<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>im Interview auf meinsbh.de: &#187; Bildung</title>
	<atom:link href="http://interview-sbh.de/category/bildung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://interview-sbh.de</link>
	<description>Persönlichkeiten aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg</description>
	<lastBuildDate>Thu, 13 May 2010 04:00:22 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Ingrid Bösch (Villingen-Schwenningen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2010/05/13/ingrid-bosch-villingen-schwenningen/</link>
		<comments>http://interview-sbh.de/2010/05/13/ingrid-bosch-villingen-schwenningen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 May 2010 04:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://interview-sbh.de/?p=319</guid>
		<description><![CDATA[Ingrid Bösch, 1943 in Villingen geboren, lebt seit 16 Jahren in der Hammerhalde. In Ihrer Jugend besuchte Sie die Gewerbeschule, wo Sie eine Lehre als Bauzeichnerin abschloss. 2006 gründete Sie den Loretto Treff, wo Menschen die Möglichkeit haben gemeinschaftlich aktiv zu sein, Freundschaften aufzubauen und ein Gemeinsamkeitsgefühl zu entwickeln. In demselben Jahr ist sie ebenso [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090109_Ingrid-Bösch_Villingen.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-320" style="margin: 5px; border: 0px;" title="090109_Ingrid Bösch_Villingen" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090109_Ingrid-Bösch_Villingen-140x150.jpg" alt="090109_Ingrid Bösch_Villingen" width="140" height="150" /></a>Ingrid Bösch, 1943 in Villingen geboren, lebt seit 16 Jahren in der Hammerhalde. In Ihrer Jugend besuchte Sie die Gewerbeschule, wo Sie eine Lehre als Bauzeichnerin abschloss. 2006 gründete Sie den Loretto Treff, wo Menschen die Möglichkeit haben gemeinschaftlich aktiv zu sein, Freundschaften aufzubauen und ein Gemeinsamkeitsgefühl zu entwickeln. In demselben Jahr ist sie ebenso Bürgermentorin geworden. Seit 2007 ist sie Vorstandsvorsitzende von Ward 25 – Hilfe für Sri Lanka, wo sie seit mehreren Jahren aktiv mitwirkt.<span id="more-319"></span></p>
<p> </p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wieso war es für Sie von großer Bedeutung sich ehrenamtlich sozial zu engagieren und woher haben Sie den Willen dafür aufgebracht?</p>
<p><strong>Ingrid Bösch:</strong> Als Jugendliche hatte es mir großen Spaß gemacht, aktiv im DRK zusammen mit anderen Engagierten zu arbeiten. Diese positive Erfahrung war für mich Grund genug, um in dieser Richtung meinem künftigen „Seniorenleben“ einen Sinn zu geben. Da ich mit Überzeugung bei dieser Arbeit dabei bin, braucht es nicht einen besonderen Willen dazu.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wie kamen Sie zu der großartigen Idee den Loretto Treff zu gründen?</p>
<p><strong>Ingrid Bösch:</strong> Anlass war der Bürgermentoren-Kurs. Er wurde von der VHS Villingen-Schwenningen angeboten, unter der Leitung von der damaligen VHS-Chefin Dr. Christel Pache und Annette Hug-Kalisch vom Amt für Familie, Jugend und Soziales. Ich nahm an diesem Kurs teil, um eine Übersicht zu bekommen über Möglichkeiten des Bürgerschaftlichen Engagements hier in Villingen-Schwenningen. Die Idee entstand während eines sehr inspirierenden Besuches unserer Kursteilnehmer in der „Wirkstatt“ in St. Georgen. Und diese Idee habe ich auch dort spontan verkündet. Das war die Geburtsstunde vom Loretto-Treff Hammerhalde.<br />
 <br />
<strong>meinsbh.de:</strong> Was hat sie am meisten positiv nach der Gründung des Loretto Treffs überrascht und erfreut? Haben Sie erwartet, dass das Projekt so gut gelingt?</p>
<p><strong>Ingrid Bösch:</strong> Die Resonanz war und ist umwerfend. Ich hatte nicht erwartet, dass das Interesse so groß ist. Überraschend auch, dass so viele bereit sind mitzuhelfen bzw. eigenverantwortlich selbst Veranstaltungen anzubieten.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was brachte Sie dazu auch bei Ward 25 aktiv zu werden?</p>
<p><strong>Ingrid Bösch:</strong> Die zufällige Bekanntschaft mit dem damaligen Vereinsvorsitzenden auf einem Rückflug aus einem Urlaub in Sri Lanka. Ich war begeistert von der Idee, mit wenig Geld so viel in Sri Lanka erreichen zu können. Das war 2002. Seit dieser Zeit habe ich Ward 25 – Hilfe für Sri Lanka – als eine äußerst effizient arbeitende Hilfsorganisation kennen gelernt, die vor allem Patenkinder vermittelt, aber auch – vor allem im Landesinnern – viele Projekte initiiert . Die Spenden gehen zu 100 % nach Sri Lanka. Dort arbeiten sehr engagierte Einheimische, um die Armut mit dem Geld aus Deutschland zu lindern. 2007 fiel der 1. Vorsitzende von Ward 25 krankheitsbedingt aus. Ich hatte die Jahre zuvor bereits im Vorstand mitgearbeitet, deshalb war durch meinen Vorsitz eine kontinuierliche Weiterführung unserer Vereinsarbeit gegeben.<br />
  <br />
<strong>meinsbh.de:</strong> Als Vorstandsvorsitzende haben Sie sicherlich ein besseres Bild über die Armut und die sozialen Probleme in Sri Lanka und werden öfters über Probleme auf der Insel informiert. Inwiefern hat dies einen Einfluss auf Ihr Leben genommen?</p>
<p><strong>Ingrid Bösch:</strong> Seither ist mir klar geworden, dass es nicht selbstverständlich ist, dass es uns hier so gut geht. Wie lautet noch der Spruch: „Wir klagen auf hohem Niveau!“<br />
Auch die Gelassenheit der Menschen dort lässt bei mir Spuren zurück – wenn auch leider nicht dauerhaft.<br />
Und ganz entscheidend: es ist für mich ein gewaltiger Unterschied, ob ich ärmste, bedürftige Menschen vor Ort begegne, das geht viel mehr unter die Haut als wenn ich sie im Fernsehen sehe.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Haben Sie schon positive Auswirkungen Ihres Engagements bemerkt, über die Sie sich sehr erfreuen? Was ist für Sie das Besondere am sozialen Engagement in Ihrer Gesellschaft?</p>
<p><strong>Ingrid Bösch:</strong> Positive Auswirkungen gibt es viele: Hier in der Hammerhalde bekomme ich immer wieder die Rückmeldung, dass der Loretto-Treff eine tolle Sache ist. Es wurden schon viele Bekanntschaften geschlossen, das Kursangebot wird sehr gerne angenommen, mittlerweile haben sich Gruppen zusammengetan, die eigen initiativ Unternehmungen planen.<br />
Dies, aber auch die Unterstützung durch die vielen Aktiven sind für mich Bestätigung, dass die Bewohner – wie man mir sagte – darauf gewartet haben, dass so was organisiert wird. Und seit ich persönlich auch viele Menschen hier kennen gelernt habe, fühle ich mich hier heimisch.</p>
<p>Auch durch Ward 25 erfahre ich viel Positives. Wir Vorstandsmitglieder sind mit Begeisterung bei der Arbeit, dieses Gefühl der Gemeinsamkeit ist eine echte Bereicherung für mich. Und in Sri Lanka gibt es nichts Schöneres, als in strahlende Kinderaugen – und auch die ihrer Eltern – zu schauen. Wir bekommen dadurch mehr zurück als wir geben!<br />
<strong>meinsbh.de:</strong> Was planen Sie für Ihre weitere Zukunft?</p>
<p><strong>Ingrid Bösch:</strong> Auch künftig wird mir meine Arbeit in einem Architekturbüro großen Spaß machen. Deshalb werde ich mich aber nicht weniger sozial engagieren. Im Gegenteil: Im Frühjahr beginnt die Weiterbildung als Bürgermentoren-Trainerin. Im Herbst ist ein Bürgermentoren-Kurs in VS geplant in Zusammenarbeit mit Ines Hädrich vom Amt für Familie, Jugend und Soziales und mir. Dadurch erhoffe ich mir eine besondere Breitenwirkung für die Realisierung von Bürgerschaftlichem Engagement. Es gibt viele Menschen, die gerne etwas für sich und andere tun möchten, aber nicht richtig wissen, was ihnen entsprechen könnte. In diesem Kurs haben sie die Möglichkeit, sich zu orientieren.<br />
Jetzt aber steht die Reise nach Sri Lanka an. Ich werde zusammen mit einer Patin aus VS und unserer Freunde der Schwesternorganisation „Ward 25 Group“ die Patenkinder treffen und die vielen Projekte besichtigen, die vergangenes Jahr realisiert wurden. Eine anstrengende Reise, aber die vielen Begegnungen mit den freundlichen Menschen werden die Strapazen vergessen lassen.</p>
<p>&#8211;<br />
Dieses Interview wurde von Suzana Vrucinic im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 09.01.09 per Email geführt.</p>
<p>Kontaktadresse: <a href="mailto:Ingrid.Boesch@t-online.de">Ingrid.Boesch@t-online.de</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://interview-sbh.de/2010/05/13/ingrid-bosch-villingen-schwenningen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Herbert Fischer (Villingen-Schwenningen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2009/12/04/herbert-fischer-villingen-schwenningen/</link>
		<comments>http://interview-sbh.de/2009/12/04/herbert-fischer-villingen-schwenningen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 04:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://interview-sbh.de/?p=294</guid>
		<description><![CDATA[Herbert Fischer, 1937 in Villingen geboren. Er hatte schon mehrere Ehrenämter und ist seit 2005 der DRK-Kreisvorsitzende in Villingen-Schwenningen. Von 1975 bis 2004 war er dort Schatzmeister. Von 1971 bis 1983 war er Kassierer des Villinger Tennisclubs Blau-Weiß und 1985 war er für drei Jahre Vorsitzender des Tennisclubs Pfaffenweiler. 1990 bis 2000 war er Kassierer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090130_Herbert-Fischer_Villingen-Schwenningen.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-295" style="margin: 5px; border: 0px;" title="090130_Herbert Fischer_Villingen-Schwenningen" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090130_Herbert-Fischer_Villingen-Schwenningen-150x150.jpg" alt="090130_Herbert Fischer_Villingen-Schwenningen" width="150" height="150" /></a>Herbert Fischer, 1937 in Villingen geboren. Er hatte schon mehrere Ehrenämter und ist seit 2005 der DRK-Kreisvorsitzende in Villingen-Schwenningen. Von 1975 bis 2004 war er dort Schatzmeister. Von 1971 bis 1983 war er Kassierer des Villinger Tennisclubs Blau-Weiß und 1985 war er für drei Jahre Vorsitzender des Tennisclubs Pfaffenweiler. 1990 bis 2000 war er Kassierer des Freundeskreises Zittau.<br />
