Jutta Kolberg-de Gruyter (St. Georgen, Villingen-Schwenningen)

Interview mit Jutta Kolberg-de Gruyter (St. Georgen, Villingen-Schwenningen)

Jutta Kolberg-de Gruyter ist Sozialpädagogin und Heilpraktikerin aus Villingen-Schwenningen. Vor rund 30 Jahren ist sie in die Schwarzwaldregion gezogen und ist hier seit mehreren Jahren bei der Diakonie tätig. Beim Diakonischen Werk in Villingen hat sie ein Jugendmigrationsdienst geleitet. Seit 2006 ist sie Leiterin von der diakonischen Außenstelle in St.Georgen. Außerdem ist die vierfache Mutter und Oma sportlich sehr aktiv und verbringt gerne Ihre Freizeit in der Natur.

meinsbh.de: Warum haben Sie sich entschieden in den Schwarzwald umzuziehen? War es schwer sich in dieser Region einzuleben?

Jutta Kolberg-de Gruyter: Die Arbeit meines Mannes hat uns in den Schwarzwald ziehen lassen.
Es war nicht schwer mich in der Region einzuleben. Über Sportvereine und Kollegen.

meinsbh.de:  Wie hat sich das Leben in der Region seit Ihrem Umzug hierher geändert?

Jutta Kolberg-de Gruyter: Ich bin mit 4 schulpflichtigen Kindern vom Dorf in die Stadt gezogen. Die Kinder konnten dann allein zu ihren Vereinen oder in die Bibliothek oder ins Kino gehen. Sie konnten ihre Wege allein bewältigen. Auch gab es für die Kinder eine gute Auswahl an weiterführenden Schulen. Alles war bequem für uns zu erreichen.

meinsbh.de: Wie lange sind Sie schon bei der Diakonie tätig? Was bewegt Sie dazu, den anderen Menschen zu helfen?

Jutta Kolberg-de Gruyter: Ich bin seit fast 14 Jahren bei der Diakonie tätig. Ich war immer neugierig auf Menschen, ihrem Schicksal oder ihrem Lebensweg. Mir macht es Freude mit den Menschen zusammen für die Menschen einen Weg zu finden. Niemals die Hoffnung aufgeben und niemals ohne Ziele sein. Für mich ich es auch wichtig, die Menschen in ihrer Spiritualität oder Religiosität zu stärken.

meinsbh.de:  Beim Diakonischen Werk werden verschiedene Projekte dutchgeführt. Bei welchen dieser Projekte haben Sie mitgemacht? (als Teilnehmerin, Leiterin)

Jutta Kolberg-de Gruyter: Ich habe viele Projekte injiziert. Ich glaube, dass ich sie nicht alle aufzählen kann. In St. Georgen wurde jetzt ein Projekt: Junge Mütter starten durch angefangen.
Oder es gibt seit 5 Wochen den Tafelladen.
Als ich mit Jugendlichen arbeitet gab es ein Projekt Patenschaften, ein Projekt. Migranten besuchen im Altenheim ältere Menschen, dafür gibt es Freizeitangebote, usw.
Ich war nie Teilnehmerin.

meinsbh.de: Sollen die Menschen heutzutage einander helfen? Wie kann man Ihrer Meinung nach junge Menschen dazu bringen, sich sozial zu engagieren?

Jutta Kolberg-de Gruyter: Ja , besonders heute sollten man sich einander helfen. Mein Eindruck ist, dass die Menschen dies auch wollen. Bei der Einrichtung des Tafelladens in St. Georgen haben viele handwerklich geholfen oder mit Geldspenden unterstützt.
Ein Mann sagte mir, da weis man, wofür man auf der Erde ist und das das Leben einen Sinn hat.
Wenn die Menschen merken, dass die Hilfe auch ankommt, helfen sie gerne.

meinsbh.de: In Ihrem Berufsleben treffen Sie Menschen. die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden (z.B. Alkohol- und Drogenabhängigkeit, schwere Krankheit, Armut). Wie gehen Sie damit um? Wo nehmen Sie die Kraft das zu verarbeiten?

Jutta Kolberg-de Gruyter: Nicht immer sind die Problemen der anderen für mich ohne weiteres verarbeitbar. Ich habe regelmäßig Supervision. Ich habe meine Familie, die mir Kraft gibt. Ich mache regelmäßig Entspannungsübungen, viel Sport und gehe in die Natur. Das sind alles Kraft gebende Maßnahmen.

meinsbh.de: Sie verreisen gerne. Gibt es einen besonteren Ort, an dem Sie sich besonders wohl fühlen?

Jutta Kolberg-de Gruyter: Ich verreise sehr gerne. Ich liebe es andere Kulturen kennen zu lernen. Es gibt aber keinen Ort, an dem ich mich besonders wohl fühle. Ich mag es in der Natur zu sein, d. h. mich draußen zu bewegen, sei es mit dem Fahrrad, Boot, usw.

Dieses Interview wurde von den Studierenden im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 12.12.08  per Email geführt.

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