Hans-Peter Beier (Villingen-Schwenningen)
Der Radsportler Hans-Peter Beier wohnt und arbeitet in Villingen-Schwenningen. 2004 nahm er erfolgreich an Paralympics in Athen teil. Dort gewann er eine Bronze-Medaille im Radrennen. Als AOK-Tour-Planer hat Herr Beier die erste Strecke durch drei Kreise (Schwarzwald-Baar, Rottweil und Tuttlingen) für den gemeinsamen Radsonntag der drei Kreise geschaffen. Außerdem leitet er die AOK- Radtreffs im Schwarzwald-Baar-Kreis.
meinsbh.de: Sie haben 2004 an Paralympics in Athen erfolgreich teilgenommen. Wie schwer und zeitaufwendig war das Training zur Vorbereitung an der Olympiade?
Hans-Peter Beier: Nun um im Behindertensport, der zwischenzeitlich von vielen Sportlern als BERUF ausgeübt wird, bestand zu haben, ist ein trainingsaufwand von ca. 4-8 Std. tägl. notwendig um Weltweit in der SPITZE mit vorne weg zu fahren. Ich selbst hab mich in diesem Rahme ein halbes Jahr vor den Spielen vor bereitet und bin “vorher” immer mit dem Rad zur Arbeit, abends 2-3 mal die Woche für mich ne Runde von ca. 1-3 Std. “gedreht”. Hab im Freizeitsport den Radtreff geleitet und eben auch z. B. Events wie die Tour de Lände als Gruppenleiter zur Vorbereitung genutzt.
meinsbh.de: Wie kamen Sie auf die Idee daran teilzunehmen?
Hans-Peter Beier: Die “Idee” hatte der Bundestrainer, Adelbert Krohmer. Um einen Sieger zu ermitteln müssen mind. 16 Teilnehmer starten. In der Leistungsgruppe LC4 in der ich startete fehlte eben noch ein Athlet. Weltweit fahren leider recht wenige mit “schweren” Behinderungen. Nun und der “Riecher” von Adelbert war mit der Bronce-Medalie der richtige.
meinsbh.de: Waren Sie auch bei Paralympics 2008 in Peking auch dabei?
Hans-Peter Beier: In Peking war ich nicht dabei. Reglement, Familie u. Beruf verlangen mir hier zu viel ab und ich habe eben leider nicht die Zeit um dem trainingsaufwand zu folgen.
meinsbh.de: Gibt es bestimmte Strecken in der Region, die Ihnen besonders lieb sind und welche Sie schon mehrmals gefahren sind?
Hans-Peter Beier: Ich fahre gerne übern Riedsee vorbei nach Brunlingen zum Kirnbergsee (da gibt es nen tollen selber gemachten Kuchen im Kaffe) und dann über Tannheim, Rietheim, Marbach wieder heim.
meinsbh.de: Hat sich Ihrer Meinung nach die Einstellung der Menschen zum Sport und sportlichen Freizeitgestaltung im Laufe der Jahre verändert?
Hans-Peter Beier: Hmm, ich denke, früher mussten die Leute viel härter arbeiten und hatten genug Bewegung. Heute sitzen viele im Büro, stehen in der Fabrik an Maschinen und klar finden Ihren Ausgleich jetzt im Sport.
meinsbh.de: Das Vereinsleben ist sehr aktiv in der Region. Sind (waren) Sie auch Mietglied eines Vereins? Wie wird das Leben dadurch beeinflusst?
Hans-Peter Beier: Ich bin Mitglied im Schwenninger Radsportverein RSPVo6 und klar beeinflusst mich der Verein. Ich leite zweimal die Woche den Treff Mo u. Mittw. ab 17,30 Uhr) was eben heißt man ist in den Vereinsfarben unterwegs.
meinsbh.de: Mit der Bronze-Medaille haben Sie bereits einen großen Erfolg gefeiert. Sind noch irgendwelche, Wünsche offen? Welche Ziele haben Sie noch für die Zukunft?
Hans-Peter Beier: Leistungssport möchte ich keinen mehr betreiben, jedoch möchte ich mehr Menschen aufs Rad bringen um Ihnen zu zeigen wie toll das “umwelterlebniss” hier ist.
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Dieses Interview wurde von den Studierenden im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 02.02.2009 per Email geführt.