Beruflich war Herr Fischer 48 Jahre lang bei der Sparkasse Villingen-Schwenningen, unter anderem stellvertretender Vorstandsvorsitzender.<span id="more-294"></span></p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was hat Ihr Interesse daran geweckt für das DRK tätig zu sein?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Ich wurde 1975 angesprochen, fand das Ehrenamt DRK gut und bin seit dem dabei.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was gefällt Ihnen besonders gut an Ihrer Tätigkeit?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Wenn ich etwas bewegen kann.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Welche wichtigen Pflichten haben Sie als Kreisvorsitzender des DRK zu erfüllen?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Der Kreisverband hat zwei Aufgabenfelder<br />
a)den Rettungsdienst und<br />
b)die allgemeine Rotkreuzarbeit<br />
Insbesondere im Aufgabenfeld b) geht es um Koordination der Interessen und Aufgaben der 11 im Kreisverband zusammengeschlossenen Ortsvereine.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wieso sind ehrenamtliche Mitarbeiter für das DRK wichtig?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Ohne ehrenamtliche Mitarbeiter und Spender könnte das DRK seine Aufgaben nicht erfüllen; die vorhandenen Geldmittel würden nicht ausreichen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sehen Sie in unserer Region Probleme was die Hilfsbereitschaft anderen Menschen gegenüber angeht?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Grundsätzlich Nein- keine Probleme. Gott sei Dank gibt es von vielen Einrichtungen und Gruppierungen Aktivitäten.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was ist Ihrer Meinung nach ein schwerwiegendes Problem in unserer Gesellschaft, wo die Menschen für mehr Bewusstsein sorgen müssen?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Der demographische Wandel. Zur Bewältigung sind enorme Anstrengungen erforderlich.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was für ein Bewusstsein wollen Sie bei den Jugendlichen durch das Jugendrotkreuz entwickeln und wieso ist es wichtig sich schon im Jugendalter für Gesundheit, Umwelt, Frieden und Völkerverständigung einzusetzen?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Wir haben ein sehr aktives Jugendrotkreuz, mit einem breiten Themen-<br />
Spektrum. Der Grundstein für entsprechendes Verhalten im Erwachsenen-Alter wird im Sinne ihrer Fragestellung überwiegend in der Jugend gelegt.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie bieten Essen auf Rädern, betreutes Wohnen, Sanitäts- und weitere Dienste an. Wie wichtig sind Ihre Dienste für Senioren, kranke und behinderte Menschen?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Unser Kreisverband und unsere Ortsvereine bieten ein breites Spektrum als<br />
Hilfe für die genannten Betroffenen an. Aber wir wollen noch besser werden.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Im Juli 2008 wurden 177 Blutspender für ihren unentgeltlichen Dienst an der Gemeinschaft geehrt. Wieso sind Blutspenden so wichtig?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> weil Blutplasma in den Kliniken (weltweit) dringend benötigt wird.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was sind die Pläne für die nächste Zeit?</p>
<p><strong>Herbert Fischer:</strong> Die Qualität unserer DRK-Arbeit ständig zu verbessern und mögliche neue Aufgabenfelder auf Realisierbarkeit zu prüfen.</p>
<p>&#8211;<br />
Dieses Interview wurde von Suzana Vrucinic im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 30.01.09 per Email geführt.</p>
<p>Kontakt: <a href="mailto:Elfriede.hirt@drk.vs.de">Elfriede.hirt@drk.vs.de</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://interview-sbh.de/2009/12/04/herbert-fischer-villingen-schwenningen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ulrich Schneider (Blumberg, Trossingen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2009/10/21/ulrich-schneider-blumberg-trossingen/</link>
		<comments>http://interview-sbh.de/2009/10/21/ulrich-schneider-blumberg-trossingen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 08:35:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://interview-sbh.de/?p=284</guid>
		<description><![CDATA[Ulrich Schneider, 1956 in Blumberg geboren, ist seit 1990 Lehrbeauftragter für Violoncello-Methodik an der Staatl. Hochschule für Musik Trossingen. Er lehrte schon an der Musikschule Schramberg, ist an der Musikschule Tübingen Fachbereichsleiter für Streicher, 1980 war er Dozent am &#8220;National Music Camp&#8221; in Malaysia, 1982 Dozent an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen und 1985 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090118_Ulrich-Schneider.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-285" style="margin: 5px; border: 0px;" title="090118_Ulrich Schneider" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/11/090118_Ulrich-Schneider-150x150.jpg" alt="090118_Ulrich Schneider" width="150" height="150" /></a>Ulrich Schneider, 1956 in Blumberg geboren, ist seit 1990 Lehrbeauftragter für Violoncello-Methodik an der Staatl. Hochschule für Musik Trossingen. Er lehrte schon an der Musikschule Schramberg, ist an der Musikschule Tübingen Fachbereichsleiter für Streicher, 1980 war er Dozent am &#8220;National Music Camp&#8221; in Malaysia, 1982 Dozent an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen und 1985 Dozent beim Orchester-Workshop in Jamaika. Des Weiteren war er Mitglied des &#8220;Jungen Kammerensembles&#8221; Baden Württemberg sowie Gründungsmitglied der &#8220;Sinfonietta Tübingen&#8221; und arbeitet in zahlreichen anderen Orchestern und Ensembles mit Rundfunkaufnahmen und CD-Einspielungen. Er lebt mit seiner Familie in Pliezhausen (Kreis Reutlingen) und hat 3 Kinder.</p>
<p><span id="more-284"></span><strong>meinsbh.de: </strong>Wann haben Sie die ersten Erfahrungen mit Streichinstrumenten gemacht?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Mit knapp 12 Jahren.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was brachte Sie dazu, einen Berufsweg in der Musikrichtung einzuschlagen?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Mein Musiklehrer am Gymnasium motivierte mich; gleichzeitig erkannte ich, dass Musik der Bereich ist, der mich am allermeisten interessierte.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was gefällt Ihnen besonders gut an Ihrem Beruf an der Staatl. Hochschule für Musik in Trossingen?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Ich schätze den Kontakt zur Hochschule und den Studenten. An der Trossinger Musikhochschule hat die methodische Ausbildung einen hohen Stellenwert und bietet vielfältige Möglichkeiten.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Welche musikalischen Merkmale verbinden Sie mit unserer Region und was hielt Sie daran, in unserer Region wohnen zu bleiben?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Zunächst wohne ich nicht mehr in der Region, sondern pendle nach Trossingen. Interessant finde ich zu beobachten, wie die Musikhochschule in die Region ausstrahlt: durch eigene Konzerte, durch Studenten/Dozenten, die in der Region musizieren; durch Unterrichtstätigkeit von Studenten an Musikschulen in der Region oder privat.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Beruflich waren Sie schon in Asien und der Karibik tätig. Was hat Sie an der Musikkultur dort beeindruckt?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Einerseits die Selbstverständlichkeit, mit der die eigene Musik praktiziert und konsumiert wird und andererseits das große Interesse und die Offenheit für die mitteleuropäische „klassische“ Musik.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was für neue wichtige Erfahrungen konnten Sie mit nach Deutschland nehmen, die Ihnen in Ihrem Beruf weiterhalfen?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Die Erfahrung, dass Musik die internationale Sprache ist, die jeder verstehen kann und die ohne Sprachbarrieren gemeinsam “artikuliert“ und emotional erlebt werden kann.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Denken Sie dass es in unserer Region ein großes Potential an Nachwuchskünstlern gibt?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Dies ist schwierig zu beurteilen, da die Musikhochschule mittlerweile sehr international ist. Auskunft über diese Frage wäre eher über die Musikschulen oder über den Wettbewerb „Jugend musiziert“ zu erlangen.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was möchten Sie den Nachwuchskünstlern mit auf den Weg geben?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Sie sollten sich breit ausbilden lassen, ihre Ziele konsequent verfolgen und die Zeit ihrer Ausbildung nutzen, um möglichst viel in sich „aufzusaugen“. Außerdem nicht zu viel über Berufsaussichten grübeln.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was sind Ihre Pläne für die nächsten Jahre?</p>
<p><strong>Ulrich Schneider:</strong> Es gibt keine besonderen Pläne. Ich möchte mich in meiner Arbeit weiter entwickeln; eine gute Mischung aus Unterrichten/Lehren und eigenem Musizieren finden; interessante Konzerte besuchen; die eigenen Unterrichtserfahrungen strukturieren und evtl. zu Papier bringen …</p>
<p>&#8211;<br />
Dieses Interview wurde von Suzana Vrucinic im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 18.01.09 per Email geführt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://interview-sbh.de/2009/10/21/ulrich-schneider-blumberg-trossingen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Prof. Alexander Doderer (Villingen-Schwenningen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2009/08/05/prof-alexander-doderer-villingen-schwenningen/</link>
