Ernst Burgbacher MdB (Trossingen)
Ernst Burgbacher ist ein deutscher Politiker der FDP. Er wurde am 28. Mai 1949 in der Musikstadt Trossingen geboren, in der er später auch das Gymnasium besuchte. Nach seinem Abitur nahm er das Studium der Mathematik und der Politikwissen-schaft an den Universitäten Tübingen und Freiburg auf. 1974 absolvierte er das erste und 1975 das zweite Staatsexamen für das höhere Lehramt. Anschließend war Ernst Burgbacher einige Jahre als Lehrer am Gymnasium am Deutenberg in Villingen-Schwenningen tätig. Seit 1969 ist er Mitglied der FDP und ist seitdem politisch auch sehr engagiert. Seit 1998 ist er Mitglied des deutschen Bundestages. Seit 2002 ist er zudem parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion.
meinsbh.de: Sie feiern ja dieses Jahr Ihr 40-jähriges Jubiläum als Mitglied der FDP. Wie kam es zu dem Entschluss in die FDP einzutreten und was waren die ausschlaggebenden Faktoren?
Ernst Burgbacher: Ich bin in einem liberalen Elternhaus aufgewachsen. Vorbild für mich, und damit auch ausschlaggebend für meinen Eintritt in die FDP, war die Lebenseinstellung meiner Eltern, die die persönliche Freiheit als höchstes Gut erkannt haben. Ausschlaggebend war sicherlich aber auch die damals überwiegend sehr konservative Grundhaltung in meiner Heimatregion. Dieser Einstellung wollte ich Freiheit entgegensetzen.
meinsbh.de: Zurzeit leidet die deutsche Wirtschaft ja unter den Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Wie beurteilen Sie die aktuelle deutsche Wirtschaftslage aus der Sicht eines Politikers, der täglich mit dieser Krise konfrontiert ist?
Ernst Burgbacher: Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat Deutschland als stark exportorientiertes Land in besonderer Weise getroffen. Tatsächlich scheint die Talsohle nun Mitte dieses Jahres aber erreicht. Darauf deutet auch der wichtige Geschäftsklimaindex, der in den vergangenen Monaten (April-Mai) nach erheblichem Verlust wieder leicht gestiegen ist. Wichtig ist es nun, dass die arbeitende Bevölkerung deutlich von Steuern und Abgaben entlastet wird, damit der Binnenkonsum gestärkt wird und damit über die Exportschwäche hinweghilft. Problematisch ist allerdings, dass insbesondere der deutsche Mittelstand, der das Rückgrat unserer Wirtschaft bildet, immer stärker unter der Politik der großen Koalition leidet. Vor allem die Steuerreformen belasten diesen wichtigen Zweig unserer Volkswirtschaft und die FDP setzt sich hier für Entlastungen z.B. im Hinblick auf die Zinsschranke und die Umstellung von der Soll- auf die Ist-Besteuerung ein.
meinsbh.de: Sie sind ja sozial sehr engagiert. Welchen Stellenwert hat soziales Engagement für Sie? Können Sie uns etwas über Ihre Erfahrungen, die Sie im Rahmen dieses sozialen Engagements gemacht haben, berichten?
Ernst Burgbacher: Soziales Engagement, vor allem ehrenamtliches Engagement ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammen hält. Es ist für mich unerlässlich, dass Menschen sich für einander engagieren. Gerade dann, wenn staatliche Leistungen reduziert werden müssen, weil sie kaum mehr finanzierbar sind, ist es gut, wenn Menschen für einander da sind. Nachbarschaftshilfe ist für mich gelebte Nächstenliebe.
meinsbh.de: Inwieweit sind sowohl politische, als auch private Erfahrungen aus Ihrer heimischen Region ein wichtiger Bestandteil für Ihre Arbeit im Bundestag?
Ernst Burgbacher: Meine Aufgaben zu Hause in meiner Region sind für mich unverzichtbar. Meine Arbeit als FDP-Abgeordneter für den Wahlkreis Rottweil/Tuttlingen hat für mich denselben Stellenwert wie meine Tätigkeit in Berlin. Beides gehört für mich untrennbar zusammen! Die vielen Gespräche daheim, die ich mit den Bürgerinnen und Bürgern führe, die Anliegen, die mir vor Ort vorgetragen werden, genauso wie die vielen Impulse aus unserer heimischen Wirtschaft fließen ständig in meine Arbeit in den Gremien des Deutschen Bundestages ein.
meinsbh.de: Einer Ihrer politischer Schwerpunkte für die FDP-Fraktion ist ja der Themenbereich Tourismus.
Wird die Tourismusbranche auf Grund der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise Ihrer Meinung nach ein bedeutender Wirtschaftsbereich in den kommenden Jahren in Deutschland bleiben?
