Dominika Mrugala (Villingen-Schwenningen)

Interview mit Dominika Mrugala (Villingen-Schwenningen)

Dominika schaffte es bei der RTL Casting Show “Deutschland sucht den Superstar” in die Top 20. Die ganze Region war/ist stolz auf die junge Schwenningerin.

Geburtstag: 27.09.86

Sternzeichen: Waage

Dominika ist in Polen geboren und in Villingen-Schwenningen aufgewachsen.

meinsbh.de: Dominika, du hast es von 30.000 Bewerbern in die Top10 der weiblichen Teilnehmerinnen der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) geschafft.
Kannst du dich noch daran erinnern was das damals für ein Gefühl war, so weit zu kommen?

Dominika Mrugala: Ich habe ehrlich gesagt gar nicht damit gerechnet so weit zu kommen…ich hatte ja nie Gesangsunterricht.
Natürlich habe ich mich gefreut und war auch stolz auf mich, andererseits hatte ich auch ein wenig Angst, weil alles so schnell ging: Im Recall wurde innerhalb von 3Tagen von 120 Bewerbern auf 20 reduziert und die Konkurrenz war teilweise wirklich sehr stark..eine Woche später wurde schon der Werbespot gedreht…
Ich glaub, so 100%ig realisiert habe ich die ganze Sache bis heute nicht.

meinsbh.de: Wie ging dein Leben für dich nach DSDS weiter, hat sich die Welt seitdem verändert?
Welche Erfahrungen konntest du in dieser Zeit sammeln?

Dominika Mrugala: Ich habe eigentlich ganz normal weitergemacht wie vorher auch: Ich habe meine Prüfungen geschrieben, meine fehlenden Wochen in der Uni nachgeholt, in der Tanzschule unterrichtet…
Ich war nicht lang genug dabei, um große Veränderungen zu spüren…Natürlich werde ich jetzt öfter auf der Straße erkannt, habe Fanpost gekriegt und werde eigentlich immer wieder darauf angesprochen…
Ich habe meine Teilnahme bei DSDS nie bereut und muss sagen, dass es eine tolle Erfahrung war, die nicht jeder gemacht hat. Ich habe viel gelernt und viel gesehen: wie ein professionales Fotoshooting abläuft, wie ein Werbespot gedreht wird, wie man mit Kamaras umgeht, wie man Fernseh-Interviews gibt, wie eine Live-Sendung abläuft…Für mich als Frau war es natürlich auch schön, in der Maske zu sitzen und von Stylisten beraten zu werden. Man lernt aber nicht nur die schönen Seiten, sondern auch die Schattenseiten kennen:
Vieles ist inszeniert, man muss aufpassen, was und wie man etwas sagt, steht ständig unter Stress und unter Beobachtung…sich da treu und natürlich zu bleiben, ist da dann nicht immer ganz einfach..
Ich glaub, am meisten habe ich dabei mich selber kennen gelernt. Wie jedes Kind hatte auch mal den Traum berühmt zu sein und auf der Bühne zu stehen, aber jetzt weiß ich, dass ich nicht für jeden Preis im Mittelpunkt stehen will, sondern so sein möchte, wie ich sein will und nicht, wie jemand mich haben möchte.

meinsbh.de: Du studierst Spanisch, Deutsch und Politikwissenschaften auf Lehramt. Wie sieht es aber mit Plänen für deine Gesangskarierre aus?

Dominika Mrugala: Ich singe weiterhin sehr gerne und die Musik wir immer eine große Rolle in meinem Leben spielen…mit Musik kann man seine Gefühle ganz anders ausdrücken, ob nun im Tanz oder im Gesang…
Momentan möchte ich mich auf mein Studium konzentrieren und werde die Singerei für mich selber so weiter machen wie davor..richtige Pläne habe ich also nicht, was eine Gesangskarriere betrifft.

meinsbh.de: Bestehen aus der DSDS-Zeit noch Kontakte zu den anderen Teilnehmer(inne)n?

Dominika Mrugala: Man muss sich das so vorstellen, wie Freundschaften, die im Urlaub geschlossen werden.
Die Zeit mit den anderen Kandidaten in Köln war sehr intensiv, wir hatten ja nur uns und saßen ständig aufeinander..und wenn man so was zusammen erlebt, schweißt das einen schon zusammen, wir alle hatten was gemeinsam. Es wäre aber gelogen zu sagen, ich hätte mich mit allen supergut verstanden…ich hatte meine Bezugspersonen dort, wie Laura, Julia und Priscilla, und man verspricht sich natürlich im Kontakt zu bleiben…letztendlich kehrt aber jeder wieder in sein eigenes Leben zurück..
Ich habe noch sporadischen Kontakt mit drei, vier Leuten und freue mich natürlich auch drüber, aber um richtige Freundschaften entstehen zu lassen, wohnen wir einfach zu weit voneinander entfernt.

meinsbh.de: Was tust du, um deine Stimme „fit“ zu halten?

Dominika Mrugala: Ich rauche nicht und trinke selten Alkohol. Ich versuche vor allem Erkältungen aus dem Weg zu gehen, da jede Heiserkeit die Stimme verändert..und trinke ganz oft Ingwertee…
Ich habe keinen in letzter Zeit keinen Gesangsunterricht und die ganzen Übungen privat selber zu machen erfordert viel Zeit und Selbstdisziplin..
Ich singe aber gerne und sehr viel und achte dabei einfach drauf, die Techniken, die ich gelernt habe, anzuwenden und meine Stimme so nicht überzustrapazieren.

meinsbh.de: Welche Eigenschaften an Menschen bewunderst du am meisten? Warum?

Dominika Mrugala: Ich bewundere Menschen, die an etwas glauben und etwas verwirklichen wollen, ohne dabei verbissen zu sein und die Menschen um sich herum zu vergessen.
Ich bewundere Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und versuchen, unsere Welt freundlicher, gesünder, toleranter zu gestalten…
Ich bewundere Menschen, die sich trauen, etwas zu verändern..

meinsbh.de: Hast du ein Lebensmotto?

Dominika Mrugala: Ich habe sogar zwei;)

Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, dann kann sich das Gesicht der Welt verändern.

If you wanna be somebody, if you wanna go somewhere, you better wake up and pay attention.
If time is now or never to make your dreams come true, you better wake up and pay attention.

meinsbh.de: Wenn du unseren Lesern einen Rat geben müsstest, wie würde dieser lauten?

Dominika Mrugala: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?
Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen. Denn das Glück ist immer da.“

meinsbh.de: Du bist gebürtige Polin, lebst aber schon seit vielen Jahren in Schwenningen und studierst in Konstanz.
Was bedeutet für dich deine Region in einem Satz gesprochen?

Dominika Mrugala: Meine Region ist der Ort, an den ich immer wieder gerne zurück komme, weil ich mich da geborgen fühle, ich mich mit ihr identifizieren kann und dort immer Menschen sind, die auf mich warten.

Das Interview wurde im August 2007 geführt.

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