		<comments>http://interview-sbh.de/2009/08/05/prof-alexander-doderer-villingen-schwenningen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 09:52:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://interview-sbh.de/?p=258</guid>
		<description><![CDATA[Alexander Doderer, 1954 in Stuttgart geboren, ist seit 1991 in unserer Region tätig. 1962 zog er mit seinen Eltern für 11 Jahre nach Tuttlingen. Nach seinem Abitur, Zivildienst und einem Studium in Freiburg zog er 1991 beruflich nach Königsfeld im Schwarzwald. Seit 1989 ist er selbstständig. 1994 gründete er das Unternehmen Gruppe Drei in Villingen-Schwenningen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/08/090110_prof-alexander-doderer_vs_klein.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-262" style="border: 0pt none; margin: 5px;" title="090110_prof-alexander-doderer_vs_klein" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/08/090110_prof-alexander-doderer_vs_klein-150x150.jpg" alt="090110_prof-alexander-doderer_vs_klein" width="150" height="150" /></a>Alexander Doderer, 1954 in Stuttgart geboren, ist seit 1991 in unserer Region tätig. 1962 zog er mit seinen Eltern für 11 Jahre nach Tuttlingen. Nach seinem Abitur, Zivildienst und einem Studium in Freiburg zog er 1991 beruflich nach Königsfeld im Schwarzwald. Seit 1989 ist er selbstständig. 1994 gründete er das Unternehmen <a href="http://www.gruppedrei.com/" target="_blank">Gruppe Drei in Villingen-Schwenningen</a> und 2001 am Bodensee, welches zu den TOP 20 Dienstleistern des Landes Baden-Württemberg zählt. Nicht nur ist er als Unternehmer tätig, sondern des Weiteren ist er Vorsitzender des Vorstandes Wirtschaftszentrum Schwarzwald-Baar, Hochschullehrer und Referent. 2006 gründete er den <a href="http://www.mc-sb.de/" target="_blank">Marketing-Club Schwarzwald-Baar e.V.</a> Er lebt mit seiner Familie am Bodensee.<span id="more-258"></span><strong>meinsbh.de:</strong> Sie sind fest mit unserer Region verbunden und unternehmerisch tätig darin. Was ist der Grund für das viele Engagement?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg verfügt über so viele Attraktivitäten, die seit vielen Jahrzehnten unter Wert „verkauft“ werden – da kann man nicht still sitzen und zusehen. Einerseits treibt mich die Leidenschaft als Unternehmer, andererseits sehe ich die Notwendigkeit auch wirklich etwas zu machen und nicht nur zu reden. Freilich wünsche ich mir für mein Unternehmen schon eine Umgebung, die mit ihrem Image auch qualifizierte Fachkräfte anlocken kann. Dafür versuche ich mich ebenfalls einzusetzen, wenngleich es manchmal so scheint, als mache man sich damit eher Feinde.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie bekommen Sie so viele Aufgaben gemeistert und haben dazu noch Zeit für Ihr Privatleben?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer:</strong> Was meinen Sie mit Privatleben? Meine Frau und ich trennen nicht zwischen Beruf und Privatleben. So gesehen verstärken wir uns gegenseitig. Zudem habe ich das große Glück, eine Vielzahl sehr guter und engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um mich haben zu dürfen, die mich unterstützen. Das gibt Kraft!</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Ihr Unternehmen zählt zu den TOP 20 Dienstleistern unseres Bundeslandes. Was für Erfahrungen haben Sie auf Ihrem Lebensweg gesammelt, die Sie bei dem unternehmerischen Erfolg weiterbrachten?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Erfolg ist immer relativ. Ich hatte allerdings eine sehr glückliche Kindheit und liebevolle Eltern – das hält ein eben lang vor. Später, in der Jugend, es war in den frühen 70er Jahren konnte ich mich aber auch leidenschaftlich mit ihnen streiten. Ich habe gelernt, einer Haltung treu zu bleiben und dafür auch zu kämpfen. Die späteren Studienschwerpunkte pädagogischen Psychologie und Didaktik, tragen heute wahrscheinlich aber am weitesten.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie halten auch Vorträge. Wieso ist es für Sie wichtig Mitmenschen und Studenten zu beratschlagen und zu belehren? Geben Sie Ihnen wichtige Tipps mit auf den  Weg, die ihnen im Berufsleben weiterhelfen können?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Ja, ich befürchte Sie haben mit Ihrer Frage etwas ausgedrückt, das ich eigentlich nicht für mich in Anspruch nehmen möchte: belehren. Ich weiß aber sehr genau, dass vielfach dieser Eindruck entsteht. Leider!<br />
Im Grunde geht es mir nicht um Sendungsbewusstsein oder so etwas. Ich möchte mit Menschen in Dialog treten und durch diesen Dialog jeden Tag eine Stück weiterkommen. Ich denke, wir sind es dem Wunder des Lebens einfach schuldig, dass wir aktiv und in stetem Bestreben zum Besseren unterwegs sind.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie sind Vorsitzender des Wirtschaftszentrums Schwarzwald-Baar (WSB). Welche wirtschaftlichen Ziele verfolgen Sie innerhalb der Region?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Man wirft mir ja vor, mit dem WSB eine Konkurrenzveranstaltung zur IHK, den Wirtschaftsförderungen usw. ins Leben gerufen zu haben. Das ist aber gar nicht der Fall!<br />
Hier haben sich vor einigen Monaten ein paar aktive Unternehmerinnen und Unternehmer mit dem Landrat getroffen und ihre Identifikation mit dem Landkreis bekräftigt. Sie alle treibt übrigens die gleiche Energie: der Schwarzwald-Baar-Kreis muss seine Attraktivitäten besser vermarkten, damit Fachkräfte, junge Familien und Gründer auf diese herrliche Gegend aufmerksam werden und sie nicht ins Abseits gerät.<br />
Es geht dabei nicht um die Region als diffuse Einheit, es geht um den Landkreis Schwarzwald-Baar.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Was ist das Besondere an unserer Region und wie würden Sie die wirtschaftliche Lage beschreiben?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Das Besondere am Schwarzwald-Baar-Kreis ist zunächst seine geografische Lage, in weiten Teilen auf einem sonnenreichen Hochplateau, seine Luft- und Wasserqualität, die großen Wälder, ja, man könnte sagen: diese ganze Lebensqualität zum attraktiven Preis.<br />
Wirtschaftlich steht der Kreis nicht schlecht da aber seine Zukunftsaussichten sind<br />
auch nicht überragend. Allein die Abwanderung junger talentierter und kreativer Menschen gibt mir sehr zu denken</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie sind Sie auf die Idee gekommen den Marketing Club Schwarzwald-Baar e.V. zu gründen und welche Ziele verfolgen Sie und weitere Mitglieder?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Die Gründung eines Marketing-Clubs lag eigentlich auf der Hand. Bis 2006 war der Raum Schwarzwald-Baar-Heuberg in der Deutschen Marketinglandschaft so etwas wie ein weißer Fleck. Heute versammelt der MC immerhin über 70 Mitglieder aus den meisten namhaften Unternehmen der Region. Sie alle haben zum Ziel, das Marketingbewusstsein in der Gesellschaft zu schärfen. Wenn man die aktuelle Situation der Automobilindustrie reflektiert, ist das ja auch wichtiger denn je.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Welche positiven Auswirkungen hat es auf die Unternehmen in unserer Region?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Der MC ist ein berufsspezifischer Club. Er bietet eine Plattform für alle im Marketing tätigen Menschen der Region. Zudem ist er eine Art Andockstation zum Marketinggeschehen in der Republik über die automatische Mitgliedschaft im Deutschen Marketingverband mit insgesamt 16.000 Mitgliedern. Gerade diese Verbindung scheint mir besonders wichtig zu sein.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Welche Aufgaben erfüllen Sie selber und welche geben Sie an die Arbeitnehmer ab?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Wie gesagt: ich habe sehr gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mich in vielerlei Hinsicht organisatorisch und operativ komplett entlasten. Strategische und konzeptionelle Arbeiten sowie das gesamte Vortragswesen ist meine Sache. Speziell für die Arbeit im Marketingclub gibt es ja den Geschäftsführer Oliver Hupp und die Geschäftsstelle betreut unsere jüngste Tochter Carolin.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was sind Ihre Ziele und Wünsche in naher Zukunft?</p>
<p><strong>Prof. Alexander Doderer: </strong>Gesundheit selbstverständlich für unsere Familie, die Firma und mich. Ferner wünsche ich mir, dass die aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten speziell der Automobilindustrie an Baden-Württemberg, am Landkreis Schwarzwald-Baar im Speziellen einigermaßen glimpflich vorübergehen. Ich wünsche mir aber auch, dass wir hier alle lernen, vielmehr mit einander zu reden und weniger über einander oder gar gegeneinander.<br />
&#8211;</p>
<p>Dieses Interview wurde von Suzana Vrucinic im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 10.01.09 per Email geführt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://interview-sbh.de/2009/08/05/prof-alexander-doderer-villingen-schwenningen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dr. h. c. mult. Sybill Storz (Tuttlingen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2009/07/15/interview-mit-dr-h-c-mult-sybill-storz-tuttlingen/</link>
		<comments>http://interview-sbh.de/2009/07/15/interview-mit-dr-h-c-mult-sybill-storz-tuttlingen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 07:23:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Tuttlingen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://interview-sbh.de/?p=208</guid>
		<description><![CDATA[




Frau Dr. h. c. mult. Sybill Storz ist 1937 in Leipzig geboren, ist Geschäftsführerin des Tuttlinger Familienunternehmens KARL STORZ Endoskope. Sie trat Ende der 1950er Jahre in das familieneigene Unternehmen ein und assistierte ihrem Vater Dr. med. h. c. Karl Storz bei der Geschäftsführung.
