wenn ich meinen Mitmenschen ein Stück weit Werte wie Zielstrebigkeit, Fairness und Gemeinschaft vermitteln kann, ist das für mich ein toller Beitrag.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Von Ihrem Training entspannen Sie sich beispielsweise durch Yoga. Wo haben sie das gelernt? Gibt es für Sie noch andere Methoden um vom Alltag loszulassen, die Sie auch unseren Lesern empfehlen können?</p>
<p><strong>Simone Denkinger:</strong> Das Yoga habe ich nur mal kurz kennengelernt und mir das rausgeholt, was mir gut tut. Ich habe mir durch und mit meinem Physiotherapeuten <em>Michael Zischka aus Gosheim</em> Techniken angeeignet, die für mich entspannend sind. Meditationen, Dehnungen sind für mich sehr hilfreich, vom Alltag loszulassen. Auch das Lesen von Büchern sind eine gute Abwechslung. Was ich gelernt habe ist, auf den eigenen Körper zu hören und zu spüren, was ich gerade in diesem Moment brauche.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Haben Sie neben dem Profisport auch noch freie Zeit? Wenn ja, für was interessieren Sie sich dann besonders?</p>
<p><strong>Simone Denkinger:</strong> Die freie Zeit nehme ich mir auf jeden Fall. Denn die Gewichtung zwischen Training und Erholung<br />
ist ein wichtiger Faktor für die Leistungsfähigkeit. Gerne gehe ich mit meinem Freund mal was leckeres Essen und schaue mir schon mal den einen oder anderen schönen Kinofilm an. Am liebsten bin ich aber zu Hause und erhole mich, denn ich<br />
bin das ganze Jahr so viele Tage unterwegs.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was ist Ihr größter Traum und wie möchten Sie diesen verwirklichen?</p>
<p><strong>Simone Denkinger:</strong> Sportlich gesehen natürlich einmal bei einer WM und Olympia ganz oben auf dem Treppchen zu stehen und die Deutschen Nationalhymne nur für mich zu hören und mitzusingen. Privat ein erfülltes Leben zu haben und jeden Tag zu genießen und den Menschen ein Vorbild zu sein.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Verraten Sie uns Ihre 5 Orte, Plätze, Stellen in unserer Region, an denen Sie sich am liebsten aufhalten?</p>
<p><strong>Simone Denkinger:</strong> Natürlich bin ich gerne bei meinen Eltern in <em>Wehingen</em> und allgemein auf dem <em>Heuberg</em>, wo ich ja meine Kindheit verbracht habe. Ich bin jetzt auch sehr gerne in <em>Schönwald</em> und im <em>Schwarzwald</em>, wo ich ja wohne. Es gibt in unserer Region so viele Orte, an denen ich mich wohlfühlen kann. Und ich freue mich immer wieder, wenn ich mal<br />
ein neues Plätzchen entdecke.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wenn Sie für ein Jahr auf einer einsamen fernen Insel leben müssten, was würden sie sich am<br />
meisten aus Ihrer Heimat herbei wünschen?</p>
<p><strong>Simone Denkinger: </strong>Meine Familie, Freunde und die Natur. Aber sicherlich gibt es dort auch einiges zu erleben und das ist bestimmt auch eine tolle Erfahrung, mal von allem Abstand zu nehmen und Neues zu entdecken, um das, was man hat, wieder neu schätzen zu lernen und dankbar dafür zu sein.</p>
<p>Vielen Dank für das Interview.</p>
<p>[Interview wurde geführt im August 2007.]</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Christoph Burkard (Zimmern-Horgen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2007/08/29/interview-mit-christoph-burkard-zimmern-horgen/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 06:43:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreis Rottweil]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Interview mit Christoph Burkard (Zimmern-Horgen)" href="http://meinsbh.de/blogs/interviews/files/2007/08/athen_4.jpg"></a>
<a href="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/fotos/athen_4_0.jpg" title="" class="shutterset_singlepic39" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/cache/39__130x120_athen_4_0.jpg" alt="Interview mit Christoph Burkard (Zimmern-Horgen)" title="Interview mit Christoph Burkard (Zimmern-Horgen)" />
</a>
</p>
<p>Geboren am 14.11.1983 in Rottweil</p>
<p><strong>Goldmedaillengewinner </strong>Paralympics Athen 2004, <strong>Weltrekordler</strong></p>
<p>Verein: <a href="http://www.tsv-rottweil.de/">TSV Rottweil</a>, Wettkampfmannschaft, Website: <a href="http://www.christoph-burkard.com/">www.christoph-burkard.com</a></p>
<p><span id="more-19"></span></p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Herr Burkard, Sie sind mehrfacher Deutscher Meister, Goldmedaillengewinner bei dem Paralympics in Athen 2004 und haben zudem zahlreiche Europa- und Weltrekorde aufgestellt.<br />