Welche Veränderungen erwarten Sie durch diese Krise für die Tourismusbranche in Deutschland?
Ernst Burgbacher: Das Reisen bleibt die liebste Beschäftigung der Deutschen. Dies wird sich auch in der Krise nicht verändern, denn auch in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Deutschen für ihren Urlaub gerne Abstriche in anderen Bereichen der Lebensführung hinnehmen. Dies ist deshalb erfreulich, weil durch den Urlaub im Ausland auch fremde Eindrücke zu uns kommen und unser Land beeinflussen. Viele Menschen haben sich in diesem Jahr offenbar dafür entschieden ihre Heimat zu erkunden. Deutschland hat mit seinen unterschiedlichen Regionen sehr viel zu bieten und ich erwarte daher, dass der Heimattourismus weiter gestärkt wird. Wenn wir dann noch die Rahmenbedingungen für die Hotellerie und Gastronomie in Deutschland verbessern, etwa in dem wir die Mehrwertsteuer für Hotel- und Gaststättenleistungen auf 7 % absenken, dann können die Menschen den Urlaub in Deutschland auch finanziell richtig genießen.
meinsbh.de: Auf Ihrer Homepage schreiben Sie, dass das Lied „Die Gedanken sind frei“ Ihr Lieblingslied ist.
Was macht dieses Lied zu Ihrem Lieblingslied?
Hat dieses Lied eine bestimmte Bedeutung bzw. besondere Aussage für Sie?
Ernst Burgbacher: Jeder, der den Text aufmerksam liest, wird nachvollziehen können, dass dieses Lied für einen „Freiheitskämpfer“ eine ganz besondere Bedeutung hat. Die Bedeutung, die in dem Text „die Gedanken sind frei“ liegt, spricht auch von der Sehnsucht, dass nicht alle Bereiche des menschlichen Lebens durch den Staat kontrolliert werden können und sollen. Bei aller Staatlichkeit bleiben doch zumindest die Gedanken frei! Es kommt aber hinzu, dass auch die Melodie „ins Ohr“ geht.
meinsbh.de: Was verbindet Sie mit der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg?
Ernst Burgbacher: Diese Region ist die wohl schönste Region Deutschlands und mit ihr verbinden mich die Menschen und die wunderschöne Natur. Wer diese beiden Dinge, die diese Region ausmachen, erlebt hat, wird mir zustimmen.
Interview mit Ernst Burgbacher (Trossingen)
Ernst Burgbacher ist ein deutscher Politiker der FDP. Er wurde am 28. Mai 1949 in der Musikstadt Trossingen geboren, in der er später auch das Gymnasium besuchte. Nach seinem Abitur nahm er das Studium der Mathematik und der Politikwissen-schaft an den Universitäten Tübingen und Freiburg auf. 1974 absolvierte er das erste und 1975 das zweite Staatsexamen für das höhere Lehramt. Anschließend war Ernst Burgbacher einige Jahre als Lehrer am Gymnasium am Deutenberg in Villingen-Schwenningen tätig. Seit 1969 ist er Mitglied der FDP und ist seitdem politisch auch sehr engagiert. Seit 1998 ist er Mitglied des deutschen Bundestages. Seit 2002 ist er zudem parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion.
meinsbh.de: Sie feiern ja dieses Jahr Ihr 40-jähriges Jubiläum als Mitglied der FDP. Wie kam es zu dem Entschluss in die FDP einzutreten und was waren die aus-schlaggebenden Faktoren?
Ernst Burgbacher: Ich bin in einem liberalen Elternhaus aufgewachsen. Vorbild für mich, und damit auch ausschlaggebend für meinen Eintritt in die FDP, war die Lebenseinstellung meiner Eltern, die die persönliche Freiheit als höchstes Gut erkannt haben. Ausschlaggebend war sicherlich aber auch die damals überwiegend sehr konservative Grundhaltung in meiner Heimatregion. Dieser Einstellung wollte ich Freiheit entgegensetzen.
meinsbh.de: Zurzeit leidet die deutsche Wirtschaft ja unter den Folgen der weltwei-ten Finanz- und Wirtschaftskrise. Wie beurteilen Sie die aktuelle deutsche Wirt-schaftslage aus der Sicht eines Politikers, der täglich mit dieser Krise konfrontiert ist?