Nach dem Tode ihres Vaters 1996 übernahm sie die Geschäftsleitung und baute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_209" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/07/090226_sybill-storz_tuttlingen_klein.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-209" title="9245019" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/07/090226_sybill-storz_tuttlingen_klein-150x150.jpg" alt="Interview mit Dr. h. c. mult. Sybill Storz (Tuttlingen)" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Frau Dr. h. c. mult. Sybill Storz ist 1937 in Leipzig geboren, ist Geschäftsführerin des Tuttlinger Familienunternehmens <a title="Karl Storz Endoskope Tuttlingen" href="http://www.karlstorz.de" target="_blank">KARL STORZ Endoskope</a>. Sie trat Ende der 1950er Jahre in das familieneigene Unternehmen ein und assistierte ihrem Vater Dr. med. h. c. Karl Storz bei der Geschäftsführung.</p>
<p>Nach dem Tode ihres Vaters 1996 übernahm sie die Geschäftsleitung und baute das Unternehmen weiter aus. Frau Dr. Sybill Storz wurde mehrfach für ihre unternehmerischen Tätigkeiten und soziale Engagements ausgezeichnet.</p>
<p><span id="more-208"></span><strong>meinsbh.de: </strong>Die KARL STORZ GmbH und Co. KG ist weltweit einer der führenden Anbieter von Endoskopen, endoskopischen Instrumenten und Geräten für humanmedizinische Fachdisziplnen. Was ist Ihrer Meinung nach wichtig, damit ein Unternehmen, so wie Ihres, seine Führungsrolle auf dem Markt nicht verliert?</p>
<p><strong>Dr. Sybill Storz: </strong>Unsere Stellung als international führender Hersteller von Endoskopen verdanken wir dem Streben nach Innovationen, Perfektion und dem Bemühen, Ärzten genau jene Technik an die Hand zu geben, die sie für eine gute Diagnose und Therapie benötigen. Wir haben in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass wir Trends nicht nur folgen, sondern diese aktiv mit-gestalten. So wird beispielsweise bei der Produktentwicklung in unserem Haus der Software schon seit einiger Zeit eine immer größer werdende Bedeutung beigemessen. Früh haben wir erkannt, dass der Einsatz der Software im modernen Operationssaal große Potenziale entfalten kann. Weil wir die komplexen Bedürfnisse der Ärzte und Kliniken kennen und weil wir uns den steigenden Erwartungen bewusst sind, haben wir mit OR1™ ein modulares System geschaffen, das zukunftsorientiert mit diesen Anforderungen mitwachsen kann.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie wurden schon mehrmals für Ihre unternehmerischen Tätigkeiten und soziale Engagements ausgezeichnet. Woher kommt der Wille und die positive Einstellung, wie zum Beispiel die international verkündeten Menscherechte in ihrer Einflusssphäre zu fördern, an der Abschaffung von Kinderarbeit mitzuwirken oder sich für das Thema ‚Frauen im Beruf’ zu engagieren?</p>
<p><strong>Dr. Sybill Storz: </strong>In den Jahren, in denen ich meinen Vater und Firmengründer bei seiner Arbeit begleiten durfte, konnte ich lernen, dass Unternehmertum und soziale Verantwortung untrennbar miteinander verbunden sind. Wenn ich heute eine wichtige Entscheidung treffe, erwäge ich selbstverständlich auch die Folgen für die betroffenen Familien und somit auch für die Gesellschaft. Als weltweit aktives Unternehmen mit 42 Tochtergesellschaften in 32 Ländern sowie Geschäftspartnern in nahezu allen Ländern der Erde wissen wir, dass Globalisierung nicht einfach „passiert“, sondern dass wir als Teil der Globalisierung diese aktiv mitgestalten können und müssen.</p>
<p>Zum Thema „Frauen im Beruf“ kann ich sagen, dass Führungspositionen bei KARL STORZ grundsätzlich nach Kompetenz vergeben werden. Wenn eine Mitarbeiterin die Fähigkeiten und den Willen hat, steht ihr die Tür offen. Verzichten Frauen jedoch auf die Karriere, weil es keine Betreuungsmöglichkeiten für den Nachwuchs gibt, dann stimmt etwas nicht. Aus diesem Grund stellen wir unseren Mitarbeitern Plätze im „Haus der Familie“, das ganzjährig Kinderbetreuung anbietet, zur Verfügung. Ebenfalls sind für Mitarbeiterkinder Plätze bei der Ferienbetreuung reserviert. Diese Projekte werden von der Stadt Tuttlingen und anderen Unternehmen getragen. Für unser Engagement in diesem Bereich durften wir uns in der jüngsten Vergangenheit über den Preis für Chancengleichheit, der vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg verliehen wird, freuen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Ihr Unternehmen ist als Arbeitgeber und Ausbilder für die Region von großer Bedeutung. Wie kommt es zu dieser Standorttreue?</p>
<p><strong>Dr. Sybill Storz: </strong>Der Erfolg von KARL STORZ basiert auf der guten Qualität und dem hohen Innovationspotential, das wir in unseren Produkten und Dienstleistungen umsetzen. Hierzu sind wir vor allem auch deshalb in der Lage, weil wir in Tuttlingen auf gut ausgebildete Mitarbeiter, eine Jahrzehnte lange medizintechnische Tradition sowie einem vielfältigen Erfahrungsschatz zurückgreifen können. Diese Voraussetzungen gepaart mit mutigem Unternehmertum erklären, warum sich die Medizintechnik in der Region Tuttlingen so erfolgreich entwickelt hat und wir dem Standort auch weiterhin treu bleiben werden.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Jährlich sind 120 Auszubildende in 12 Berufen tätig, wovon nahezu alle in das Unternehmen übernommen werden. 2.000 der Weltweit 4.800 Mitarbeiter sind am Standort Tuttlingen beschäftigt. Wieso ist es für Sie von großer Bedeutung Bildung auf höchstem Niveau zu gewährleisten und viele Arbeitsplätze zu schaffen?</p>
<p><strong>Dr. Sybill Storz: </strong>Bildung und Ausbildung haben für mich einen hohen Stellenwert. Als Unternehmerin bin ich in der glücklichen Lage, in meinem unmittelbaren Umfeld selbst einen Beitrag zu leisten. In den letzten Jahren konnten wir die Anzahl der Auszubildenden kontinuierlich steigern. So stellen wir sicher, dass wir genügend qualifizierten Nachwuchs haben zum Beispiel bei den Feinoptikern, bei den Chirurgiemechanikern und den Elektronikern, aber auch bei den Kaufleuten. Wir benötigen diese jungen Leute, um unsere Position und unser Wachstum zu sichern.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Viele Bürger realisieren nicht, was die Region in der sie leben, zu bieten hat. Welchen Reichtum birgt die Region <em>Schwarzwald-Baar-Heuberg</em> ihrer Meinung nach in sich?</p>
<p><strong>Dr. Sybill Storz: </strong>Die Region ist geprägt von handwerklicher und industrieller Tradition und Dynamik. Der Erfindergeist und die hohe Arbeitsethik spiegeln sich in vielen hier ansässigen Unternehmen wieder und tragen zum Erfolg dieser Wirtschaftsregion bei. Nebenbei sind die geographische Lage und die Landschaft reizvoll.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Als Geschäftsführerin eines Familienunternehmens verbinden Sie sicherlich andere Werte mit dem Unternehmen als manch andere Geschäftsführer. In welcher Art und Weise ist das Unternehmen für Sie von großer Bedeutung?</p>
<p><strong>Dr. Sybill Storz: </strong>Ich hatte nie einen anderen Wunsch als ins elterliche Geschäft einzusteigen. Als Unternehmer hat man zweifellos mehr Freiheiten und kann kreativ sein. Durchsetzungskraft, Fleiß und Begeisterung für die Arbeit sind unerlässlich, um die vielfältigen Aufgaben meistern zu können. Dabei liegt es auf der Hand, dass ein fest in der Region verankertes Familienunternehmen ganz andere Handlungsmaximen entwickelt als ein internationaler Konzern, dessen Kapital in anonymen Händen liegt.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Welche Wünsche und Pläne haben Sie für die nächsten Jahre?</p>
<p><strong>Dr. Sybill Storz: </strong>Durch die Unabhängigkeit von der Schnelllebigkeit der internationalen Finanzmärkte, denen viele börsennotierte Unternehmen unterliegen, kann KARL STORZ als Unternehmen langfristiger planen und Geschäftsstrategien nachhaltiger umsetzen. Durch die Mitarbeit meines Sohnes, Karl-Christian, als Mitglied der Geschäftsleitung sind die Weichen für den erfolgreichen Fortbestand des Unternehmens in der 3. Generation bereits heute gestellt.</p>
<p>Um weiterhin Innovationen und gleich bleibend hohe Qualität anbieten zu können, pflegen wir auch zukünftig einen intensiven und fachlichen Dialog mit führenden Ärzten, Universitätskliniken und Forschungseinrichtungen. KARL STORZ wird dabei die entscheidende Herausforderung annehmen, immer am Puls der aktuellen, medizinischen Entwicklung zu stehen.</p>
<p>&#8211;<br />
Dieses Interview wurde von Suzana Vrucinic im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 26.02.09 per Email geführt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://interview-sbh.de/2009/07/15/interview-mit-dr-h-c-mult-sybill-storz-tuttlingen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Andreas Erchinger (St. Georgen im Schwarzwald)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2009/06/23/interview-mit-andreas-erchinger-st-georgen-im-schwarzwald/</link>
		<comments>http://interview-sbh.de/2009/06/23/interview-mit-andreas-erchinger-st-georgen-im-schwarzwald/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 06:06:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://interview-sbh.de/?p=203</guid>