Welches sportliche Ziel fokussieren Sie im Moment und wie müssen wir uns Ihr Trainingsprogramm dafür vorstellen?</p>
<p><strong>Christoph Burkard:</strong> Das nächste große Ziel ist eine Medaille in Peking 2008 zu gewinnen.<br />
Wöchentlich absolviere ich 6-8 Wassereinheiten (32-40 km)<br />
und drei mal Krafttraining. Dazu kommt noch zwei mal die Woche Physiotherapie.<br />
Einmal monatlich mentales Training und  Ehrnährungsberatung.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Hätten Sie noch vor 7 Jahren geglaubt, dass Sie heute auf  eine solche steile Karriere zurückblicken  werden können?</p>
<p><strong>Christoph Burkard:</strong> Geglaubt nicht, gehofft schon und vielleicht auch mal geträumt.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Neben dem Schwimmen haben Sie auch andere Sportarten wie bsp. Tischtennis ausprobiert. Wann und aus welchem Grund haben Sie sich letzten Endes für das Schwimmen entschieden?</p>
<p><strong>Christoph Burkard:</strong> Beim Skifahren habe ich einige Rennen bestritten, ich war aber beim Schwimmen von Anfang an viel erfolgreicher und mit meinem Trainer Sigisbert Ackermann hatte ich von Anfang an einen super Trainer an meiner Seite. </p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wenn Sie einen internationalen Vergleich anstellen würden: Wo steht Ihrer Meinung nach der Behindertensport in Deutschland? Wird er in anderen Ländern mehr gefördert oder ihm mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht?</p>
<p><strong>Christoph Burkard:</strong> In den letzen Jahren ist die Aufmerksamkeit in Deutschland durch die Fernsehübertragungen der Paralympics stark gestiegen. Leider wird von anderen großen Wettkämpfen gar nicht berichtet.<br />
Die Förderung in Deutschland ist sehr gering, um in der Weltspitze mithalten zu können ist ein aufwändiges und professionelles Training notwendig.<br />
Mein Trainer trainiert mich ehrenamtlich und ohne Entgelt.<br />
England hat ein hervorragendes Förderungssystem, die behinderten Sportler werden gleich gefördert wie ihre nicht behinderten Kollegen. In einer Größenordnung von der man gut leben kann. Deutschland bewegt sich im Mittelfeld. <br />
  <br />
<strong>meinsbh.de:</strong> Seit 2004 studieren Sie außerdem noch Maschinenbau an der Hochschule Furtwangen University in Villingen-Schwenningen. Wie schaffen Sie es das Studium, Ihr Training und Groß-Events wie die Paralympics, Weltmeisterschaften und Deutsche Meisterschaften unter einen Hut zu bringen?</p>
<p><strong>Christoph Burkard:</strong> Es ist sehr schwierig, ich kann meine Semester nur mit der Hälfte der vorgegebenen Fächern belegen.<br />
Der Terminkalender ist immer voll die Freizeit fällt immer sehr knapp aus.  </p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wie und von wem bekommen Sie dabei am meisten Unterstützung?</p>
<p><strong>Christoph Burkard:</strong> Von meiner Familie.Von meinem Trainer Sigisbert Ackermann. Von der <a title="Hochschuler Furtwangen University - Eine der Hochschulen in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg" href="http://www.hs-furtwangen.de">HS Furtwangen</a>.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was vermuten Sie, wie würden Ihre Familie und Freunde Sie charakterisieren, wenn man Sie spontan danach befragen würde?</p>
<p><strong>Christoph Burkard:</strong> Fleißig, ausdauernd, konsequent, zielstrebig, ehrlich, wortgewandt, bescheiden, unkompliziert.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Durch den Sport sind Sie oft auf Reisen.<br />
Was vermissen Sie am meisten an Ihrer Heimat? /Was mögen Sie besonders an ihr?</p>
<p><strong>Christoph Burkard:</strong> Das leckere Essen aus regionalen Produkten<br />
Die Freunde und Menschen in meinem Umfeld<br />
Das Freibad in Rottweil<br />
Die frische Luft und die Ruhe</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> In Ihrer Freizeit spielen Sie Posaune. Was machen Sie außerdem noch, wenn Ihr Terminkalender es zulässt?</p>
<p><strong>Christoph Burkard:</strong> Mit meiner Freundin ins Kino gehen.<br />
Skifahren, Lesen, mal nix machen,<br />
Um 12.00 ganz gemütlich frühstücken!!!</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Vielen Dank für das Interview.<br />
(im Juli 2007)</p>
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