Ernst Burgbacher: Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat Deutschland als stark ex-portorientiertes Land in besonderer Weise getroffen. Tatsächlich scheint die Talsohle nun Mitte dieses Jahres aber erreicht. Darauf deutet auch der wichtige Geschäftsklimaindex, der in den vergangenen Monaten (April-Mai) nach erheblichem Verlust wieder leicht gestiegen ist. Wichtig ist es nun, dass die arbeitende Bevölkerung deutlich von Steuern und Abgaben entlastet wird, damit der Binnenkonsum gestärkt wird und damit über die Exportschwäche hinweghilft. Problematisch ist allerdings, dass insbesondere der deutsche Mittelstand, der das Rückgrat unserer Wirtschaft bildet, immer stärker unter der Politik der großen Koalition leidet. Vor allem die Steuerreformen belasten diesen wichtigen Zweig unserer Volkswirtschaft und die FDP setzt sich hier für Entlastungen z.B. im Hinblick auf die Zinsschranke und die Umstellung von der Soll- auf die Ist-Besteuerung ein.
meinsbh.de: Sie sind ja sozial sehr engagiert. Welchen Stellenwert hat soziales Engagement für Sie? Können Sie uns etwas über Ihre Erfahrungen, die Sie im Rahmen dieses sozialen Engagements gemacht haben, berichten?
Ernst Burgbacher: Soziales Engagement, vor allem ehrenamtliches Engagement ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammen hält. Es ist für mich unerlässlich, dass Menschen sich für einander engagieren. Gerade dann, wenn staatliche Leistungen reduziert werden müssen, weil sie kaum mehr finanzierbar sind, ist es gut, wenn Menschen für einander da sind. Nachbarschaftshilfe ist für mich gelebte Nächstenliebe.
meinsbh.de: Inwieweit sind sowohl politische, als auch private Erfahrungen aus Ihrer heimischen Region ein wichtiger Bestandteil für Ihre Arbeit im Bundestag?
Ernst Burgbacher: Meine Aufgaben zu Hause in meiner Region sind für mich un-verzichtbar. Meine Arbeit als FDP-Abgeordneter für den Wahlkreis Rott-weil/Tuttlingen hat für mich denselben Stellenwert wie meine Tätigkeit in Berlin. Beides gehört für mich untrennbar zusammen! Die vielen Gespräche daheim, die ich mit den Bürgerinnen und Bürgern führe, die Anliegen, die mir vor Ort vorgetragen werden, genauso wie die vielen Impulse aus unserer heimischen Wirtschaft fließen ständig in meine Arbeit in den Gremien des Deutschen Bundes-tages ein.
meinsbh.de: Einer Ihrer politischer Schwerpunkte für die FDP-Fraktion ist ja der Themenbereich Tourismus.
Wird die Tourismusbranche auf Grund der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise Ihrer Meinung nach ein bedeutender Wirtschaftsbereich in den kommenden Jahren in Deutschland bleiben?
Welche Veränderungen erwarten Sie durch diese Krise für die Tourismusbranche in Deutschland?
Ernst Burgbacher: Das Reisen bleibt die liebste Beschäftigung der Deutschen. Dies wird sich auch in der Krise nicht verändern, denn auch in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Deutschen für ihren Urlaub gerne Abstriche in anderen Bereichen der Lebensführung hinnehmen. Dies ist deshalb erfreulich, weil durch den Urlaub im Ausland auch fremde Eindrücke zu uns kommen und unser Land beeinflussen. Viele Menschen haben sich in diesem Jahr offenbar dafür entschieden ihre Heimat zu erkunden. Deutschland hat mit seinen unterschiedlichen Regionen sehr viel zu bieten und ich erwarte daher, dass der Heimattourismus weiter gestärkt wird. Wenn wir dann noch die Rahmenbedingungen für die Hotellerie und Gastronomie in Deutschland verbessern, etwa in dem wir die Mehrwertsteuer für Hotel- und Gaststättenleis-tungen auf 7 % absenken, dann können die Menschen den Urlaub in Deutschland auch finanziell richtig genießen.
meinsbh.de: Auf Ihrer Homepage schreiben Sie, dass das Lied „Die Gedanken sind frei“ Ihr Lieblingslied ist.
Was macht dieses Lied zu Ihrem Lieblingslied?
Hat dieses Lied eine bestimmte Bedeutung bzw. besondere Aussage für Sie?
Ernst Burgbacher: Jeder, der den Text aufmerksam liest, wird nachvollziehen kön-nen, dass dieses Lied für einen „Freiheitskämpfer“ eine ganz besondere Bedeutung hat. Die Bedeutung, die in dem Text „die Gedanken sind frei“ liegt, spricht auch von der Sehnsucht, dass nicht alle Bereiche des menschlichen Lebens durch den Staat kontrolliert werden können und sollen. Bei aller Staatlichkeit bleiben doch zumindest die Gedanken frei! Es kommt aber hinzu, dass auch die Melodie „ins Ohr“ geht.
meinsbh.de: Was verbindet Sie mit der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg?
Ernst Burgbacher: Diese Region ist die wohl schönste Region Deutschlands und mit ihr verbinden mich die Menschen und die wunderschöne Natur. Wer diese beiden Dinge, die diese Region ausmachen, erlebt hat, wird mir zustimmen.