		<description><![CDATA[




Andreas Erchinger ist Lehrbeauftragter für Jazz-Piano im Studiengang Schulmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg und gleichzeitig Lehrer für Jazz/Rock/Pop-Piano an der Jugendmusikschule in seiner Heimatstadt St. Georgen. Er ist bekannt als Pianist und Komponist mit dem CecileVerny Quartet und mit eigenem Trio. Bekam mehrere Musikpreisauszeichnungen. Leitet zahlreiche Konzerte und Projekte mit den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_204" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/06/081211_andreaserchinger_stgeorgen.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-204" title="081211_andreaserchinger_stgeorgen" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/06/081211_andreaserchinger_stgeorgen-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Andreas Erchinger ist Lehrbeauftragter für Jazz-Piano im Studiengang Schulmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg und gleichzeitig Lehrer für Jazz/Rock/Pop-Piano an der Jugendmusikschule in seiner Heimatstadt St. Georgen. Er ist bekannt als Pianist und Komponist mit dem CecileVerny Quartet und mit eigenem Trio. Bekam mehrere Musikpreisauszeichnungen. Leitet zahlreiche Konzerte und Projekte mit den Jugendlichen.</p>
<p><span id="more-203"></span><br />
<strong>meinsbh.de: </strong>Konzerte in Dubaj, Uganda, Jamajka, Madagaskar, den Bahamas. Sie sind so viel gereist, haben so viel gesehen. Was zieht einen dann immer noch in die Heimatregion zurück?</p>
<p><strong>Andreas Erchinger: </strong>Ich finde es gerade wenn man so viel unterwegs ist sehr wichtig einen Mittelpunkt und eine Heimat zu behalten und zu wissen wo man herkommt.<br />
Ausserdem bin ich abgesehn von familiären Gründen auch der Jugenmusikschule St. Georgen sehr verbunden, an der ich ja selbst Schüler war- es ist ein gutes Gefühl vielleicht ein wenig von dem zurückgeben zu können, was man selber bekommen hat.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Heutzutage hört man ja weniger Jazz. Wie schaffen Sie es, Ihre Schüler für diese Art Musik zu begeistern?</p>
<p><strong>Andreas Erchinger: </strong>Da ja Jazz leider in den Medien gar nicht mehr vorkommt können junge Leute diese Musik leider gar nicht mehr kennen lernen, es sei denn über die Eltern oder eben über Lehrer oder Musikschule, das finde ich sehr wichtig. Meiner Erfahrung nach funktioniert es sehr gut, die Schüler bei ihrer Musik ( Pop/ Rock, was ich auch sehr gerne höre) abzuholen und dann zu ein bisschen weniger kommerziellen Stilrichtungen zu führen. Wenn sie Jazz oder ähnliches erst mal kennen gelernt haben, gefällt ihnen das nämlich meistens sehr gut! Ausserdem findet man über Improvisation ganz generell einen ganz anderen Zugang zur Musik.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was halten Sie von den modernen Musiktrends? Mit Computer komponiert &#8211; ist es noch Musik?</p>
<p><strong>Andreas Erchinger: </strong>Da gibt es natürlich ganz viel interessantes, leider findet in den Medien nur der ganz kommerzielle Maistream statt- aber es gibt unglaublich viel gute neue Musik.<br />
Der Computer kann ein gutes Hilfsmittel sein, dass ich auch nutze &#8211; Kreativität, musikalisches Wissen, technische Fähigkeiten am Instrument und Fleiss kann er allerdings immer noch nicht ersetzen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie haben heutzutage Konzerte mit Ihren Schülern. Geben Sie auch noch eigene Aufführungen? In der Region, im Ausland?</p>
<p><strong>Andreas Erchinger: </strong>Ich hatte im Jahr 2008 zwischen 60 und 70 Konzerten, vorwiegend in Deutschland und den umliegenden Nachbarländern, war aber mit dem Cecile Verny Quartet, mit dem ich ja haupsächlich spiele auch für eine Woche in Marokko, auf einem Festival in Lettland, in Moskau, Wien ,Paris usw.<br />
Neben dieser  Arbeit mit Cecile bastle ich aber gerade noch an zwei anderen Projekten, einem mit der Kölner Klarinettistin Annette Maye und an einem anderen mit dem Stuttgarter Elektoniker Hanfreich.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sehen Sie unter Ihren Schülern einen Nachfolger für den bekannten Jazzmusiker Andreas Erchinger?</p>
<p><strong>Andreas Erchinger: </strong>Ich habe natürlich sehr begabte Schüler  von denen auch schon der eine oder andere den Weg zum Berufsmusiker gewählt hat oder zumindest mit dem Gedanken spielt.<br />
Das ist natürlich schon ein Schritt den man sich gerade heute sehr gut überlegen muss- aber wer unbedingt Musik machen muss macht das ja sowieso!<br />
Nachfolger &#8211; ich weiss nicht, jeder muss seinen Weg gehen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wozu fühlen Sie sich mehr hingezogen: zum Musizieren oder den jungen Leuten die Musik beizubringen?</p>
<p><strong>Andreas Erchinger: </strong>Gerade die Abwechlung zwischen konzertieren und unterrichten macht mein Leben so interessant und abwechslungsreich, jeden Tag andere Herausforderungen, das macht echt Spass, wenn ich das nicht hätte könnte ich wahrscheinlich gar nicht so viel arbeiten. Jugendmusikschule, Hochschule, spielen, proben, reisen- jeden tag was anderes, das hält einen wach.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was ist Musik für Sie &#8211; Beruf oder Leidenschaft?</p>
<p><strong>Andreas Erchinger: </strong>Ich habe den unglaublichen Luxus, mit dem was mir Spass macht mein Geld zu verdienen- Beruf und Leidenschaft also.</p>
<p>&#8211;<br />
Dieses Interview wurde von den Studierenden im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 11.12.08  per Email geführt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://interview-sbh.de/2009/06/23/interview-mit-andreas-erchinger-st-georgen-im-schwarzwald/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Knud-Eike Buchmann (Bad Dürrheim)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2009/05/26/interview-mit-knud-eike-buchmann-bad-durrheim/</link>
		<comments>http://interview-sbh.de/2009/05/26/interview-mit-knud-eike-buchmann-bad-durrheim/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 May 2009 12:59:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kreis Rottweil]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://interview-sbh.de/?p=196</guid>
		<description><![CDATA[
In Bad-Dürrheim lebende Prof. Dr. phil. Knud-Eike Buchmann ist ein hoch geachteter Psychologe und Trauma-Experte. Er war als Professor für Psychologie und Personalführung an der Hochschule für Polizei (Schwenningen) tätig. Von ihm aufgebaut und geleitet wurde das “Instituts für Konflikt, Konfliktmanagement und Krisenintervention” für die Polizei des Landes Baden-Württemberg. Er ist als Experte in Konfliktsituationen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/05/090121_knud-eike-buchmann_klein.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-198 alignleft" style="border: 0pt none; margin: 5px;" title="090121_knud-eike-buchmann_klein" src="http://interview-sbh.de/wp-content/uploads/2009/05/090121_knud-eike-buchmann_klein-150x150.jpg" alt="Interview mit Knud-Eike Buchmann (Bad Dürrheim)" width="150" height="150" /></a></p>
<p>In Bad-Dürrheim lebende Prof. Dr. phil. Knud-Eike Buchmann ist ein hoch geachteter Psychologe und Trauma-Experte. Er war als Professor für Psychologie und Personalführung an der Hochschule für Polizei (Schwenningen) tätig. Von ihm aufgebaut und geleitet wurde das “Instituts für Konflikt, Konfliktmanagement und Krisenintervention” für die Polizei des Landes Baden-Württemberg. Er ist als Experte in Konfliktsituationen sehr gefragt und geschätzt. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche und literarische Veröffentlichungen von Herr Buchmann. Er ist Gründer und Vorsitzender der Bürgerstiftung Bad Dürrheim “GELINGENDES LEBEN” e.V. Außerdem kann man Herr Buchmann bei diversen Vorträgen und Seminaren erleben. <span id="more-196"></span><strong></strong></p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Seit 1998 schreiben Sie die Kolumne in der Neckarquelle. Woher kommen die<br />
Themen der Kolumne?</p>
<p><strong>Knud-Eike Buchmann: </strong>Die Themen sind solche, die mich beschäftigen oder die gerade aktuell diskutiert werden. In vielen Fällen bekomme ich Anregungen durch Fragen von Freunden oder Bekannten (z.B. zur mentalen Stärke bzw. zum plötzlichen Versagen von Olympioniken oder zum Einkaufsverhalten und zur „Organisation“ eines Supermarktes…).<br />
Meist habe ich zwei, drei Themen bereits fertig „in der Schublade“ – aber im Allgemeinen schreibe ich unmittelbar vor dem ersten Dienstag jeden Monats (das ist der Erscheinungstermin seit über 10 Jahren).</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sind die Seminare und Kurse bei den Firmen in der schwierigen Zeit der Finanzkrise mehr gefragt als sonst?</p>
<p><strong>Knud-Eike Buchmann: </strong>Es gibt jahreszeitliche Verdichtungen für Fortbildungen im Management – und es gibt in der Tat in „schlechteren“ Konjunkturzeiten weniger Buchungen. Es wäre aber sinnvoll, antizyklisch gerade dann Fortbildungen zu veranstalten, wenn es einer Firma nicht so gut geht! Ich denke aber, dass die Fortbildung von Managern viel gezielter stattfinden sollte: Denn Management ist ein „Lernberuf“, der sehr unterschiedliche Tools benötigt. Meine Kompetenz liegt dabei in der Entwicklung von psychosozialen und persönlichen Fähigkeiten.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie bieten öffentliche Vorträge zu verschiedenen Themen an. An welche Personen sind diese orientiert?</p>
<p><strong>Knud-Eike Buchmann: </strong>Die öffentlichen Vorträge resultieren aus meiner Überzeugung, dass Wissenschaft bzw. wissenschaftliche Erkenntnisse verstehbar und praktisch brauchbar auch für den interessierten Laien angeboten werden sollte. Dabei handelt es sich zuweilen auch um Menschen mit besonderen Problemen (in der Familie..), wie Sucht oder Suizid. Seit längerem beschäftigt mich das Thema wie man mit „schwierigen Menschen“ in schwierigen Situationen umgehen soll(te). Hierzu gibt es bewährte verhaltenstherapeutische Verfahren. Aber auch Themen, die im Schnittfeld von Psychologie, Philosophie, Biologie, Anthropologie und Pädagogik liegen, reizen mich immer wieder. (Ich bin ja auch ausgebildeter Lehrer mit einigen Jahren Lehr-Erfahrung und Doktor der Philosophie.)</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie sind Vorsitzender der Bürgerstiftung Bad Dürrheim “GELINGENDES LEBEN” e.V. Um was geht es bei der Stiftung und warum wurde sie gegründet?<br />
<strong><br />
Knud-Eike Buchmann: </strong>Die Bürgerstiftung wurde gegründet, weil erkennbar ist, dass es in Bälde immer weniger öffentliche Gelder für soziale, künstlerische und altersübergreifende Projekte geben wird. Wir möchten potenziellen Stiftern Möglichkeiten bieten, sich bürgerschaftlich zu engagieren, d.h., sich  für Projekte in Bad Dürrheim stark zumachen. In Zusammenarbeit mit interessierten Menschen in unserer Kommune möchten wir  Beiträge leisten, um das Leben hier erfreulicher zu gestalten. Viele Menschen möchten gern etwas Gutes tun – wissen aber vielleicht nicht wie und wo? Ihnen sagen wir zu, dass wir ihre (finanziellen) Beiträge treuhänderisch für die in unserer Satzung festgeschriebenen Stiftungsziele „verwalten“: Jugend- und Altenhilfe; Bildung und Erziehung; Kunst und Kultur; Umwelt und Landschaft sowie Bürgerschaftliches Engagement.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>In Ihren Arbeit geht es immer um gelingendes Leben. Wie gut gelingt es Ihnen auf Ihrem persönlichen Lebensweg?</p>
<p><strong>Knud-Eike Buchmann: </strong>Neben Glück, guter(?) Genetik und einer gewissen praktischen Intelligenz gehört zu einem „Gelingendem Leben“ m.E. der Wille, etwas Sinnvolles für andere Menschen zu tun. Hierbei kommt besonders der Generativität (von sich selbst absehen können, für andere da sein, etwas zurückzahlen…) eine große Bedeutung zu. Wir Älteren können uns sehr nützlich machen, unsere Erfahrungen und unser Können, sowie vorhandene Zeit einbringen. Das versuche ich mit anderen – und ich habe das Empfinden, dass uns das gelingt. Ich kann weder über Langeweile noch über Interessensmangel klagen. Die intensive Beschäftigung mit sich selbst und seinen Wehwehchen führt in die Irre. Das Engagement für eine Idee oder eine Sache ist Basis gelingenden menschlichen Lebens.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Seit 2004 sind Sie im Ruhestand. Wie &#8220;ruhig&#8221; ist er tatsächlich?</p>
<p><strong>Knud-Eike Buchmann:</strong> Es ist schön.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Bei Ihren Einsätzen in Krisensituationen wie z.B. der Flugzeugabsturz bei Überlingen haben Sie viel mit dramatischen Schicksalen zu tun. Wie sehr nimmt es einen selber mit? Wie verarbeiten Sie solche Momente?</p>
<p><strong>Knud-Eike Buchmann: </strong>Als Psychotherapeut habe ich gelernt, Menschen nach schweren Schicksalsschlägen zu begleiten. Das ist eine hilfreiche und schöne Aufgabe. Dabei muss ich – bei aller Empathie &#8211; eine gewisse professionelle Distanz wahren. Ich darf mir also z.B. nicht das Leiden eines anderen Menschen zu meinem eigenen Leiden machen. Richtig ist, dass das Miterleben von Leid und scheußlichen Bildern (zerstückelte Kinderleichen…) belastend ist. Man kann das nicht abschütteln. Ich versuche  meine Eindrücke zu verarbeiten: Darüber sprechen, sie aufschreiben, aus ihnen zu lernen oder die gemachten Erfahrungen lehrend weiter zu geben. Im Austausch mit anderen Fachkräften liegt eine gute Chance, Belastendes zu minimieren. Außerdem ist es eine besondere „Kunst“, sich bereits auf dem Weg zu einer Katastrophe in eine Verfassung zu bringen, die die seelische Verletzbarkeit herabsetzt.<br />
Ist das eigene Tun sinnvoll, bewältigt man auch den Schmerz besser. Ich habe stets darauf geachtet, nicht nur mit Menschen, die schwere Schicksalsschläge erlitten haben zusammen zu sein, sondern auch mit solchen, die froh und glücklich waren/sind. Und dann gibt es noch lange, einsame Spaziergänge, Musik, Kunst…</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was macht in unseren Zeit einen glücklichen Menschen aus?</p>
<p><strong>Knud-Eike Buchmann: </strong>Ein „glücklicher“ Mensch ist wohl einer, der dankbar, bescheiden und mit seinem „Jetzt-Leben “ zufrieden ist und keine Angst vor der Zukunft hat. Ich spreche lieber von zufriedenen Menschen; denn Glück ist etwas Herausgehobenes, etwas eher Seltenes. Zufriedenheit kann und sollte etwas Überdauerndes sein. Wer ständig auf der Jagd nach dem Glück ist, macht sich auf Dauer nur unglücklich.<br />
&#8211;</p>
<p>Dieses Interview wurde von den Studierenden im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 23.01.2009  per Email geführt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://interview-sbh.de/2009/05/26/interview-mit-knud-eike-buchmann-bad-durrheim/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Thomas Reich (Villingen-Schwenningen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2009/04/26/interview-mit-thomas-reich-villingen-schwenningen/</link>
		<comments>http://interview-sbh.de/2009/04/26/interview-mit-thomas-reich-villingen-schwenningen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 17:43:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://meinsbh.de/blogs/interviews/2009/04/26/interview-mit-thomas-reich-villingen-schwenningen/</guid>
		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Interview mit Thomas Reich (Villingen-Schwenningen)" href="http://meinsbh.de/blogs/interviews/files/2009/04/081209_thomas-reich_schwenningen.JPG"></a>
<a href="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/fotos/081209_thomas-reich_schwenningen.jpg" title="" class="shutterset_singlepic5" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/cache/5__130x100_081209_thomas-reich_schwenningen.jpg" alt="Interview mit Thomas Reich (Villingen-Schwenningen)" title="Interview mit Thomas Reich (Villingen-Schwenningen)" />
</a>
</p>
<p>Thomas Reich wurde 1978 in Villingen-Schwenningen geboren. Im Jugendalter besuchte er das Gymnasium am Deutenberg und ließ sich daraufhin zum Einzelhandelskaufmann ausbilden.<br />
Gegen Ende der Schulzeit begann er erste Gedichte zu schreiben. Später kamen Romane und Kurzgeschichten hinzu. Aktuell sind elf Titel online erhältlich.<br />
Der Selfmademan, bei dem Homepage, Bücher und Werbung aus einem Guss kommen, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Seine Seite kann sich über mangelnden Zulauf nicht beklagen.</p>
<p><span id="more-93"></span><strong>meinsbh.de: </strong>Wie haben Sie das Interesse am Schreiben entdeckt?</p>
<p><strong>Thomas Reich: </strong>Schreiben ist ein Ventil, um Dampf abzulassen. Der Weg zu innerer Ruhe. Mich reizte der Gedanke, in verschiedene Rollen zu schlüpfen. So wie ein Theaterdarsteller mit Identitäten spielt. Je weiter von der eigenen Person entfernt, umso besser. Wenn ich so zurückblicke, war es wohl ein Prozess der Selbstfindung, wie ihn viele junge Menschen durchgehen. Oder eben auch: Sich in andere Personen besser hineindenken. Neue Sichtweisen erfahren. Durch das Spiel mit der Identität. Bei mir führte er zum Schreiben.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was hat Sie, trotz der Ausbildung als Einzelhandelkaufmann, davon überzeugt Autor zu werden?</p>
<p><strong>Thomas Reich: </strong>Eine Frage der Selbstverwirklichung. Ich wollte mein Hobby zum Beruf machen. Tagsüber habe ich einen Beruf, in dem ich tagtäglich mit Menschen in Kontakt bin. Nach Feierabend fülle ich die Seiten mit Personae, über die ich selbst bestimmen kann. Beziehungsweise Geschichten, an denen ich teilhabe. Denn nicht ich bestimme über meine Figuren, sondern meine Figuren über mich. Eine jede hat ihr Eigenleben, wirft geplante Charakterzüge über den Haufen und entwickelt sich aus eigener Energie heraus. Mir geht es beim Schreiben nicht anders als dem Leser. Ich begleite die Figuren, beobachte sie unterwegs und höre ihnen zu.<br />
Zumal beide Perspektiven eine Gemeinsamkeit haben: Ich verkaufe Produkte. Denn ein Buch ist nichts anderes als ein Produkt, dessen Vorzüge man dem Kunden schmackhaft machen muss.<br />
Freizeit ist ein Luxus, den ich mir nicht leisten kann. ich bin in zwei Berufswelten eingespannt.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wann sind Sie von Beruf Autor geworden?</p>
<p><strong>Thomas Reich: </strong>Ich denke mal mit Anfang zwanzig habe ich begonnen, die Schreiberei ernster zu nehmen. Was als ein nettes Hobby begann, verwandelte sich in harte Arbeit. Arbeit, die man gerne verrichtet. Solide Vorbereitung, Brainstorming &amp; Recherchen (Gepriesen sei das Internet). Ein logischer Aufbau. Zahlreiche Korrekturlesungen, um den Rohdiamanten zu schleifen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was ist das Besondere an Ihren Büchern und über was schreiben Sie am liebsten?</p>
<p><strong>Thomas Reich: </strong>Nun, wer meine Bücher kennt, weiß um den Umfang der Genren, in denen ich unterwegs bin. Horror lese ich selbst gerne, also schreibe ich auch am liebsten Bücher auf diesem Sektor. Momentan arbeite ich an einem Fantasyroman, für mich ein Novum. Aber neue Herausforderungen reizen mich.<br />
Viele meiner Bücher basieren auch auf Alpträumen, die ich in Geschichten umsetze. In „Meat Me“ geht einer dieser Träume der Handlung voraus. Damals wusste ich, dass es nicht mein Traum war. Wer also hatte diese Szene geträumt? So wurde Claudio zum Puzzlespiel, das ich zusammensetzen musste. Eigentlich eine entspannte Arbeitsweise. Ich bekomme meine Ideen im Schlaf.<br />
Andere Projekte basieren auf alltäglichen Erlebnissen/Filmen/Büchern, die aus einem neuen Blickwinkel neue Perspektiven eröffnen. Das geheime Fenster, der geheime Garten, sozusagen.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was macht eine Geschichte bindend?</p>
<p><strong>Thomas Reich:</strong> So abgedroschen es auch klingt, den Leser bei der Stange halten. Realistische Figuren schaffen, die glaubhaft rüberkommen.<br />
Comedy bildet da einen klaren Gegenpol: Überzeichnete Stereotypen, die der Lächerlichkeit preisgegeben werden.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Versuchen Sie Ihren Lesern eine Botschaft zu übermitteln?</p>
<p><strong>Thomas Reich:</strong> Die stärkste politische Botschaft dürfte aktuell der Band „Babylons letzter Wächter enthalten. Wie würden sie sich in einer theokratischen Diktatur verhalten? Wenn sie herausfinden, dass sie indirekt am Tod vieler Menschen schuld sind, und keine Möglichkeit haben, entgegenzuwirken? Gerade die Isolation, die der Wächter erfährt, treibt ihn in sich selbst zurück, um eine Lösung zu finden.<br />
In anderen Büchern kommen die Botschaften eher leiser daher, versteckt zwischen den Zeilen. Grundsätzlich der Glaube, dass alle Menschen Masken tragen, hinter denen es gehörig bröckelt. Überlebenskämpfer in einer Ellbogen-Ethik. Manchmal zerbrechen meine Figuren auch an ihren inneren Konflikten. Wenn das passiert, überraschen sie mich selbst. Aber es ist aufgrund ihrer Geschichte folgerichtig.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie sind einer von vielen Autoren, sodass es sehr schwer ist viele Leser auf seine eigenen Geschichten aufmerksam zu machen. Wie vermarktet man seine Bücher am Besten?</p>
<p><strong>Thomas Reich:</strong> Es gibt nicht einen Königsweg, den jeder Autor gleichermaßen betritt. Ich bin den Weg über das Internet gegangen, da die Vorteile für mich klar auf der Hand lagen: Erreichbarkeit rund um die Uhr, an jedem Ort. Die Freiheit, sein eigenes Öffentlichkeitsbild frei zu gestalten. Und natürlich auch, nicht für die Schublade arbeiten zu müssen, sondern die gesamte Bandbreite meines Schaffens präsentieren zu können.<br />
Der eigentliche Vertrieb meiner Bücher läuft über www.lulu.com, einen Book-On-Demand-Anbieter. Zum einen nimmt mir das einen erheblichen Arbeitsaufwand ab. Zum anderen bietet es mir die nötige Transparenz. Ich kann jederzeit Bücher einstellen oder löschen, und den Preis selbst bestimmen. Theoretisch liegt es also in meiner Hand, ob ich mir einen unverschämt hohen Gewinn eintrage, oder mit dem Endpreis auf dem Teppich bleibe. Aber ich bin Kaufmann, nicht wahr? Also fahre ich eine entsprechend günstige Kalkulation, um die Buchpreise interessant zu halten.<br />
Natürlich schließe ich nicht aus, dass ich eines Tages auch andere Vertriebswege beschreite. Wenn, dann werde ich meine Fans natürlich rechtzeitig darüber informieren. Für den Moment bin ich soweit zufrieden.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wo haben Leser einen Zugriff auf Ihre Geschichten?</p>
<p><strong>Thomas Reich:</strong> Direkt über meine Homepage <a title="www.der-reich.de" href="http://www.der-reich.de">www.der-reich.de</a> . Weitere Texte, die ich als Schmankerl frei zur Verfügung stelle, finden sie unter <a title="www.textreich.blogspot.com" href="http://www.textreich.blogspot.com">www.textreich.blogspot.com</a>. Dort gibt es auch einige Bonmots und düstere Kurzprosa.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was hat Sie in Villingen-Schwenningen gehalten? Was gefällt Ihnen an unserer Region?</p>
<p><strong>Thomas Reich:</strong> Ich mag Großstädte, solange ich dort nicht leben muss. Hier habe ich alles, was ich brauche. Wer immer auf der Flucht ist, ist nirgends zuhause. Es gibt nichts, vor dem ich davonrennen müsste.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was sind Ihre Wünsche und Ziele für die Zukunft?</p>
<p><strong>Thomas Reich:</strong> Mehr Kunden, mehr Umsatz. Mehr Kapitalismus wagen. Ziele, die wohl jeder Unternehmer hat.</p>
<p>&#8211;<br />
Dieses Interview wurde von Suzana Vrucinic im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 09.12.08 per Email geführt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://interview-sbh.de/2009/04/26/interview-mit-thomas-reich-villingen-schwenningen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Barbara Dickmann (Triberg)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2009/03/10/interview-mit-barbara-dickmann-triberg/</link>
		<comments>http://interview-sbh.de/2009/03/10/interview-mit-barbara-dickmann-triberg/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 13:54:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://meinsbh.de/blogs/interviews/2009/03/10/interview-mit-barbara-dickmann-triberg/</guid>
		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Interview mit Barbara Dickmann (Triberg)" href="http://meinsbh.de/blogs/interviews/files/2009/03/081208_barbaradickmann_triberg.jpg"></a>
<a href="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/fotos/081208_barbaradickmann_triberg.jpg" title="" class="shutterset_singlepic4" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/cache/4__130x100_081208_barbaradickmann_triberg.jpg" alt="Interview mit Barbara Dickmann (Triberg)" title="Interview mit Barbara Dickmann (Triberg)" />
</a>
</p>
<p>Barbara Dickmann Journalistin beim Südkurier und zusammen mit Sabine Przewolka Autorin der erfolgreichen Seite „typisch Frau“, für welche die beiden Frauen im Jahr 2000 einen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung erhalten haben. Frau Dickmann wurde in Essen geboren, wohnt aber seit 19 Jahren in Triberg.</p>
<p>Seit 1996 leitet sie gemeinsam mit Ehemann die Dickmann Projektentwicklung GmbH &amp; Co.KG. Außerdem ist sie mehrfach ehrenamtlich engagiert, z.B. ist sie die Vorsitzende von pro familia in Villingen-Schwenningen, unter anderem sind es auch die ehrenamtliche Tätigkeiten, die sich aus „typisch Frau“ ergeben.<span id="more-91"></span></p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Warum haben Sie sich entschieden in den Schwarzwald umzuziehen? War es schwer sich in dieser Region einzuleben?</p>
<p><strong>Barbara Dickmann: </strong>Wir hatten im Ruhrgebiet sehr stressige Jobs und wollten einfach mehr Zeit für unsere damals 9 und 12jährigen Kinder haben. Das ging auch die ersten Jahre gut. Doch auch wenn man seine Umgebung verändert, nimmt man sich immer selbst mit. Wir sind einfach nicht die Typen, die sich auf einem Bauernhof niederlassen und dann nur noch Gemüse einkochen und den Garten versorgen.  Das Einleben war kein Problem, wird sind gut aufgenommen worden. Natürlich kann man nicht mitreden, wenn alle sich seit Generationen kennen, doch wir sind nie abgelehnt worden.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Kurz nach dem Umzug in den Schwarzwald, wurden Sie zur freien Journalistin bei Südkurier. War der Quereinstieg aus dem kaufmännischen Bereich umzugsbedingt?</p>
<p><strong>Barbara Dickmann: </strong>Nein, das war mehr Zufall (oder Schicksal?). Natürlich fing ich erst mal mit kleinen Terminen an, dann ziemlich schnell Reportagen und eigene Serien bis zur eigenen Seite, gemeinsam mit Sabine Przewolka&#8230;..dass daraus mal der Konrad-Adenauer-Preis wird, habe ich mir nicht träumen lassen. Doch meine div. Ausbildungen kommen mir auch in diesem Job sehr zugute.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie schreiben ja auch Kinder Bücher. Sind diese Ihren eigenen Kindern gewidmet?</p>
<p><strong>Barbara Dickmann: </strong>Nein, sondern meinen Enkelkindern&#8230;.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie haben dieses Jahr das 10jährige Jubiläum der Seite “typisch Frau” gefeiert. Hat sich die Seite seitdem sehr verändert?</p>
<p><strong>Barbara Dickmann: </strong>Natürlich haben wir ziemlich bescheiden angefangen. Also  n u r  mit Reportagen. Doch unsere privaten Telefonnummern auf der Seite stellten ziemlich schnell einen intensiven Kontakt zu den Leserinnen (und Lesern) her. Mittlerweile haben wir eine eigene Vortragsreihe und etliche Selbsthilfegruppen gegründet. Auch ganz gezielte Spendenaktionen (die Spenden liegen mittlerweile im 5stelligen Bereich), typisch frau-Leserreise sind sehr erfolgreich. Für etliche Frauen sind wir der letzte Anker &#8211; wenn sie nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll, rufen sie bei uns an. Viele Frauen mit massiven Problemen und schweren Schicksalen begleiten wir jetzt seit vielen Jahren.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie würden Sie eine “typische” Frau aus dem Schwarzwald charakterisieren?</p>
<p><strong>Barbara Dickmann: </strong>Sie ist genauso ,typisch` wie eine aus dem Ruhrgebiet, aus München oder aus Hamburg. Es gibt immer solche und solche.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wie entstehen die Themen für die Seite, kommen sie auch aus dem Leben?</p>
<p><strong>Barbara Dickmann: </strong>Sie kommen  n u r  aus dem Leben&#8230;..Aus dem Leben unserer Leserinnen und Leser, aus dem unserer Freunde, unserer Familie &#8211; einfach alles, was uns Frauen bewegt.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie sind ehrenamtlich sehr engagiert. Was bewegt Sie, das zu machen? An welchen Projekten nehmen Sie zur Zeit aktiv teil?</p>
<p><strong>Barbara Dickmann: </strong>Weil man etwas bewegen kann&#8230;..es ist zwar nicht die große Politik, doch durch gezieltes und sinnvolles Engagement kann man vielen Menschen mit schweren Schicksalen helfen. Meine Projekte im Augenblick: 2. Vorsitzende von pro familia Villingen, im Stiftungsrat einer Münchener Stiftung, &#8211; Neue Perspektiven -  Vortragsreihe im Europa-Park mit angeschlossenem Förderverein (Eintrittsgelder werden über den Förderverein gezielt gespendet , siehe www.europa-park.de, Vortragsreihe, oder <a title="www.barbara-dickmann.de" href="http://www.barbara-dickmann.de">www.barbara-dickmann.de</a>) Initiatorin: Marianne Mack  &#8230;&#8230;.und viele punktuelle Hilfe über typisch frau.</p>
<p>&#8211;<br />
Dieses Interview wurde von den Studierenden im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 08.12.08  per Email geführt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://interview-sbh.de/2009/03/10/interview-mit-barbara-dickmann-triberg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nina Jäckle (Villingen-Schwenningen)</title>
		<link>http://interview-sbh.de/2008/10/22/interview-mit-nina-jackle-villingen-schwenningen/</link>
		<comments>http://interview-sbh.de/2008/10/22/interview-mit-nina-jackle-villingen-schwenningen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 07:09:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald-Baar-Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://meinsbh.de/blogs/interviews/2008/10/22/interview-mit-nina-jackle-villingen-schwenningen/</guid>
		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Interview mit Nina Jäckle (Villingen-Schwenningen)" href="http://meinsbh.de/blogs/interviews/files/2008/10/nj_klein.jpg"></a>
<a href="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/fotos/nj_klein.jpg" title="" class="shutterset_singlepic18" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://interview-sbh.de/wp-content/gallery/cache/18__120x130_nj_klein.jpg" alt="Interview mit Nina Jäckle (Villingen-Schwenningen)" title="Interview mit Nina Jäckle (Villingen-Schwenningen)" />
</a>
</p>
<p>Geboren wurde Nina Jäckle am 20. Mai 1966 in <a href="http://www.Villingen-Schwenningen.de">Villingen-Schwenningen</a>. Nach der Mittleren Reife verfolgte sie den Berufswunsch einer Übersetzerin für französische Literatur und besuchte Sprachschulen in Neuchâtel und Paris.<br />
Mit 25 begann sie schließlich zu schreiben.</p>
<p>Sie zog über Hamburg, München und Wien nach Berlin. Dort bewarb sie sich mit einer ihrer Erzählungen beim Berlin-Verlag und wurde angenommen. Bisher wurden alle ihre Werke vom Verlag veröffentlicht.<br />
Sie schreibt Prosa und Hörspiele und hat bislang zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien erhalten.<br />
Momentan lebt Nina Jäckle in Frankreich.<span id="more-76"></span></p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Was hat Sie dazu bewogen, mit Mitte Zwanzig schließlich den Stift selbst in die Hand zu nehmen?</p>
<p><strong>Nina Jäckle: </strong>Es gibt da kein Ereignis, keinen speziellen, großen Moment der Entscheidung, aus dem ich jetzt ein romantisches Tamtam machen könnte. Es erschien mir einfach logisch, evident sogar.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Sie schreiben Geschichten über gescheiterte Glücksjäger. Beinhalten Ihre Erzählungen auch persönliche Erfahrungen? Oder lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf?</p>
<p><strong>Nina Jäckle: </strong>Ich glaube nicht, dass es im Schreiben einen „freien Lauf“ geben kann.  Alles, was von mir ausgeht, beinhaltet Persönliches, so ist das mit uns Menschen leider, jeder unserer Gedanken beinhaltet uns als Denkenden, das Nicht-Persönliche fällt uns schwer. Ich versuche stets, mich zurückzunehmen, aber mein Vorhandensein im Text, das beginnt ja bereits beim Tonfall, den ich persönlich nun mal habe.<br />
Sind meine Figuren gescheiterte Glücksjäger?</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Wie entwickelt sich ein Roman? Haben sie von Anfang an einen Roten Faden im Kopf, oder fallen ihnen oft spontan neue Ideen ein, die Sie direkt beim Schreiben verarbeiten?</p>
<p><strong>Nina Jäckle: </strong>Ich habe selten eine Geschichte als Geschichte im Kopf, es sind Sätze, die in ihrem Aufeinandertreffen ein Thema aufwerfen. Dann, im Weiterschreiben ergeben sich Plot und Dramaturgie.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Wollen Sie den Menschen mit Ihren Werken etwas Bestimmtes mit auf den Weg geben, welche Aussage haben Ihre Werke?</p>
<p><strong>Nina Jäckle:</strong> Jedes Buch hat seine Aussage, und jedes Buch hat so viele Aussagen, wie es Leser hat. Ich hätte gerne viele Leser.  Ohne festlegen zu wollen, was diese vom Lesen dann haben.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Haben Sie einen Lieblingsroman? Und welches Ihrer eigenen Werke ist für Sie das Gelungenste?</p>
<p><strong>Nina Jäckle: </strong>Im Moment ist mein liebstes Lieblingsbuch „Le Feu oder Der Abbruch“ von Jean Améry. Und ich halte stets das nächste Buch für mein bestes.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Haben Sie ein schriftstellerisches Vorbild?</p>
<p><strong>Nina Jäckle: </strong>Ich habe von einigen Schriftstellern viel gelernt. Aber diese Vorbildfrage nagelt fest und verleitet zum eitlen Vorführen des eigenen Bücherregals. Das mag ich nicht.<br />
<strong><br />
meinsbh.de: </strong>Ihre Texte zeichnen sich durch Kürze und Stringenz aus zudem wirken sie enorm durchkonstruiert &#8211; gleichzeitig haben sie etwas Aufgeräumtes. Kann man sagen, dass Sie sich durch das Schreiben auch selbst über Dinge Klarheit verschaffen, die Sie persönlich bewegen?</p>
<p><strong>Nina Jäckle: </strong>Das Schreiben fordert eine gewisse Klarheit, ich weiß nicht, ob es Klarheit verschafft. Vielleicht sogar im Gegenteil, denn das Schreiben macht mir persönlich immer wieder klar, dass mir Klarheit im Grunde auch nichts nützt.</p>
<p><strong>meinsbh.de: </strong>Woher rührt Ihre schachtelartige Erzählweise? Warum haben Ihre Figuren z.B. keine Haarfarbe oder Kleidungsstücke?</p>
<p><strong>Nina Jäckle: </strong>Meine Figuren haben Haarfarbe und Kleidungsstücke. Nur, weil ich nicht darüber berichte, heißt das ja nicht, dass sie nackt und kahl sind. Das Auslassen ist Teil meines Schreibens. Ich empfinde meine Erzählweise nicht als schachtelartig, dazu kann ich also nichts sagen. Das wird mir immer wieder in den Mund gelegt. Ich schreibe nach Melodie.</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie wirken bei dem Kunst-, Literatur- und Schulprojekt zur Sonne und Sonnenenergie „Solaris“ mit. Wie kam es zu Ihrem Engagement? Können Sie uns ein wenig darüber berichten?</p>
<p><strong>Nina Jäckle:</strong> Ich hatte zu der Zeit des „Solaris“ Projektes ein Stipendium in Schöppingen. Ich wurde gebeten, mich mit einem Text zu beteiligen, was ich gern tat, denn ich hielt dieses Schulprojekt für sinnvoll. Außerdem war es ein finanziertes Projekt, das ist selten genug&#8230;</p>
<p><strong>meinsbh.de:</strong> Sie haben schon zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Welche Bedeutung hat die Öffentlichkeit für Sie?</p>
<p><strong>Nina Jäckle: </strong>Die Öffentlichkeit ernährt mich, so auch die Stipendien.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://interview-sbh.de/2008/10/22/interview-mit-nina-jackle-villingen-schwenningen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
